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Verfahren zur Vermeidung vermittlungstechnischer Last durch nicht verfueg-bare Anschluesse

IP.com Disclosure Number: IPCOM000009686D
Published in the IP.com Journal: Volume 2 Issue 10 (2002-10-25)
Included in the Prior Art Database: 2002-Oct-25
Document File: 3 page(s) / 139K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

TDM- oder paketbasierte Vermittlungsstellen sind fuer die Steuerung des Verbindungsauf- und –ab-baus zwischen Leitungen und Anschluessen, sowie fuer die Bereitstellung der fuer die Verbindung notwendigen vermittlungstechnischen Leistungsmerkmale zustaendig. Ursachen fuer die mangelnde Zugreifbarkeit vermittlungstechnischer Ports (z.B. Leitungen zu anderen Vermittlungsstellen, Teilneh-meranschluesse, Nebenstellenanlagen) koennen sein:  bei TDM-basierten Vermittlungsstellen: Kabelbruch, Ausfall von ungedoppelten Uebertragungsein-richtungen bzw. von deren Schnittstellen, Ausfall von Access Networks oder Teilnehmeran-schlusskonzentratoren, (Teil-)Ausfall der fernen Vermittlungsstellen  bei paketbasierten Vermittlungsstellen: Ausfall von Routern oder Zugangsnetzen, von teilnehmer-nahen Einrichtungen (IADs, MTAs), von Trunking Gateways oder Access Gateways, (Teil-)Ausfall von fernen Vermittlungsstellen Derartiger Ausfaelle fuehren dazu, dass ein ausgehender Verbindungsaufbauwunsch (A-seitige Bele-gung) nicht signalisiert werden kann und dass eingehende B-seitige Belegungen durch das Vermitt-lungssystem nicht erfolgreich sind. Wiederholte Belegungsversuche durch den fernen Teilnehmer fuehren darueber hinaus zu einer unerwuenschten, hohen Blindlast. Besonders kritisch sind dabei solche Fehlerereignisse, die zu einer gleichzeitigen, massenhaften Nichtverfuegbarkeit von vermitt-lungstechnischer Peripherie eines Vermittlungssystems fuehren. Zur Vermeidung solcher Blindlast und zur Statusausgabe an den Bediener werden die Zustaende  blocked: wegen Zugriffs- oder Hardwareproblemen bzw. wegen Bedienersperren nicht erreichbar bzw.  unblocked: offen fuer A- oder B-seitige Belegungswuensche der peripheren Ports von der Vermittlungsstelle verwaltet. Diese Statusinformationen koennen bei B-seitigen Belegungsversuchen herangezogen werden, um einen nicht erfolgreichen Verbindungsver-such fruehzeitig abzuwehren. Dadurch werden vermittlungsstelleninterne Ressourcen geschont, was die Verfuegbarkeit der Vermittlungsstelle fuer die Verbindungssteuerung verfuegbarer Ports erhoeht. In TDM-basierten Netzen kennt die Vermittlungsstelle die gesamte Hierarchie der peripheren Bau-gruppen und kann so nicht verfuegbare Ports teilnehmeranschluss- bzw. leitungsgenau oder Gruppen von Teilnehmeranschluessen bzw. Leitungen als blocked vermerken. Die Verwaltung von Teilnehme-ranschluessen, die ueber Access Networks angebunden sind erfolgt durch den Austausch des Port-status ueber die Schnittstelle zwischen Access Network und Vermittlungsstelle in der gleichen Weise. In paketbasierten Netzen verwaltet die Vermittlungsstelle die Teilnehmeranschluesse und Leitungen einzeln, da die Hardwarekonfiguration fuer die Anbindung an das Paketnetz nicht in der Vermittlungs-stelle bekannt ist. Ggf. koennen jedoch nach Gesichtspunkten der Netztopologie und der internen Erweiterungsgranularitaet ihrer Ressourcen Zusammenfassungen zu Gruppen erfolgen. Abbildung 1 zeigt den Aufbau einer Vermittlungsstelle. Sie besteht aus einem zentralen Teil (CP) mit koordinierenden Aufgaben sowie mehreren peripheren Anteilen (PEs). Fuer die Vermeidung von Blindlast waere eine jederzeit aktuelle Zustandsfuehrung im zentralen Teil noetig, was jedoch einen hohen Interkommunikationsaufwand zwischen CP und PEs bedeutet. Im Hinblick auf die aktuelle Verfuegbarkeit von Ports waere der voellige Verzicht auf die Auswertung eines externen Portzustan-des vor vermittlungstechnischer Belegung auf der B-Seite ideal. In Ausfallsituationen hat dies aber die groesstmoegliche Blindlast in CP und PEs der Vermittlungsstelle zur Folge. Die Portzustandinformationen sind also so zu hinterlegen und beim Verbindungsaufbau auszuwerten, dass  hohe Blindlast durch B-seitige Belegung von Ports, die bereits als nicht zugreifbar bekannt sind, vermeiden wird,  bei der Aktualisierung verteilter Portzustandsinformationen in PEs und CP keine hohe Last ent-steht,  ausgefallene Ports unmittelbar nach Wiederverfuegbarkeit belegt werden koennen,  die Verfuegbarkeit des Vermittlungssystems insbesondere im Fall von Massenausfall und haeufi-gem kurzzeitigen Teilausfall von grossen Peripherieanteilen in paketbasierten Netzen gewaehr-leistet ist und  interne Nachrichtenfluten bei In- und Ausserbetriebnahme von Teilen der Vermittlungsstelle oder von Peripheriebereichen weitgehend vermieden werden.

