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Übertragungsverfahren für den Access-und Backbonebereich

IP.com Disclosure Number: IPCOM000017189D
Original Publication Date: 2000-Jan-01
Included in the Prior Art Database: 2003-Jul-22
Document File: 3 page(s) / 18K

Publishing Venue

Siemens

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Ludwig Schweiger: AUTHOR

Abstract

Digitale Telekommunikationsdienste lassen sich in verschiedene Klassen unterteilen. Im Bereich der mit dem Verkehrsmerkmal „garantiert“ ausgestatteten Telekommunikationsdienste kann zwischen Echtzeitdiensten (Sprache, Video etc.) und Nicht-Echtzeitdiensten (Datendienste) unterschieden werden. Ferner gibt es noch Telekommunikationsdienste mit dem Verkehrsmerkmal „ungarantiert“. Für die Übertragung der so klassifizierten Daten sind unterschiedliche Verfahren bekannt, die jedoch alle mit spezifischen Nachteilen behaftet sind. So haben Kanal-basierende Systeme (TDM, PDH, SHD) den Nachteil nicht optimaler Bandbreitenausnutzung, Zell-basierte Systeme (ATM) den Nachteil das der ATM-Overhead Bandbreite kostet oder Paket-basierte System (Frame- Relay) den Nachteil zu langer Datenpakete.

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Information / Kommunikation

Übertragungsverfahren für den Access- und Backbonebereich

Idee: Ludwig Schweiger, Tandem

Digitale Telekommunikationsdienste lassen sich in verschiedene Klassen unterteilen. ImBereich der mit dem Verkehrsmerkmal „garantiert“ ausgestattetenTelekommunikationsdienste kann zwischen Echtzeitdiensten (Sprache, Video etc.) undNicht-Echtzeitdiensten (Datendienste) unterschieden werden. Ferner gibt es nochTelekommunikationsdienste mit dem Verkehrsmerkmal „ungarantiert“. Für die Übertragungder so klassifizierten Daten sind unterschiedliche Verfahren bekannt, die jedoch alle mitspezifischen Nachteilen behaftet sind. So haben Kanal-basierende Systeme (TDM, PDH,SHD) den Nachteil nicht optimaler Bandbreitenausnutzung, Zell-basierte Systeme (ATM)den Nachteil das der ATM-Overhead Bandbreite kostet oder Paket-basierte System (Frame-Relay) den Nachteil zu langer Datenpakete.

Um die Übertragung der beschriebenen Telekommunikationsdienste entsprechend ihrerzugesicherten Verkehrsmerkmale bei gleichzeitig optimaler Ausnutzung der zur Verfügungstehenden Bandbreite und unter Überwindung der Nachteile bekannterÜbertragungsverfahren zu realisieren, wird das folgend beschriebene Übertragungsverfahrenvorgeschlagen.

Als Grundgerüst des vorgeschlagenen Übertragungsverfahrens wird ein Rahmen- undKanal-orientiertes TDM Übertragungsverfahren benötigt, das aber eine völlig neueRahmenstruktur aufweist. Die Zeitschlitze des verwendeten TDM-Systems werden auf diedrei Übertragungsklassen (garantiert und echtzeitfähig, garantiert und nicht-echtzeitfähig,ungarantiert und nicht-echtzeitfähig) aufgeteilt, so daß je Basisverkehrsklasse einVerkehrsklassen-Kanal entsteht. In diesen Verkehrsklassen-Kanälen werden die Daten Zell-oder Paket-orientiert derart übertragen, daß sich alle einer Verkehrsklasse zugeordnetenDatenströme im jeweiligen Kanal befinden. Um dies zu realisieren, werden die jeweiligenDaten einer Verkehrsklasse mit Hilfe eines Multiplexers gebündelt. Die Grenzen derVerkehrsklassen-Kanäle sind hierbei nicht fest, sondern können beim Aufbau einer neuenVerbindung vergrößert oder verkleinert werden. Garantierte Verkehrsklassen können beiBedarf die ihnen zugewiesene Bandbreite zu Lasten der nicht garantierten Verkehrsklassenändern, so daß die für die nicht garantierten Verkehrsklassen zur Verfügung stehendeBandbreite im Extremfall bis auf Null reduziert wird. Eine Neuausrichtung einmalfestgelegter Verkehrsklassen-Kanalgrenzen kann entweder über einen eigens zugeordnetenSignalisierungskanal in der TDM-Rahmenstruktur oder in einem separaten, außerhalb derTDM-Rahmenstruktur situierten Signalisierungskanal erfolgen. Die Änderung derVerkehrsklassen-Kanalgrenzen könnte z.B. über eine CAC-Funktion (ConnectionAdmission Control) erfolgen. Diese wird ohnehin zur Verbindungszuteilungs-Kontrolle überz.B. eine Steuerplattform ausgeführt.

Siemens Technik Report

Jahrgang 3  Nr. 6  Januar 2000

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Die eigentli...