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Ortsabhängige Teilnehmerverfügbarkeit / virtuelles Festnetz

IP.com Disclosure Number: IPCOM000009623D
Published in the IP.com Journal: Volume 2 Issue 10 (2002-10-25)
Included in the Prior Art Database: 2002-Oct-25
Document File: 2 page(s) / 53K

Publishing Venue

Siemens

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Juergen Carstens: CONTACT

Abstract

Teilnehmer in Telekommunikationsnetzen verfügen oft über mehrere verschiedene Anschlüsse, z.B. privater und dienstlicher Festnetzanschluss sowie privates und dienstliches Mobiltelefon. Dazu besitzt der Teilnehmer i.A. auch mehrere Endgeräte. Wünschenswert ist nur ein einziges Gerät bei gleicher Funktionalität, wobei gewährleistet werden soll, dass Berufs- und Privatleben deutlich getrennt werden können, d.h. beispielsweise keine dienstlichen Anrufe in der „Privatzeit“. Bisher wurde mit Hilfe von Profilen bzw. unterschiedlichen integrierten Telefonbüchern versucht, dienstliche und private Anrufe auf einem Endgerät zu ermöglichen, wobei die jeweilige Umstellung manuell oder zeitgesteuert erfolgt. Die erste Möglichkeit ist unkomfortabel (Umstellung kann vergessen werden) und die zweite Variante ist unflexibel. Es wird vorgeschlagen, die Trennung zwischen privaten und dienstlichen Gesprächen durch eine ortsabhängige Teilnehmerverfügbarkeit zu realisieren, wofür im Folgenden zwei Ansätze beschrieben werden sollen. Zuordnung mehrerer ortsabhängiger Rufnummern zu einem Endgerät Dem Mobiltelefon werden zwei Rufnummern (eine private und eine dienstliche) zugeordnet, wobei das Endgerät unter der privaten Nummer ortsunabhängig (also überall) und unter der dienstlichen Num-mer nur am Dienstort (z.B. Büro) erreichbar sein soll. Da die Entfernung zwischen Wohn- und Dienst-ort meist größer ist als die Größe einer Funkzelle, kann der Aufenthalt des Teilnehmers am Dienstort dadurch festgestellt werden, dass das Endgerät in der entsprechenden Funkzelle eingebucht ist. Die Ortsunschärfe aufgrund der Größe einer Funkzelle, die zu einer dienstlichen Erreichbarkeit nicht nur im Büro sondern auch in der Umgebung führt, z.B. während der Fahrt ins Büro oder nach Hause, kann vernachlässigt werden, da diese Strecke i.A. recht schnell überbrückt wird und die Unschärfe somit zeitlich begrenzt ist. Die Ortsunschärfe kann auch durch genauere Ortungsverfahren oder durch eine zeitliche Verzögerung der Aktivierung der dienstlichen Nummer nach Eintritt in die betreffende Funk-zelle verringert werden. Erfolgt ein Anruf in örtlicher Abwesenheit, so sind grundsätzlich alle bekannten Behandlungen des Falles „Teilnehmer nicht erreichbar“ denkbar, z.B. Rufumleitung an Mailbox oder einen Kollegen. Um dienstliche Anrufe auch während der Hin- und Rückfahrt zum/vom Dienstort entgegennehmen zu können, kann auch eine Negativauswahl von Funkzellen erfolgen, z.B. „Anrufe entgegennehmen, wenn außerhalb der Funkzelle des Wohnortes“. Darüber hinaus kann eine zeitliche Bedingung integ-riert werden, so dass auch bei Erfüllung der Ortsbedingung (Teilnehmer befindet sich in der Funkzelle des Arbeitsortes), z.B. am Wochenende dienstliche Anrufe automatisch abgewiesen werden. Durch die Zuordnung einer dritten Nummer, die nur in der Funkzelle des Wohnortes gilt, kann ein vir-tueller privater Festnetzanschluss realisiert werden. Diese Festnetznummer kann auch allen Mobil-funktelefonen der Mitbewohner zugeordnet werden, um einen Anschluss zu realisieren, der einem echten Festnetzanschluss gleichwertig ist. Für das Senden der eigenen Rufnummer bei abgehenden Anrufen wird vorgeschlagen, die vier ver-schiedenen Rufnummern in Abhängigkeit von Ort und Zeit zu priorisieren. Da die Übermittlung der dienstlichen Nummer an einen privaten Gesprächspartner eher unerwünscht ist als umgekehrt, er-scheint folgende Reihenfolge sinnvoll (Priorität von hoch nach niedrig): virtuelle Festnetznummer (dienstlich) – Mobilfunknummer (dienstlich) – virtuelle Festnetznummer (privat) – Mobilfunknummer (privat). Bei der Rufnummernübermittlung wird dann jeweils der erste Eintrag gewählt, für den örtliche und zeitliche Bedingung erfüllt sind. Alternativ kann die Auswahl der zu übermittelnden Rufnummer aber auch von der angerufenen Nummer abhängig gemacht werden. Der Algorithmus zur Auswahl der zu sendenden Nummer kann darüber hinaus zur Rechnungslegung verwendet werden, um dienstliche und private sowie Gespräche vom virtuellen Festnetz und Gespräche vom Mobilfunkanschluss ge-trennt zu verrechnen. Ortsabhängiges Abweisen von Anrufen bestimmter Rufnummern oder Rufnummergruppen Bei dieser Variante wird dem Endgerät mit einer einzigen Nummer eine ortsabhängige Black-/Whitelist zugeordnet, d.h. es wird festgelegt, wer den Teilnehmer an welchem Ort (und ggf. wann) erreichen kann. So können alle dienstlichen Anrufe außerhalb des Dienstortes abgewiesen werden. Diese Variante kann durch einen zusätzlichen Eintrag im integrierten Telefonbuch sogar im Endgerät realisiert werden, da die Adresse der aktuellen Funkzelle im Endgerät bekannt ist. Firmen können Mitarbeiter leichter dazu bewegen, ein Diensthandy anzunehmen (bzw. dem Privat-handy eine zusätzliche dienstliche Nummer zuzuordnen), da gewährleistet wird, dass in der Freizeit keine Dienstgespräche durchgestellt werden. Außerdem kann ein flexibles virtuelles Festnetz realisiert werden, ohne dass Festnetzapparate benötigt werden. Der Betreiber eines Mobilfunknetzes kann durch eine geeignete Tarifstruktur (geringere Gebühren bei virtuellen Festnetzanrufen) traditionelle Festnetznutzer zum Umstieg bewegen.

