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Flexibler Handover Algorithmus für zellulare Mobilfunksysteme

IP.com Disclosure Number: IPCOM000017265D
Original Publication Date: 2000-Apr-01
Included in the Prior Art Database: 2003-Jul-22
Document File: 3 page(s) / 19K

Publishing Venue

Siemens

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Dr.Egon Schulz: AUTHOR

Abstract

Handover-Algorithmen entscheiden, zu welchem Zeitpunkt der Funkverkehr zu mobilen Kommunikationsgeräten einer Funkzelle von einer der benachbarten Funkzellen übernommen wird. Wird der Funkverkehr zwischen einer Mobilstation (MS) und einer für eine lokale Funkzelle zuständigen Basisstation (BS) vorgegebenen Qualitätskriterien nicht mehr gerecht, so wird der Funkverkehr, ohne daß der Nutzer es merkt, in eine benachbarte Funkzelle umgelenkt, in welcher die Qualitätskriterien erfüllt sind. Nach Einführung des UMTS Standards werden sowohl im TDD-Übertragungsmodus (time division duplex) als auch im FDD-Übertragungsmodus (frequency division duplex) verschiedene Dienste bereitgestellt. An diese Dienste, z.B. Sprache oder Daten, werden in Zukunft im Gegensatz zum GSM-Standard unterschiedliche Qualitätsanforderungen (Quality of Services -QoS) gestellt. Je höher die Datenübertragungsrate des jeweiligen Dienstes ist, desto höher sind die Anforderungen an die Störempfindlichkeit.

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Information / Kommunikation

Flexibler Handover Algorithmus für zellulare Mobilfunksysteme

Idee: Dr.Egon Schulz , München

Handover-Algorithmen entscheiden, zu welchem Zeitpunkt der Funkverkehr zu mobilenKommunikationsgeräten einer Funkzelle von einer der benachbarten Funkzellenübernommen wird. Wird der Funkverkehr zwischen einer Mobilstation (MS) und einer füreine lokale Funkzelle zuständigen Basisstation (BS) vorgegebenen Qualitätskriterien nichtmehr gerecht, so wird der Funkverkehr, ohne daß der Nutzer es merkt, in eine benachbarteFunkzelle umgelenkt, in welcher die Qualitätskriterien erfüllt sind.

Nach Einführung des UMTS Standards werden sowohl im TDD-Übertragungsmodus (timedivision duplex) als auch im FDD-Übertragungsmodus (frequency division duplex)verschiedene Dienste bereitgestellt. An diese Dienste, z.B. Sprache oder Daten, werden inZukunft im Gegensatz zum GSM-Standard unterschiedliche Qualitätsanforderungen(Quality of Services -QoS) gestellt. Je höher die Datenübertragungsrate des jeweiligenDienstes ist, desto höher sind die Anforderungen an die Störempfindlichkeit.

Der in der Basisstation (BS) oder in der Basisstationssteuerungseinheit (Base StationControler - BSC) implementierte Handover-Algorithmus nutzt zur Entscheidungsfindungdie gemessenen Daten über Empfangsqualität (gemessen an der Bitfehlerrate),Empfangspegel, Entfernung zwischen Basisstation (BS) und Mobilstation (MS) sowie überEmpfangspegel benachbarter Zellen. Diese Daten werden in einem Mittelungsprozeß(Filterung) gewonnen und in innerhalb festgelegter Zeitintervalle (z.B. 480 ms) von derBasisstation (BS) bzw. der Mobilstation (MS) erfaßt. Innerhalb dieser Zeitintervalle werdendie jeweiligen Schritte des Handover-Algorithmus durchgeführt. Wird ein Handover-Vorgang durch Vergleich der gemessenen Daten mit spezifizierten Schwellwerten ausgelöst,so wird zugleich eine Liste mit möglichen Zielzellen (Target Cell List) generiert, welche ineinem Handover-Befehl für die zugehörige Mobilstation (MS) enthalten ist (Bild 1).

Der flexible Handover-Algorithmus für den UMTS Standard zeichnet sich nun dahingehendaus, daß für unterschiedliche Dienste jeweils individuelle Qualitätsanforderungen gestelltwerden. Für den Sprachdienste wird eine Bitfehlerrate (BER) von 10 -3� gefordert, fürDatendienste eine Bitfehlerrate (BER) von 10 -6 . Ein äquivale...