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Verfahren zur Generierung, Speicherung und Auswertung von Vermittlungsdaten fuer gerichtliche Ermittlungen

IP.com Disclosure Number: IPCOM000017826D
Published in the IP.com Journal: Volume 3 Issue 8 (2003-08-25)
Included in the Prior Art Database: 2003-Aug-25
Document File: 1 page(s) / 51K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Entsprechend der Convention on Cybercrime (ETS 185) der EU und anderen nationalen Vorgaben ist es notwendig, Verbindungsdaten von Kommunikationsvorgaengen zu sammeln, zu speichern und den behoerdlichen Stellen auf Anfrage zur Verfuegung zu stellen. Je nach vorgeschriebener Aufbewahrungszeit fallen dabei sehr viele, zumeist hoch redundante Daten an. Bisher ging eine Untersuchung mit der Beschlagnahme aller verfuegbaren Daten einher, die dann im Einzelnen ausgewertet wurden. Dies ist sehr aufwendig und birgt rechtliche Probleme, da alle Teilnehmer betroffen sind, die in der fraglichen Zeit das Equipment genutzt haben und somit als verdaechtig gelten. Zudem fallen fuer Verbindungen, die nicht berechnet werden, keine Daten an, z.B. wenn die Gegenstelle besetzt ist. Diese Erfindung loest das Problem folgendermassen: Zunaechst erfolgt in der Vermittlungsstelle, die den Teilnehmer bedient, eine grundsaetzliche Speicherung aller relevanten Aktionen des Teilnehmers (z.B. Einbuchen ins Netz, durchgefuehrte Telefonate, Versuche, eine Verbindung aufzubauen etc.) mit allen erforderlichen Daten (Teilnehmerkennung, Zeit, Dauer). Danach werden die Daten an ein zentrales Verarbeitungszentrum uebermittelt. Dies kann online in Echtzeit erfolgen oder ein bis mehrmals am Tag per Dateitransfer. In dem Verarbeitungszentrum werden die Daten gefiltert und aufbereitet. Bei Bedarf koennen die Daten hier durch Daten aus anderen Quellen ergaenzt oder vervollstaendigt werden. Die aufbereiteten und in Ihrem Umfang stark reduzierten Daten werden anschliessend gespeichert. Dies kann an Ort und Stelle oder an einem anderen geeigneten Ort geschehen (z.B. in einer landesweiten Zentrale, einem Ministerium oder einer Regulierungsbehoerde). Ueber ein entsprechendes Interface ist dann fuer autorisierte Stellen eine (auch komplexe) Abfrage der gewuenschten Informationen moeglich. Letztendlich werden alle Daten nach Ablauf ihrer vorgeschriebenen Aufbewahrungszeit geloescht.

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S

© SIEMENS AG 2003 file: 2003J06238_2003J06239_2003J06247.doc page: 1

Verfahren zur Generierung, Speicherung und Auswertung von Vermittlungsdaten fuer gerichtliche Ermittlungen

Idea: Bernhard Spalt, AT-Wien; Leopold Murhammer, AT-Wien

Entsprechend der Convention on Cybercrime (ETS 185) der EU und anderen nationalen Vorgaben ist es notwendig, Verbindungsdaten von Kommunikationsvorgaengen zu sammeln, zu speichern und den behoerdlichen Stellen auf Anfrage zur Verfuegung zu stellen. Je nach vorgeschriebener Aufbewahrungszeit fallen dabei sehr viele, zumeist hoch redundante Daten an. Bisher ging eine Untersuchung mit der Beschlagnahme aller verfuegbaren Daten einher, die dann im Einzelnen ausgewertet wurden. Dies ist sehr aufwendig und birgt rechtliche Probleme, da alle Teilnehmer betroffen sind, die in der fraglichen Zeit das Equipment genutzt haben und somit als verdaechtig gelten. Zudem fallen fuer Verbindungen, die nicht berechnet werden, keine Daten an, z.B. wenn die Gegenstelle besetzt ist.

Diese Erfindung loest das Problem folgendermassen: Zunaechst erfolgt in der Vermittlungsstelle, die den Teilnehmer bedient, eine grundsaetzliche Speicherung aller relevanten Aktionen des Teilnehmers
(z.B. Einbuchen ins Netz, durchgefuehrte Telefonate, Versuche, eine Verbindung aufzubauen etc.) mit allen erforderlichen Daten (Teilnehmerkennung, Zeit, Dauer). Danach werden die Daten an ein zentrales Verarbeitungszentrum uebermittelt. Dies kann online in Echtzeit erfolgen oder e...