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S

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Ortsabhängige Teilnehmerverfügbarkeit / virtuelles Festnetz

Idea: Stefan Wieser, AT-Wien

Teilnehmer in Telekommunikationsnetzen verfügen oft über mehrere verschiedene Anschlüsse, z.B. privater und dienstlicher Festnetzanschluss sowie privates und dienstliches Mobiltelefon. Dazu besitzt der Teilnehmer i.A. auch mehrere Endgeräte. Wünschenswert ist nur ein einziges Gerät bei gleicher Funktionalität, wobei gewährleistet werden soll, dass Berufs- und Privatleben deutlich getrennt werden können, d.h. beispielsweise keine dienstlichen Anrufe in der "Privatzeit". Bisher wurde mit Hilfe von Profilen bzw. unterschiedlichen integrierten Telefonbüchern versucht, dienstliche und private Anrufe auf einem Endgerät zu ermöglichen, wobei die jeweilige Umstellung manuell oder zeitgesteuert erfolgt. Die erste Möglichkeit ist unkomfortabel (Umstellung kann vergessen werden) und die zweite Variante ist unflexibel.

Es wird vorgeschlagen, die Trennung zwischen privaten und dienstlichen Gesprächen durch eine ortsabhängige Teilnehmerverfügbarkeit zu realisieren, wofür im Folgenden zwei Ansätze beschrieben werden sollen.

Zuordnung mehrerer ortsabhängiger Rufnummern zu einem Endgerät

Dem Mobiltelefon werden zwei Rufnummern (eine private und eine dienstliche) zugeordnet, wobei das Endgerät unter der privaten Nummer ortsunabhängig (also überall) und unter der dienstlichen Num- mer nur am Dienstort (z.B. Büro) erreichbar sein soll. Da die Entfernung zwischen Wohn- und Dienst- ort meist größer ist als die Größe einer Funkzelle, kann der Aufenthalt des Teilnehmers am Dienstort dadurch festgestellt werden, dass das Endgerät in der entsprechenden Funkzelle eingebucht ist. Die Ortsunschärfe aufgrund der Größe einer Funkzelle, die zu einer dienstlichen Erreichbarkeit nicht nur im Büro sondern auch in der Umgebung führt, z.B. während der Fahrt ins Büro oder nach Hause, kann vernachlässigt werden, da diese Strecke i.A. recht schnell überbrückt wird und die Unschärfe somit zeitlich begrenzt ist. Die Ortsunschärfe kann auch durch genauere Ortungsverfahren oder durch eine zeitliche Verzögerung der Aktivierung der dienstlichen Nummer nach Eintritt in die betreffende Funk- zelle verringert werden.

Erfolgt ein Anruf in örtlicher Abwesenheit, so sind grundsätzlich alle bekannten Behandlungen des Falles "Teilnehmer nicht erreichbar" denkbar, z.B. Rufumleitung an Mailbox oder einen Kollegen.

Um dienstliche Anrufe auch während der Hin- und Rückfahrt zum/vom Dienstort entgegennehmen zu können, kann auch eine Negativauswahl von Funkzellen erfolgen, z.B. "Anrufe entgegennehmen, wenn außerhalb der Funkzelle des Wohnortes". Darübe...