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Verfahren zur Vermeidung vermittlungstechnischer Last durch nicht verfueg- bare Anschluesse

Idea: Dr. Norbert Loebig, DE-Muenchen; Robert Schmelter, DE-Muenchen

TDM- oder paketbasierte Vermittlungsstellen sind fuer die Steuerung des Verbindungsauf- und -ab- baus zwischen Leitungen und Anschluessen, sowie fuer die Bereitstellung der fuer die Verbindung notwendigen vermittlungstechnischen Leistungsmerkmale zustaendig. Ursachen fuer die mangelnde Zugreifbarkeit vermittlungstechnischer Ports (z.B. Leitungen zu anderen Vermittlungsstellen, Teilneh- meranschluesse, Nebenstellenanlagen) koennen sein:

[g183] bei TDM-basierten Vermittlungsstellen: Kabelbruch, Ausfall von ungedoppelten Uebertragungsein- richtungen bzw. von deren Schnittstellen, Ausfall von Access Networks oder Teilnehmeran- schlusskonzentratoren, (Teil-)Ausfall der fernen Vermittlungsstellen

[g183] bei paketbasierten Vermittlungsstellen: Ausfall von Routern oder Zugangsnetzen, von teilnehmer- nahen Einrichtungen (IADs, MTAs), von Trunking Gateways oder Access Gateways, (Teil-)Ausfall von fernen Vermittlungsstellen

Derartiger Ausfaelle fuehren dazu, dass ein ausgehender Verbindungsaufbauwunsch (A-seitige Bele- gung) nicht signalisiert werden kann und dass eingehende B-seitige Belegungen durch das Vermitt- lungssystem nicht erfolgreich sind. Wiederholte Belegungsversuche durch den fernen Teilnehmer fuehren darueber hinaus zu einer unerwuenschten, hohen Blindlast. Besonders kritisch sind dabei solche Fehlerereignisse, die zu einer gleichzeitigen, massenhaften Nichtverfuegbarkeit von vermitt- lungstechnischer Peripherie eines Vermittlungssystems fuehren.

Zur Vermeidung solcher Blindlast und zur Statusausgabe an den Bediener werden die Zustaende

[g183] blocked: wegen Zugriffs- oder Hardwareproblemen bzw. wegen Bedienersperren nicht erreichbar bzw.

[g183] unblocked: offen fuer A- oder B-seitige Belegungswuensche

der peripheren Ports von der Vermittlungsstelle verwaltet. Diese Statusinformationen koennen bei B- seitigen Belegungsversuchen herangezogen werden, um einen nicht erfolgreichen Verbindungsver- such fruehzeitig abzuwehren. Dadurch werden vermittlungsstelleninterne Ressourcen geschont, was die Verfuegbarkeit der Vermittlungsstelle fuer die Verbindungssteuerung verfuegbarer Ports erhoeht.

In TDM-basierten Netzen kennt die Vermittlungsstelle die gesamte Hierarchie der peripheren Bau- gruppen und kann so nicht verfuegbare Ports teilnehmeranschluss- bzw. leitungsgenau oder Gruppen von Teilnehmeranschluessen bzw. Leitungen als blocked vermerken. Die Verwaltung von Teilnehme- ranschluessen, die ueber Access Networks angebunden sind erfolgt durch den Austausch des Port- status ueber die Schnittstelle zwischen Access Network und Vermittlungsstelle in der gleichen Weise. In paketbasierten Netzen verwaltet die Vermittlungsstelle die Teilnehmeranschluesse und Leitungen einzeln, da die Hardwarekonfiguration fuer die Anbindung an das Pak...