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Prozess und Vorrichtung zum umlagerungsfreien Transport von Patienten zwischen medizintechnischen Systemen zur Bildgebung und Therapie

IP.com Disclosure Number: IPCOM000010411D
Published in the IP.com Journal: Volume 2 Issue 12 (2002-12-25)
Included in the Prior Art Database: 2002-Dec-25
Document File: 6 page(s) / 277K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Die Erfindung ist eine Vorrichtung zum umlagerungsfreien Transport von Patienten zwischen medizinischen Systemen zur Bildgebung und Therapie. Bei bekannten Prozessen zum Transport von Patienten zwischen medizinischen Systemen zur Bildgebung und Therapie erfolgt dieser zwischen verschiedenen Modalitätentischen, die unterschiedliche inkompatible Tischplatten sowie inkompatible Fahrsysteme aufweisen. Aufgrund dieser vorgegebenen Tatsachen muss an einem Patienten, wenn er zur Untersuchung oder Behandlung zu den einzelnen Modalitäten gebracht werden soll, eine hohe Anzahl an Umlagerungen vorgenommen werden. Zusätzlich ergeben sich lange Rüstzeiten im Modalitätenraum. Bislang werden dazu die Patienten vom Krankenhausbett auf eine Transportliege unter Einsatz der körperlichen Kraft von Krankenhausangestellten umgelagert. Es existieren zwar Transportliegen mit dedizierten Einsätzen für vaskuläre Eingriffe, diese sind jedoch nicht Modalitäten-übergreifend. Durch den Einsatz eines Modalitätentisches mit einer Multi-Modalitätentischplatte, die kompatibel zu den CT-, Angiographie- und MR-Tischen ist, können mehrfache Umlagerungen des Patienten vermieden werden. Diese Multi-Modalitäten-Tischplatte wird mittels eines fahrbaren Transportrahmens aus dem Sockel eines Modalitätentisches angehoben und kann als Shuttle-System entweder zum nächsten erforderlichen Modalitätentisch oder zum Krankenhausbett gefahren werden. Dort kann es wieder in die entsprechende Aufnahme abgesenkt werden. Nach Trennung des Transportrahmens von der Multi-Modalitäten-Tischplatte kann die eigentliche Untersuchung beginnen. Durch diese Ausführung wird der Workflow des Patienten erheblich vereinfacht. So wird der Patient innerhalb des Trauma-Workflows vom Notfallraum über den CT-Raum und Operationssaal in die Intensivstation gebracht, wobei er nicht umgelagert zu werden braucht. Auch der Angiographie-Workflow vereinfacht sich. Der Patient wird von der Krankenstation mittels des Shuttles in den Vorbereitungsraum, dann in den Angiographieraum, wo er untersucht wird, anschließend wird er zurück transportiert über den Vorbereitungsraum zur Krankenstation. Auch hier ist lediglich eine Umlagerung des Patienten im Bereich der Krankenstation erforderlich. Beim Intensiv-Workflow gelangt der Patient von der Intensivstation in den CT-Raum zur Untersuchung und kann anschließend wieder in die Intensivstation mit der gleichen Tischplatte des Shuttles zurückgebracht werden. Die Vorteile dieser Vorrichtung sind eine Reduzierung der Anzahl an Patientenumlagerungen, eine Reduktion der potenziellen Verletzungsgefahren von Mehrfachverletzten bei Umlagerungen, Erhöhung der Raumnutzungszeit in Modalitäten, Beschleunigung des Patiententransfers und Verbesserung der Patiententransportergonomie für Krankenhausangestellte. Ein möglicher Workflow wird folgendermaßen beschrieben: beispielsweise wird mittels eines Hubschraubers ein Unfallpatient zum Krankenhaus gebracht, dessen Räume in der Figur 1 in Übersicht dargestellt sind. Bei der Notfallaufnahme wird der Patient auf die Tischplatte des Shuttles gelegt und mittels des Transportrahmens zur Unfallstation gebracht (Figur 2). Dort wird er an den Sockel einer Röntgendiagnostikeinrichtung gefahren, der sich in einer Parkstellung befindet (Figur 3). Der Sockel wird abgesenkt und der Tragrahmen für die Aufnahme der Tischplatte seitlich ausgefahren (Figur 4). Nun wird der Shuttle derart positioniert, dass die Tischplatte über dem Tragrahmen liegt, wobei ineinandergreifende, sowohl am Shuttle als auch am Sockel angebrachte Führungselemente bei der exakten Positionierung helfen (Figur 5). Anschließend wird der Tragrahmen angehoben, bis die Tischplatte auf diesem liegt, und die Tischplatte mit dem Tragrahmen des Sockels gekoppelt (Figur 6). Nun kann der Transportrahmen des Shuttles aus der Aufnahmevorrichtung der Tischplatte gezogen und beiseite gestellt werden (Figur 7). Der Sockel ist nun mit der Tischplatte fest verbunden, so dass sich ein Röntgentisch ergibt und die erforderlichen Untersuchungen durchgeführt werden können (Figur 8). Anschließend wird die Tischplatte in die Parkposition gefahren, der Transportrahmen herbeigeholt und mit der Aufnahmevorrichtung für die Tischplatte verbunden, der Tragrahmen des Röntgentisches abgesenkt, so dass der Patient wieder in den nächsten Raum gefahren werden kann.

