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Navigationsverfahren auf Basis von UMTS-Mobilfunkgeräten

IP.com Disclosure Number: IPCOM000017606D
Original Publication Date: 2001-Apr-01
Included in the Prior Art Database: 2003-Jul-23
Document File: 3 page(s) / 19K

Publishing Venue

Siemens

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Meinrad Niemöller: AUTHOR

Abstract

Im Alltag stellt sich immer wieder das Problem, einen bereits besuchten Ort wiederzufinden oder eine andere Person an einen solchen Ort zu lotsen. Dieses Navigationsproblem ist so allgegenwärtig, dass es einfache, preiswerte Lösungen geben sollte, die es einem Benutzer ermöglichen, mit einem billigen Endgerät beliebige Orte wiederzufinden. Über das Auffinden einer bestimmten Ortskoordinate hinaus, sollte es dabei möglich sein, einen Weg durch das Setzen von aktuellen Referenzpunkten zu beschreiben und abzuspeichern. Durch das Ablegen einer solchen Weginformation durch Referenzpunkte könnte dann ein Benutzer einen elektronischen "Ariadne-Faden" auslegen, um zum Beispiel an seinen Ausgangspunkt zurückzukommen.

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Information / Kommunikation

Navigationsverfahren auf Basis von UMTS-Mobilfunkgeräten

Idee: Meinrad Niemöller, Holzkirchen

Im Alltag stellt sich immer wieder das Problem, einen bereits besuchten Ort wiederzufinden odereine andere Person an einen solchen Ort zu lotsen. Dieses Navigationsproblem ist soallgegenwärtig, dass es einfache, preiswerte Lösungen geben sollte, die es einem Benutzerermöglichen, mit einem billigen Endgerät beliebige Orte wiederzufinden.

Über das Auffinden einer bestimmten Ortskoordinate hinaus, sollte es dabei möglich sein, einenWeg durch das Setzen von aktuellen Referenzpunkten zu beschreiben und abzuspeichern. Durchdas Ablegen einer solchen Weginformation durch Referenzpunkte könnte dann ein Benutzer einenelektronischen "Ariadne-Faden" auslegen, um zum Beispiel an seinen Ausgangspunktzurückzukommen.

Durch das Global Positioning System (GPS) ist es möglich, jeden Ort auf der Welt genau zu ortenund als Koordinate auszugeben bzw. abzuspeichern. Auf Basis des Satelliten-gestützten GPS sindeine Vielzahl von professionellen Systemen und Geräten auf dem Markt erhältlich, die jedoch alleaufwändig und daher teuer sind.

Die im GSM-Mobilfunk enthaltene Zelleninformation ist als solche in der Ortsauflösung zuungenau. Emilsson et.al. von der Firma Telia AB beschreiben im Patent SE9801872-A "Trackingposition of people, goods or vehicles using cellular mobile phone network by sending text detailsof network cell location to network or phone" ein auf den GSM-Zelleninformationen beruhendesSystem ohne jedoch den Aspekt der Navigation und des Wiederfindens näher zu beleuchten.

Das am Markt von Viaglnterkom eingeführte Produkt „Genion" kommt der Erfindung amnächsten. Bei Genion wird der derzeitige Standort des Mobilfunkgerätes mehr oder wenigerpräzise lokalisiert. Die Ortsinformation wird jedoch dem Benutzer nicht zu Navigationszweckenzur Verfügung gestellt, sondern dient einzig und allein dazu, festzustellen, ob der Benutzer "vonzuhause" telefoniert und damit zu einem günstigen, dem Festnetztarif vergleichbaren Preisabgerechnet werden soll. Die „zuhause“-Lokalisierung vergleicht dabei nur die demDienstanbieter vorher bekannt gegebene Wohnortkoordinate mit dem derzeitigen Standort desHandys.

Die bisherige Zelleninformation des GSM-Mobilfunks ist relativ unpräzise und lässt kaum einegenaue Lokalisierung des Handys und damit eine vernünftige Navigation zu. Die neue, sogenanntedritte Generation des UMTS-Mobilfunks wird nicht nur erheblich höhere Datenraten ermöglichen,sondern benötigt auf der anderen Seite zumindest in stark besiedelten Gebieten eine viel höhereDichte an Basisstationen und damit wesentlich kleinere Zellen als beim GSM-Mobilfunk.

Siemens Technik Report

Jahrgang 4� Nr. 11� April 2001

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Dabei wird bei den derzeit geplanten UMTS-Systemen durchaus daran gedacht, z.B. Hochhäuserpro Stockwerk mit einer Basisstation auszurüsten. In weniger stark besiedelten Gebieten werden...