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Unterstuetzung der Fahrzeugbremse durch eine geeignete Betriebsartenwahl

IP.com Disclosure Number: IPCOM000011822D
Published in the IP.com Journal: Volume 3 Issue 4 (2003-04-25)
Included in the Prior Art Database: 2003-Apr-25
Document File: 1 page(s) / 49K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Moderne Motorenkonzepte sind darauf ausgelegt, einen Antriebsverbrennungsmotor eines Kraftfahrzeugs moeglichst verlustarm und damit ungedrosselt zu betreiben, wodurch sich der Benzinverbrauch verringert. Dieser Vorteil ist jedoch z.B. bei einer laengeren Bergabfahrt oder in anderen Betriebszustaenden nachteilig, bei denen eine Bremswirkung erwuenscht ist, da durch die verringerte Bremswirkung des Motors die Bremsanlage staerker beansprucht werden muss. Um eine Ueberlastung der Bremsanlage zu vermeiden, ist in diesem Fall ein erhoehtes Verlustmoment des Motors hilfreich. In derartigen Betriebszustaenden befindet sich die Brennkraftmaschine in der Regel in der Schubabschaltung, d.h. es wird kein Kraftstoff in die Zylinder zugemessen. Die Idee besteht nun darin, diejenigen Verfahren und Konzepte, die bei einem Vortriebsmodus zur Verringerung der Motorverlustleistung beitragen, gezielt dafuer einzusetzen, dass sie einen Verzoegerungsmodus bzw. ein Abbremsen unterstuetzen. Diese Unterstuetzung besteht zumeist darin, dass die entsprechenden Verfahren zur Reduzierung der Verlustleistung ausgesetzt werden und der Motor damit verstaerkt die Bremsanlage bei der Verzoegerung unterstuetzen kann. Beispielsweise wird bei GDI (Gasoline Direct Injection) bei einer laengeren Bergabfahrt der Schichtbetrieb und der homogen-mager Betrieb unterbunden. Damit wird der Motor homogen-stoechiometrisch arbeiten, was zum Schliessen der Drosselklappe und damit zu erhoehten Verlusten fuehrt. Das wiederum fuehrt zu einer erhoehten Bremswirkung durch den Motor. Die Unterbindung des HCCI (Homogeneous Charge Compression Ignition) Modus fuehrt ebenfalls zu einem homogen-stoechiometrischen Betrieb und damit zu erhoehten Verlusten. Bei variablem Ventilhub und EVT (Electronic Valve Timing) werden die Ventile auf einen kleineren Hub umgeschaltet, wodurch auch die Verlustleistung erhoeht wird. Die Entscheidung, wann durch eine geeignete Betriebsart die Verlustleistung erhoeht wird, kann in Abhaengigkeit von der Staerke, der Dauer oder der Haeufigkeit der Bremspedalbetaetigung getroffen werden. Es kann aber auch ein individueller Fahrstil des jeweiligen Fahrers mit einbezogen werden.

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S

© SIEMENS AG 2003 file: 2002J19135.doc page: 1

Unterstuetzung der Fahrzeugbremse durch eine geeignete Betriebsartenwahl

Idea: Dr. Hong Zhang, DE-Regensburg; Frank Weiss, DE-Regensburg

Moderne Motorenkonzepte sind darauf ausgelegt, einen Antriebsverbrennungsmotor eines Kraftfahrzeugs moeglichst verlustarm und damit ungedrosselt zu betreiben, wodurch sich der Benzinverbrauch verringert. Dieser Vorteil ist jedoch z.B. bei einer laengeren Bergabfahrt oder in anderen Betriebszustaenden nachteilig, bei denen eine Bremswirkung erwuenscht ist, da durch die verringerte Bremswirkung des Motors die Bremsanlage staerker beansprucht werden muss. Um eine Ueberlastung der Bremsanlage zu vermeiden, ist in diesem Fall ein erhoehtes Verlustmoment des Motors hilfreich. In derartigen Betriebszustaenden befindet sich die Brennkraftmaschine in der Regel in der Schubabschaltung, d.h. es wird kein Kraftstoff in die Zylinder zugemessen.

Die Idee besteht nun darin, diejenigen Verfahren und Konzepte, die bei einem Vortriebsmodus zur Verringerung der Motorverlustleistung beitragen, gezielt dafuer einzusetzen, dass sie einen Verzoegerungsmodus bzw. ein Abbremsen unterstuetzen. Diese Unterstuetzung besteht zumeist darin, dass die entsprechenden Verfahren zur Reduzierung der Verlustleistung ausgesetzt werden und der Motor damit verstaerkt die Bremsanlage bei der Verzoegerung unterstuetzen kann.

Beispielsweise wird bei GDI (Gasoline Direct Injection) bei einer laengeren Bergabfahrt der Schich...