Browse Prior Art Database

Niederdruck-Gasentladung mit Thalliumhalogeniden

IP.com Disclosure Number: IPCOM000009393D
Publication Date: 2002-Aug-21
Document File: 5 page(s) / 44K

Publishing Venue

The IP.com Prior Art Database

Abstract

ID202079 Die Erfindung bezieht sich auf eine Niederdruckgasentladung, die neben einem Buffergas, z.B. einem Edelgas, zusätzlich Thalliumverbindungen, insbesondere Thalliumhalogenid enthält. Lampen mit Thalliumhalogeniden als Füllung mit oder ohne zusätzliche Dosierung von atomaren Thallium und Argon als Buffergas wurden insbesondere untersucht. Die Effizienz dieser Lampen beträgt 60 lm/W. Wird die UV-Strahlung noch mit Leuchtstoffen in sichtbares Licht umgewandelt, können Effizienzen über 100 lm/W erreicht werden. Aufgrund des stark temperaturabhängigen Anstiegs der sichtbaren Strahlung relativ zu der ultravioletten Emission des Thalliumatoms kann die Entladung bei nahezu konstanter Plasmaeffizienz als farbveränderliche Lampe benutzt werden.

This text was extracted from a PDF file.
At least one non-text object (such as an image or picture) has been suppressed.
This is the abbreviated version, containing approximately 39% of the total text.

Page 1 of 5

Abstract.

Niederdruck-Gasentladung mit Thalliumhalogeniden

Die Erfindung bezieht sich auf eine Niederdruckgasentladung, die neben einem Buffergas, z.B. einem Edelgas, zusätzlich Thalliumverbindungen, insbesondere Thalliumhalogenid enthält. Lampen mit Thalliumhalogeniden als Füllung mit oder ohne zusätzliche Dosierung von atomaren Thallium und Argon als Buffergas wurden insbesondere untersucht. Die Effizienz dieser Lampen beträgt 60 lm/W. Wird die UV-Strahlung noch mit Leuchtstoffen in sichtbares Licht umgewandelt, können Effizienzen über 100 lm/W erreicht werden. Aufgrund des stark temperaturabhängigen Anstiegs der sichtbaren Strahlung relativ zu der ultravioletten Emission des Thalliumatoms kann die Entladung bei nahezu konstanter Plasmaeffizienz als farbveränderliche Lampe benutzt werden.

1

Page 2 of 5

Niederdruck-Gasentladung mit Thalliumhalogeniden

Gegenstand:

Die Erfindung bezieht sich auf eine Niederdruckgasentladung, die neben einem Buffergas, z.B. einem Edelgas, zusätzlich Thalliumverbindungen, insbesondere Thalliumhalogenid enthält.

Der Vorteil einer Niederdruckentladung basierend auf Thalliumverbindungen gegenüber einer herkömmlichen Quecksilber-Entladung mit Phosphor besteht darin, daß der Stokes-Shift kleiner ist. Da Tl direkt im sichtbaren bei 535 nm strahlt kann man sogar ganz auf einen Phosphor verzichten.

Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, daß durch die Veränderung der Wandtemperatur des Entladungsgefäßes das Linienspektrum der Entladung (Verhältnis von sichtbarer zu UV-Strahlung) bei quasi konstanter Entladungseffizienz signifikant verändert werden kann. Mit geeigneten Leuchtstoffen läßt sich daher mit einer Thalliumhalogenid-Niederdruckgasentladung eine farbveränderliche Lichtquelle über die Steuerung der Temperatur des Entladungsgefäßes realisieren. Unter der Nutzung von rot emittierenden Leuchtstoffen kann z.B. eine farbveränderliche Lampe realisiert werden, die von fast reiner grüner Emission (535 nm) über gelbe in rote Emission übergeht.

Stand der Technik:

Bereits bekannte im Markt befindliche, effiziente Niederdruckgasentladungslampen sind neben der Quecksilber-Edelgas Niederdruckentladungslampe (Leuchtstofflampe) die Natrium-Edelgas Niederdruckentladungslampe (Philips: SOX-Lampe).

Auf Halogeniden basierende effiziente Niederdruckentladungen sind z.B. in den Deutschen Patentanmeldungen 100 44 562.4 (Indiumhalogenide) sowie 100 44 563.2 (Kupferhalogenide) beschrieben.

Ausführungsbeispiel:

Die Verwendung von Tl-Halogeniden gegenüber reinem Tl erweist sich als vorteilhaft, da der Dampfdruck von Tl-Halogeniden wesentlich größer ist als von reinem Tl. So erreicht man mit Tl- Halogeniden schon bei 270 C einen für Niederdruckentladungen typischen Dampfdruck von einigen mbar, während man bei Tl etwa 600 C benötigt.

Von uns genauer untersucht wurden Lampen mit Thalliumbromid oder Thalliumchlorid als Füllung und Ar als Buffergas. Wahlweise wurde auch atomares Thallium als Bodenkörper zugesetzt. Abbildung 1 zeigt e...