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Verfahren zur Bereitstellung und Ausfuehrung von vermittlungstechnischen Funktionen an einem Vermittlungsamt fuer Teilnehmer, die nicht an diesem, sondern an beliebigen Vermittlungsaemtern des Netzes angeschlossen sind

IP.com Disclosure Number: IPCOM000010638D
Published in the IP.com Journal: Volume 3 Issue 1 (2003-01-25)
Included in the Prior Art Database: 2003-Jan-25
Document File: 2 page(s) / 53K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

In einem vermittlungstechnischen Netz werden Funktionen und Leistungsmerkmale im Allgemeinen von den Vermittlungsaemtern fuer die lokal angeschlossenen Teilnehmeranschluesse bereitgestellt. Hinzu kommen zentrale Server und Funktionseinheiten, die netzweite Funktionen (z.B. IN-Dienste) bereitstellen. So genannte Teilnehmerfunktionen („Subscriber Features“) werden aber immer nur von dem Vermittlungsamt bereitgestellt, an das der Teilnehmeranschluss physikalisch und administrativ gebunden ist. In einem Netz eines Betreibers, das aus Vermittlungsaemtern verschiedener Hersteller besteht, kann es fuer die Teilnehmeranschluesse zu unterschiedlichen Feature-Auspraegungen und Funktionalitaeten kommen, abhaengig davon, an welchem Vermittlungsamt der Anschluss liegt. Insbesondere bei nicht standardisierten Funktionen (z.B. Centrex) kann es hier zu grossen Unterschieden bezueglich des Funktionsumfangs kommen. Viele, aber nicht alle Funktionen, wurden standardisiert, sind aber nicht an allen Vermittlungsaemtern aller Hersteller realisiert. Dem Netzbetreiber bleibt meist nur die Loesung, die Teilmenge an Funktionen seinen Teilnehmern anzubieten, die von allen installierten Vermittlungsaemtern des Netzes bereitgestellt werden, um eine Gleichbehandlung aller Teilnehmer zu gewaehrleisten. Technische Loesungen existieren nur fuer Netzfunktionen wie IN-Dienste. Im Unterschied zu einzelnen vorhandenen Loesungen benoetigt das nachstehend beschriebene Verfahren keine IN-Funktionen. Das Verfahren beinhaltet das Anmelden, Identifizieren und Authentifizieren eines Teilnehmers an einem zweiten Vermittlungsamt, das ihm Dienste und Funktionen bereitstellen kann, die von dem lokalen Vermittlungsamt nicht oder teurer angeboten werden. Mit dem Anmelden koennen vordefinierte Funktionen aktiviert werden, mit dem Abmelden werden diese wieder deaktiviert. Denkbar ist auch eine administrative An- und Abmeldung durch den Netzbetreiber. Das Vermittlungsamt stellt fuer solche „temporaeren Fremdanschluesse“ bestimmte vermittlungstechnische Funktionen bereit (Routing, Vergebuehrung, Veraendern der anzuzeigenden Rufnummern, Teilnehmerfunktionen wie Anklopfen, Teleworker,...) und verwaltet den Fremdanschluss in seiner Datenbasis. Damit koennen sowohl Funktionen fuer abgehende Rufe des Fremdanschlusses, als auch fuer ankommende Rufe an den Fremdanschluss, die ueber das steuernde Vermittlungsamt gefuehrt werden, bereitgestellt werden. Massgeblicher Vorteil dieses Verfahrens ist, dass im Gegensatz zu bisherigen Loesungen das lokale Vermittlungsamt unbeeinflusst bleibt, d.h. nicht an neue Schnittstellen oder Funktionen angepasst und damit per Hardware oder Software aufgeruestet werden muss. Stattdessen werden nur administrative und vermittlungstechnische Funktionen benutzt, die seit vielen Jahren standardisiert sind und ueblicherweise von allen Herstellern angeboten werden. Die Idee besteht im Nutzen von standardisierten vermittlungstechnischen Meldungen zur Anmeldung, Identifizierung und Authentifizierung eines Teilnehmers an einem anderen Vermittlungsamt und damit einem Aktivieren einer zusaetzlichen vermittlungstechnischen Funktionalitaet fuer einen begrenzten Zeitraum. Als standardisierter Meldungsablauf kann beispielsweise der Ablauf von „Remote Subscriber Controlled Input“ verwendet werden. Diese Meldungen beinhalten alle relevanten Informationen inklusive Identification Codes fuer die Authentifizierung. Das lokale Vermittlungsamt muss gewaehrleisten, dass alle Rufe des Teilnehmers zum zweiten Vermittlungsamt weitergegeben werden koennen. Dies ist durch direkte Administration oder Wahl spezieller Ziffern fuer den Verbindungsaufbau eines Anschlusses oder Rufnummer im lokalen Amt zum zweiten Amt moeglich (ursprungsabhaengiges oder funktionsspezifisches Routen). Je nach vorhandener Funktionalitaet kann im lokalen Amt diese Zuordnung fest an den Anschluss, eine Rufnummer, oder temporaer abhaengig von den oben genannten Meldungen erfolgen. Im zweiten Amt wird die Meldung empfangen, der Teilnehmer anhand der mitgelieferten Rufnummern identifiziert und temporaer administrativ eingerichtet. Die mitgelieferten Identification Codes und Passwoerter werden ueberprueft, und bei positivem Ergebnis werden die neuen Funktionen fuer diesen Fremdanschluss freigeschaltet. Mittels eines aehnlichen Ablaufs koennen diese Funktionen auch wieder deaktiviert werden. Alternativ kann auch durch standardisierte Verfahren der Teilnehmeradministration der Teilnehmer vom Betreiber aus angemeldet und damit diese Funktion aktiviert (bzw. wieder deaktiviert) werden, was den oben genannten Meldungsablauf erspart. Ebenso ist es denkbar, dass der Teilnehmer dauerhaft diese Zusatzfunktionen des fremden Vermittlungsamtes nutzt (insbesondere bei einer rein administrativ erfolgten Anmeldung und Aktivierung). Das hier beschriebene Verfahren erlaubt es auch, dass der Teilnehmer sich von unterschiedlichen Fremdanschluessen aus meldet (z.B. auf Dienstreise, im Urlaub, als Teleworker), und trotzdem den gleichen Funktionsumfang des zweiten Amtes angeboten bekommt.

