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Methode zur Bestimmung optimaler Zeitschranken für den Aufbau von Shortcut-Verbindungen in Netzen

IP.com Disclosure Number: IPCOM000017415D
Original Publication Date: 2000-Oct-01
Included in the Prior Art Database: 2003-Jul-25
Document File: 3 page(s) / 22K

Publishing Venue

Siemens

Related People

Joachim Charzinski: AUTHOR

Abstract

In Transportnetzen, die verbindungslosen Paketverkehr übertragen, z. B. IP-Verkehr, wird eine "direkte" Verbindung zwischen Netzknoten hergestellt, sobald der Verkehr zwischen ihnen eine bestimmte Schwelle überschreitet. Üblicherweise wird zu diesem Zweck bei MPLS (Multi Protocol Label Switching) oder MPOA-Implementierungen ein fester Schwellenwert konfiguriert. Dabei kann es sich um die Anzahl von Paketen mit demselben Zielnetz innerhalb einer Zeitspanne, Flow-Dauer oder Flow-Volumen handeln (Fig. 2a). Sobald ein Flow diese Schwelle überschreitet, wird durch eine MPLS-Steuerung der Aufbau einer Shortcut-Verbindung (Abkürzung) über einen Switch veranlaßt und das Routing angepaßt. Bisher wurden zur Festlegung dieser Schwelle Erfahrungswerte oder Ergebnisse aus Simulationen verwendet. Das hier vorgeschlagene Verfahren ermöglicht es, den optimalen Zeitpunkt für das Aufbauen einer Abkürzungsverbindung aus gemessenen Verkehrsstatistiken abzuleiten. Es beobachtet die Kenngrößen der Flows (z. B. Dauer) und berechnet mit den unten angegebenen Formeln aus der Verteilung der Flow-Dauern zusammen mit einer Soll- Restlebensdauer und einer Soll-Erfolgswahrscheinlichkeit die passende Entscheidungsschwelle.

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Information / Kommunikation

Methode zur Bestimmung optimaler Zeitschranken für den Aufbau vonShortcut-Verbindungen in Netzen

Idee: Joachim Charzinski, Oberschleißheim

In Transportnetzen, die verbindungslosen Paketverkehr übertragen, z. B. IP-Verkehr, wirdeine "direkte" Verbindung zwischen Netzknoten hergestellt, sobald der Verkehr zwischenihnen eine bestimmte Schwelle überschreitet. Üblicherweise wird zu diesem Zweck beiMPLS (Multi Protocol Label Switching) oder MPOA-Implementierungen ein festerSchwellenwert konfiguriert. Dabei kann es sich um die Anzahl von Paketen mit demselbenZielnetz innerhalb einer Zeitspanne, Flow-Dauer oder Flow-Volumen handeln (Fig. 2a).Sobald ein Flow diese Schwelle überschreitet, wird durch eine MPLS-Steuerung der Aufbaueiner Shortcut-Verbindung (Abkürzung) über einen Switch veranlaßt und das Routingangepaßt. Bisher wurden zur Festlegung dieser Schwelle Erfahrungswerte oder Ergebnisseaus Simulationen verwendet.

Das hier vorgeschlagene Verfahren ermöglicht es, den optimalen Zeitpunkt für dasAufbauen einer Abkürzungsverbindung aus gemessenen Verkehrsstatistiken abzuleiten. Esbeobachtet die Kenngrößen der Flows (z. B. Dauer) und berechnet mit den untenangegebenen Formeln aus der Verteilung der Flow-Dauern zusammen mit einer Soll-Restlebensdauer und einer Soll-Erfolgswahrscheinlichkeit die passendeEntscheidungsschwelle.

Mit� u� als erwartete Lebensdauer eines Flows,� T R� � als Restlebensdauer ist die komplementäreVerteilungsfunktion der Flowlebenszeiten� T :

C T� (t)=P[T>t]

Die Wahrscheinlichkeit, da� T> u+T 0� � � ist wenn der Flow die Zeit� u� "gelebt" hat:

P[T>u+t 0 [T>u]=P[T R >t 0 ]

CT

(u

+

t

)

0

)

C

P

T

[

>

u

+

T

0

/T

>

u]

=

P[T

R

>

t

0

/T

>

u]

=

T

(

u

(J. Charzinsky "Shortcut Establishment Quantification from Measured HTTP/TCT Connection and FlowCharacteristics."� Performance Evaluation , zur Veröffenlichung eingereicht).

Siemens Technik Report

Jahrgang 3� Nr. 9� Oktober 2000

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In Fig. 2b ist der Einsatz von Modulen zur Flow-Statistikerfassung undSchwellenwertberechnung anstelle einer manuellen Eingabe der Entscheidungskriteriendargestellt. Shortcuts sollen wie bisher abgebaut werden,� wenn e...