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Prozess und Vorrichtung zum umlagerungsfreien Transport von Patienten zwischen medizintechnischen Systemen zur Bildgebung und Therapie

Idea: Dr. Mark Lothert, DE-Forchheim; Michael Pflaum, DE-Forchheim

Die Erfindung ist eine Vorrichtung zum umlagerungsfreien Transport von Patienten zwischen medizinischen Systemen zur Bildgebung und Therapie.

Bei bekannten Prozessen zum Transport von Patienten zwischen medizinischen Systemen zur Bildgebung und Therapie erfolgt dieser zwischen verschiedenen Modalitätentischen, die unterschiedliche inkompatible Tischplatten sowie inkompatible Fahrsysteme aufweisen. Aufgrund dieser vorgegebenen Tatsachen muss an einem Patienten, wenn er zur Untersuchung oder Behandlung zu den einzelnen Modalitäten gebracht werden soll, eine hohe Anzahl an Umlagerungen vorgenommen werden. Zusätzlich ergeben sich lange Rüstzeiten im Modalitätenraum.

Bislang werden dazu die Patienten vom Krankenhausbett auf eine Transportliege unter Einsatz der körperlichen Kraft von Krankenhausangestellten umgelagert. Es existieren zwar Transportliegen mit dedizierten Einsätzen für vaskuläre Eingriffe, diese sind jedoch nicht Modalitäten-übergreifend.

Durch den Einsatz eines Modalitätentisches mit einer Multi-Modalitätentischplatte, die kompatibel zu den CT-, Angiographie- und MR-Tischen ist, können mehrfache Umlagerungen des Patienten vermieden werden. Diese Multi-Modalitäten-Tischplatte wird mittels eines fahrbaren Transportrahmens aus dem Sockel eines Modalitätentisches angehoben und kann als Shuttle-System entweder zum nächsten erforderlichen Modalitätentisch oder zum Krankenhausbett gefahren werden. Dort kann es wieder in die entsprechende Aufnahme abgesenkt werden. Nach Trennung des Transportrahmens von der Multi-Modalitäten-Tischplatte kann die eigentliche Untersuchung beginnen.

Durch diese Ausführung wird der Workflow des Patienten erheblich vereinfacht. So wird der Patient innerhalb des Trauma-Workflows vom Notfallraum über den CT-Raum und Operationssaal in die Intensivstation gebracht, wobei er nicht umgelagert zu werden braucht. Auch der Angiographie- Workflow vereinfacht sich. Der Patient wird von der Krankenstation mittels des Shuttles in den Vorbereitungsraum, dann in den Angiographieraum, wo er untersucht wird, anschließend wird er zurück transportiert über den Vorbereitungsraum zur Krankenstation. Auch hier ist lediglich eine Umlagerung des Patienten im Bereich der Krankenstation erforderlich. Beim Intensiv-Workflow gelangt der Patient von der Intensivstation in den CT-Raum zur Untersuchung und kann anschließend wieder in die Intensivstation mit der gleichen Tischplatte des Shuttles zurückgebracht werden.

Die Vorteile dieser Vorrichtung sind eine Reduzierung der Anzahl an Patientenumlagerungen, eine Reduktion der potenziellen Verletzungsgefahren von Mehrfachverletzten bei Umlagerungen, Erhöhung der Raumnutzungszeit in Modalitäten, Beschleunigung des Patiententransfers und Verbesserung der Patiententransportergonomie für...