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Bahnsteiggleisüberwachung für eine unbemannte U-Bahn (U3 in Nürnberg)

IP.com Disclosure Number: IPCOM000018567D
Original Publication Date: 2002-Sep-01
Included in the Prior Art Database: 2003-Jul-23
Document File: 2 page(s) / 483K

Publishing Venue

Siemens

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Willy Leurs: AUTHOR [+2]

Abstract

Für den Einsatz von führerlosen Zügen auf Strecken- abschnitten einer Untergrundbahn (z.B. neue Ab- schnitte der Linie U3 in Nürnberg) ist aus Sicher- heitsgründen eine Bahnsteiggleisüberwachung (BGÜ) nötig. Dabei sollen im Gefahrenbereich A (Abbildung 1) Körper mit einem Durchmesser ab 30cm und einem Gewicht ab 10kg erkannt werden. Abb. 1: Gefahrenbereiche

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Verkehr

Bahnsteiggleisüberwachung füreine unbemannte U-Bahn (U3 inNürnberg)

Idee: Willy Leurs, Nürnberg;

Wolfgang Schmauß, Nürnberg

Für den Einsatz von führerlosen Zügen auf Strecken-abschnitten� einer� Untergrundbahn� (z.B.� neue� Ab-schnitte der Linie U3 in Nürnberg) ist aus Sicher-heitsgründen eine Bahnsteiggleisüberwachung(BGÜ) nötig. Dabei� sollen� im� Gefahrenbereich� A(Abbildung 1) Körper� mit� einem� Durchmesser� ab30cm und einem Gewicht ab 10kg erkannt werden.

Abb. 1: Gefahrenbereiche

Bahnübergangssiche-

Für die Linie U3 in Nürnberg sind die Anforderun-gen an das� BGÜ-System� im� Lastenheft� der� VAGNürnberg sowie im Lastenheft der Siemens AG vonTransportation� Systems� Railway� Automation (TARA) ausführlich dargestellt.� Es� sollen� Lichtgitter(LG) mit den Eigenschafen eines Sicherheitslichtgit-ters Typ2 (nach� Maschinen� Richtlinien)� eingesetztwerden. An die Sensorik werden des weiteren fol-gende Anforderungen gestellt:

● Die� Auflösung� des� BGÜ-LG� soll� so gewähltwerden, dass eine� Auslösung� generiert� wird,wenn drei� Lichtstrahlen� bedämpft� werden.� Beieiner� Kugel� mit� 30cm� Durchmesser� und� 10kggewicht ergibt sich somit eine Auslösung von et-wa 90mm.

● Fällt ein Strahl aus, so wird er als bedämpft be-trachtet, d.h. eine Auslösung erfolgt bereits wennnur� zwei� aufeinanderfolgende Nachbarstrahlenbedämpft werden. Wird jedoch noch ein zweiterStrahl defekt, soll eine Auslösung bzw. ein Fehlergemeldet werden.

● Jedes einzelne LG soll einen Bereich von 1,5mauswerten. Dadurch ist auch bei in Kurven lie-genden Bahnhöfen eine ausreichende Auflösunggewährleistet.

Die Meldungen „LG� ausgelöst“,� „LG� Verschmut-zungskontrolle“ und „LG gestört“ sollen an ein über-geordnetes System (z.B. mittels Ethernet) übermitteltwerden. Fährt ein Zug (U-Bahn) in einen Bahnhof(U-Bahn-Station) ein, so muss dieser von der Steue-rung erkannt werden, d.h. es soll aufgrund der vomZug bedämpften BGÜ-LGs nicht zur Meldung „LGausgelöst“ kommen. Bei einem fahrenden Zug sollenjeweils 5m vor und hinter dem Zug nicht ausgewertet

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werden� (eine� Reaktion� wäre� ohnehin nicht mehrmöglich). Bei einem stehenden Zug sollen je 30cmvor und hinter dem Zug nicht ausgewertet werden,jedoch sind bei aneinander� gekuppelten� Zügen� dieZwischenräume zwischen den Zügen zu berücksich-tigen.

Für die Realisierung der BGÜ wird der Einsatz einerS7-400F vorgeschlagen. Dabei sollen für das sichereSignal „LG� ausgelöst“� fehlersichere� Eingangsbau-gruppen eingesetzt werden.� Für� die� Signale� „LGVerschmutzungskontrolle“� und� „LG� gestört“� mitreinem� Meldecharakter werden� einfache� Eingangs-baugruppen verwendet.

Die S7-400F wird durch eine CPU 417-4H mit Pro-fibusschnittstelle realisiert, wobei die fehlersicherenBaugruppen einfach vorhanden, d.h. nicht redundan...