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Abstimmung mit Bluetooth-Technologie

IP.com Disclosure Number: IPCOM000011195D
Original Publication Date: 2003-Mar-25
Included in the Prior Art Database: 2003-Mar-25
Document File: 1 page(s) / 51K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Als Ersatz fuer Kabel und Infrarot konzipiert, ist Bluetooth ein Funksystem zur Uebertragung von Sprache und Daten. Es bietet Datenraten von 57 Kbit/s bis 721 Kbit/s bei einer Reichweite von 10 Metern. Durch eine Erweiterung (FEC – Forward Error Connection) ist eine Datenuebertragung bis zu 100 Metern moeglich. Der Standard sieht eine Verschluesselung sowie bis zu acht parallele Verbindungen vor. Muss beispielsweise eine Abstimmung zur Entscheidung einer Angelegenheit, etwa in Besprechungszimmern oder in Konferenzsaelen, abgehalten werden, so ist sie bei der Ausfuehrung und Auswertung mit einigem Aufwand verbunden. Dies gilt insbesondere, wenn die Teilnehmer anonym bleiben sollen. Der hier vorgestellte Vorschlag setzt voraus, dass alle Teilnehmer im Besitz eines Mobilfunkgeraetes sind, welches die Bluetooth-Technik unterstuetzt. Der darauf aufbauende Dienst „Abstimmung“ ist fester Bestandteil des Betriebssystems. Somit entstehen, abgesehen vom geringen Stromverbrauch der Geraete, keine Kosten. Der Initiator der Abstimmung kann diese entweder mit einem Mobiltelefon, einem PDA (Personal Digital Assistant) oder einem Notebook durchfuehren. Vorgegeben sind dazu zwei Moeglichkeiten: die Abstimmung an alle oder an einen Verteiler. Bei der ersten Moeglichkeit tragen die Antworten aller im Raum Sitzenden zum Gesamtergebnis bei. Der Initiator definiert dazu seine Fragen im voraus und sendet sie bei Bedarf als Broadcast-Message. Diese wird von allen Teilnehmern gleichzeitig empfangen und die automatische Diensterkennung der einzelnen Geraete identifiziert sie als Abstimmung. Die Absender-ID des Initiatorgeraetes wird fuer den spaeteren Verbindungsaufbau gespeichert und der Text der abzustimmenden Angelegenheit auf dem Display angezeigt. Der Teilnehmer kann dann eine der vorgegebenen Antworten mittels der zugehoerigen Ziffern auswaehlen. Danach kann er auf die gleiche Weise angeben, ob er seine Stimme anonym abgeben moechte oder nicht. Anhand der Absender-ID nimmt das Mobilgeraet des Teilnehmers Verbindung mit dem Geraet des Initiators auf und uebertraegt die Antwort(en) sowie – bei nicht anonymer Abstimmung – die eigene Telefonnummer. Diese Daten werden dabei grundsaetzlich verschluesselt uebertragen. Aufgrund der geringen Datenmenge kann die Verbindung aeusserst kurz gehalten werden. Dennoch ist es, in Abhaengigkeit der Leistungsfaehigkeit des Initiatorgeraetes, moeglich, dass es zu Kollisionen kommt und keine Verbindung aufgebaut werden kann. In diesem Fall wird der Verbindungsaufbau nach einer vom Zufallsgenerator bestimmten Zeit so oft wiederholt, bis die Daten erfolgreich uebertragen werden koennen. Eine erfolgreiche Datenuebertragung wird jedem Teilnehmer angezeigt. Beim Initiator der Abstimmung treffen die Daten nacheinander ein, und er kann sofort die Anzahl der Antworten und das Gesamtergebnis ablesen. Bei nicht anonymer Abstimmung sind die Antworten zusaetzlich noch den jeweiligen Teilnehmern zuzuordnen. Bei der zweiten Abstimmungsmoeglichkeit, der Abstimmung ueber einen Verteiler, werden die Teilnehmer vorher durch den Initiator selektiert und in einen Verteiler aufgenommen, der ueber die Kontakte oder das lokale Adressbuch zusammengestellt wird. Sind einer oder mehrere Teilnehmer abwesend, so koennen sie fuer die aktuelle Abstimmung deaktiviert werden, ohne den Verteiler dauerhaft zu aendern. Der Verteiler selbst besteht aus einer Aneinanderreihung von Telefonnummern, die zusammen mit der Broadcast-Message verschickt werden. Wenn die Mobilfunkgeraete der Teilnehmer die Nachricht empfangen, erkennen die Geraete automatisch den Dienst „Abstimmung mit Verteiler“ und zeigen die Abfrage nur an, wenn die eigene Telefonnummer unter den versendeten ist. Dadurch wird eine Manipulation der Abstimmung verhindert, beispielsweise wenn ein Teilnehmer mehr als ein Geraet dabei hat oder er nicht stimmberechtigt ist. Der weitere Ablauf entspricht der oben beschriebenen Vorgehensweise. Die Sicherheit der Abstimmung ist gewaehrleistet, da: 1. Ueberschneidungen von Abfrageergebnissen ausgeschlossen sind, weil jede neue Broadcast-Message die vorhergehende Abfrage ueberschreibt. 2. alle Antworten verschluesselt uebertragen werden. 3. die Anzahl der Antworten dem Initiator mitgeteilt wird und bei Ueberschreitung der erwarteten Anzahl eine Warnmeldung ausgegeben wird.

