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Verfahren und Vorrichtung zur Entfernung von Stickoxiden

IP.com Disclosure Number: IPCOM000016958D
Original Publication Date: 1999-Apr-01
Included in the Prior Art Database: 2003-Jul-21
Document File: 2 page(s) / 17K

Publishing Venue

Siemens

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Dr. Ronald Neufert: AUTHOR

Abstract

Um bei Fahrzeugdieselmotoren eine Reduktion der Stickoxidemissionen auf gesetzlich vorgeschriebene Grenzwerte zu erreichen, ist es bekannt SCR-Abgasreinigungssysteme einzusetzen, die derzeit dahingehend optimiert werden, mit einer bedarfsgerechten Reduktionsmitteldosierung zur Realisierung eines maximalen NO x -Umsatzes am SCR- Katalysator einen minimalen Reduktionsmittelschlupf zu erreichen.

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Bauelemente

Verfahren und Vorrichtung zur Entfernung von Stickoxiden

Idee: Dr. Ronald Neufert, Redwitz

Um bei Fahrzeugdieselmotoren eine Reduktion der Stickoxidemissionen auf gesetzlichvorgeschriebene Grenzwerte zu erreichen, ist es bekannt SCR-Abgasreinigungssystemeeinzusetzen, die derzeit dahingehend optimiert werden, mit einer bedarfsgerechtenReduktionsmitteldosierung zur Realisierung eines maximalen NO x -Umsatzes am SCR-Katalysator einen minimalen Reduktionsmittelschlupf zu erreichen.

Aus dem Europäischen Patent EP 0775013 ist eine Dosierstrategie bekannt, die bei derErmittlung der aktuellen Dosiermenge Abgasparameter wie z.B. Konzentrationen,Temperaturen, Motorbetriebszustände sowie das Adsorptionsverhalten des Katalysatorshinsichtlich des Reduktionsmittels berücksichtigt.

In der deutschen Patentanmeldung 19843423.5 wird zur weiteren Optimierungvorgeschlagen, das Abgasreinigungsverfahren dahingehend zu verbessern, daßBetriebszustände im wesentlichen konstanter Schadstoffemissionen dazu genutzt werden,mittels eines Schadstoffsensors aktuelle Schadstoffkonzentrationen zu ermitteln. Mit Hilfedieser Werte sollen die zur Ermittlung der Dosiermenge in einer elektronischen Steuer- oderRegeleinheit in Kennfeldern hinterlegte Emissionswerte des Motors ständig korrigiertwerden, um den Schadstoffumsatz zu optimieren und Alterungsphänomene desGesamtsystems aus Motor und Abgasreinigung auszugleichen. Als schwierig hat sich indiesem Zusammenhang die Definition des Zeitpunktes herausgestellt, ab dem derMotorbetriebszustand als konstant angesehen werden kann, da er stark vom Zeitverhaltendes Sensors abhängt. Zudem bleibt die Frage, wie die zeitliche Veränderung vonAbgasparametern, die keiner Messung und somit auch keiner Korrektur zugänglich sind, beider Bestimmung der optimalen Dosiermenge beachtet werden soll.

In Anbetracht der bisher bekannten Lösungsverfahren ist festzustellen, daß Dosierstrategienbzw. Dosieralgorithmen, die auf Basis kennfeldgesteuerter Reduktionsmittelbedarfs-Bestimmungen unter Berücksichtigung der Reduktionsmittel-Adsorptionsfüllstände desKatalysators NO x  umsetzen, nur einen Wirkungsgrad von max. 70% erreichen. DerHauptgrund hierfür liegt in der Komplexität der zugrunde liegenden Zusammenhängezwischen Katalysator-Adsorptions- und Desorptionsverhalten und deren Auswirkungen aufdie NO x -Umsätze.

Es erweist sich daher als zweckmäßig, eine Kombination der bekannten kennfeldbasiertenDosierung m...