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Verfahren zur Bereitstellung und Ausfuehrung von vermittlungstechnischen Funktionen an einem Vermittlungsamt fuer Teilnehmer, die nicht an diesem, sondern an beliebigen Vermittlungsaemtern des Netzes angeschlossen sind

Idea: Udo Klotz, DE-Muenchen; Michael Geissler, AT-Wien; Bart Reynaert, BE-Gent; Dr. Jochen

Walz, DE-Muenchen

In einem vermittlungstechnischen Netz werden Funktionen und Leistungsmerkmale im Allgemeinen von den Vermittlungsaemtern fuer die lokal angeschlossenen Teilnehmeranschluesse bereitgestellt. Hinzu kommen zentrale Server und Funktionseinheiten, die netzweite Funktionen (z.B. IN-Dienste) bereitstellen. So genannte Teilnehmerfunktionen ("Subscriber Features") werden aber immer nur von dem Vermittlungsamt bereitgestellt, an das der Teilnehmeranschluss physikalisch und administrativ gebunden ist.

In einem Netz eines Betreibers, das aus Vermittlungsaemtern verschiedener Hersteller besteht, kann es fuer die Teilnehmeranschluesse zu unterschiedlichen Feature-Auspraegungen und Funktionalitaeten kommen, abhaengig davon, an welchem Vermittlungsamt der Anschluss liegt. Insbesondere bei nicht standardisierten Funktionen (z.B. Centrex) kann es hier zu grossen Unterschieden bezueglich des Funktionsumfangs kommen.

Viele, aber nicht alle Funktionen, wurden standardisiert, sind aber nicht an allen Vermittlungsaemtern aller Hersteller realisiert. Dem Netzbetreiber bleibt meist nur die Loesung, die Teilmenge an Funktionen seinen Teilnehmern anzubieten, die von allen installierten Vermittlungsaemtern des Netzes bereitgestellt werden, um eine Gleichbehandlung aller Teilnehmer zu gewaehrleisten. Technische Loesungen existieren nur fuer Netzfunktionen wie IN-Dienste. Im Unterschied zu einzelnen vorhandenen Loesungen benoetigt das nachstehend beschriebene Verfahren keine IN- Funktionen.

Das Verfahren beinhaltet das Anmelden, Identifizieren und Authentifizieren eines Teilnehmers an einem zweiten Vermittlungsamt, das ihm Dienste und Funktionen bereitstellen kann, die von dem lokalen Vermittlungsamt nicht oder teurer angeboten werden. Mit dem Anmelden koennen vordefinierte Funktionen aktiviert werden, mit dem Abmelden werden diese wieder deaktiviert. Denkbar ist auch eine administrative An- und Abmeldung durch den Netzbetreiber.

Das Vermittlungsamt stellt fuer solche "temporaeren Fremdanschluesse" bestimmte vermittlungstechnische Funktionen bereit (Routing, Vergebuehrung, Veraendern der anzuzeigenden Rufnummern, Teilnehmerfunktionen wie Anklopfen, Teleworker,...) und verwaltet den Fremdanschluss in seiner Datenbasis. Damit koennen sowohl Funktionen fuer abgehende Rufe des Fremdanschlusses, als auch fuer ankommende Rufe an den Fremdanschluss, die ueber das ste...