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S

© SIEMENS AG 2003 file: 2002J15155.doc page: 1

Abstimmung mit Bluetooth-Technologie

Idea: Peter Schaub, DE-Muenchen

Als Ersatz fuer Kabel und Infrarot konzipiert, ist Bluetooth ein Funksystem zur Uebertragung von Sprache und Daten. Es bietet Datenraten von 57 Kbit/s bis 721 Kbit/s bei einer Reichweite von 10 Metern. Durch eine Erweiterung (FEC - Forward Error Connection) ist eine Datenuebertragung bis zu 100 Metern moeglich. Der Standard sieht eine Verschluesselung sowie bis zu acht parallele Verbindungen vor.

Muss beispielsweise eine Abstimmung zur Entscheidung einer Angelegenheit, etwa in Besprechungszimmern oder in Konferenzsaelen, abgehalten werden, so ist sie bei der Ausfuehrung und Auswertung mit einigem Aufwand verbunden. Dies gilt insbesondere, wenn die Teilnehmer anonym bleiben sollen.

Der hier vorgestellte Vorschlag setzt voraus, dass alle Teilnehmer im Besitz eines Mobilfunkgeraetes sind, welches die Bluetooth-Technik unterstuetzt. Der darauf aufbauende Dienst "Abstimmung" ist fester Bestandteil des Betriebssystems. Somit entstehen, abgesehen vom geringen Stromverbrauch der Geraete, keine Kosten. Der Initiator der Abstimmung kann diese entweder mit einem Mobiltelefon, einem PDA (Personal Digital Assistant) oder einem Notebook durchfuehren. Vorgegeben sind dazu zwei Moeglichkeiten: die Abstimmung an alle oder an einen Verteiler.

Bei der ersten Moeglichkeit tragen die Antworten aller im Raum Sitzenden zum Gesamtergebnis bei. Der Initiator definiert dazu seine Fragen im voraus und sendet sie bei Bedarf als Broadcast-Message. Diese wird von allen Teilnehmern gleichzeitig empfangen und die automatische Diensterkennung der einzelnen Geraete identifiziert sie als Abstimmung. Die Absender-ID des Initiatorgeraetes wird fuer den spaeteren Verbindungsaufbau gespeichert und der Text der abzustimmenden Angelegenheit auf dem Display angezeigt. Der Teilnehmer kann dann eine der vorgegebenen Antworten mittels der zugehoerigen Ziffern auswaehlen. Danach kann er auf die gleiche Weise angeben, ob er seine Stimme anonym abgeben moechte oder nicht. Anhand der Absender-ID nimmt das Mobilgeraet des Teilnehmers Verbindung mit dem Geraet des Initiators auf und uebertraegt die Antwort(en) so...