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OP-Assistentenarbeitsplatz

IP.com Disclosure Number: IPCOM000017055D
Original Publication Date: 1999-Jul-01
Included in the Prior Art Database: 2003-Jul-22
Document File: 4 page(s) / 55K

Publishing Venue

Siemens

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Thomas Heigl: AUTHOR [+3]

Abstract

Während eines medizinischen Eingriffs, der im Rahmen einer Operation erfolgt, sind neben der eigentlichen operativen Tätigkeit eines Chirurgen bzw. Chirurgenteams operationsbegleitende Tätigkeiten durch OP-Pflegekräfte auszuführen. Darunter fällt u.a. das Bereitstellen von Operationswerkzeugen sowie das Vorhalten und Nachbestellen von Verbrauchsmaterialien. Der Arbeitsplatz der OP-Pflegekräfte besteht im wesentlichen aus einem oder mehreren Tischen, auf denen das chirurgische Werkzeug bereit liegt und für die Operation vorbereitet, gereinigt oder repariert wird. Die Tätigkeit der OP-Pflegekräfte ist mit einer hohen mentalen Beanspruchung und einer großen Verantwortung verbunden sowie von der Forderung nach absoluter Sterilität und von oftmals langer Dauer einer Operation geprägt.

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Gesundheit

OP-Assistentenarbeitsplatz

Idee: Thomas Heigl, Leinburg; Rainer Kuth, Herzogenaurach; Andrea Schwarz, Erlangen

Während eines medizinischen Eingriffs, der im Rahmen einer Operation erfolgt, sind nebender eigentlichen operativen Tätigkeit eines Chirurgen bzw. Chirurgenteamsoperationsbegleitende Tätigkeiten durch OP-Pflegekräfte auszuführen. Darunter fällt u.a.das Bereitstellen von Operationswerkzeugen sowie das Vorhalten und Nachbestellen vonVerbrauchsmaterialien. Der Arbeitsplatz der OP-Pflegekräfte besteht im wesentlichen auseinem oder mehreren Tischen, auf denen das chirurgische Werkzeug bereit liegt und für dieOperation vorbereitet, gereinigt oder repariert wird. Die Tätigkeit der OP-Pflegekräfte istmit einer hohen mentalen Beanspruchung und einer großen Verantwortung verbundensowie von der Forderung nach absoluter Sterilität und von oftmals langer Dauer einerOperation geprägt.

Der unterstützende Einsatz von Computer-Systemen im Arbeitsbereich der OP-Pflegekräftescheitert bisher daran, daß die bekannten Mensch-Maschine-Schnittstellen die hohenAnforderungen an die Sterilität nicht erfüllen. Infolge dessen werden zum Beispiel zurNachbestellung von Verbrauchsmaterialien während einer Operation mündlich Anweisungenan Personen außerhalb des Operationssaales erteilt.

Die Installation eines die Sterilitätsanforderungen erfüllenden Gestik-Computer-Systems imArbeitsbereich der OP-Pflegekräfte erleichtert deren Arbeit nachhaltig und trägt zu einerwesentlichen Verbesserung der Ablaufkontrolle bei. Dies wird nachfolgend an einemAusführungsbeispiel anhand der Zeichnungen erläutert:

Fig. 1 zeigt einen typischen OP mit wesentlichen Funktionselementen. Oberhalb desArbeitsplatzes (1) der OP-Pflegekräfte ist ein Gestik-Computer-System (4), welchesmindestens einen Bildprojektor, eine Videokamera, einen Framegrabber und eine zentraleSteuereinheit mit Bildverarbeitungssoftware beinhaltet, so angeordnet, daß eine Erfassungdes gesamten Arbeitsplatzes möglich ist und zumindest auf Teilflächen des ArbeitsplatzesProjektionen möglich sind. Dazu ist die Oberfläche des in Fig. 2 dargestellten Arbeitsplatzesin drei Funktionsbereiche gegliedert. Ein Teil der Fläche dient zur Ablage von Werkzeugen(5) und Verbrauchsmaterialien (7). Neben diesem Werkzeugbereich gibt es für Projektionendes Computer-Systems mindestens einen Projektionsbereich sowie mindestens einenBedienbereich (2), in welchem der Bediener über Menüs und/oder Gesten der Hände mitdem Computer-System kommuniziert. Die Funktionsbereiche können sich jeweils über diegesamten Arbeitsplatzfläche erstrecken, Teilflächen abdecken, sich überschneiden odervoneinander abgegrenzt sein.

Innerhalb des Werkzeugbereichs sind die für eine Operation notwendigen OP-Werkzeugeund Verbrauchsmaterialien abgelegt. Mit Hilfe der Videokamera und der

Siemens Technik Report

Jahrgang 2  Nr. 4  Juli 1999

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