Browse Prior Art Database

Verhinderung von ungewollter Motorleistung aufgrund einer Anreicherung von Kohlenwasserstoffen in der Kurbelgehaeuseentlueftung beim Dieselmotor

IP.com Disclosure Number: IPCOM000018895D
Original Publication Date: 2003-Sep-25
Included in the Prior Art Database: 2003-Sep-25
Document File: 2 page(s) / 55K

Publishing Venue

Siemens

Related People

Juergen Carstens: CONTACT

Abstract

Bei Dieselmotoren mit innerhalb des Zylinderkopfdeckels liegenden Einspritzkomponenten kann bei Undichtigkeiten an den Komponenten im Hochdruck- oder im Ruecklaufbereich Kraftstoff ueber die Schmieroelruecklaufbohrungen in das Kurbelgehaeuse gelangen. Dieser Kraftstoff kann dort an heissen Motorteilen oder durch Kontakt mit heissem Motoroel verdampfen. Ueber die Kurbelgehaeuseentlueftung (sie muendet aus Emissionsreduktionsgruenden in den Ansaugtrakt) wird dieser Kraftstoff der Verbrennung im Zylinder zugefuehrt. Durch diesen zusaetzlichen Kraftstoff im Verbrennungsgemisch wird im Teillast- oder Leerlaufbetrieb eine hoehere Motorleistung als die dem Fahrerwunsch entsprechende freigesetzt, was zu einer kritischen oder sicherheitsgefaehrdenden Situation fuehren kann. Vorgeschlagen wird zur Erkennung des oben genannten sicherheitsrelevanten Fehlerfalls die Beurteilung der Kraftstoffkonzentration in der Ansaugluft. Ist diese mit Kraftstoff aus der Kurbelgehaeuseentlueftung angereichert, so sind zwei Betriebszustaende zu unterscheiden: Bei zunaechst kalter, aber steigender Motortemperatur beginnen Bestandteile des Kraftstoffes erst im Laufe der Zeit zu sieden. Entsprechend erhoeht sich die zusaetzliche Motorleistung ebenfalls im Laufe der Zeit. Dem kann entgegengewirkt werden durch eine Vermeidung einer weiteren Zunahme der Temperatur bzw. durch eine Reduzierung der eingespritzten Kraftstoffmenge bis hin zum Abstellen des Motors, z.B. durch Schliessen einer Drosselklappe oder falls vorhanden mittels einer Abgasbremse. Tritt die Kraftstoffleckage innerhalb der Zylinderkopfabdeckung jedoch beim heissen Motor im Betrieb auf, so siedet und verdampft der Dieselkraftstoff in sehr kurzer Zeit. In diesem Fall muss der entstehende Druck sofort abgebaut und der Motor abgestellt werden.

This text was extracted from a PDF file.
This is the abbreviated version, containing approximately 51% of the total text.

Page 1 of 2

S

© SIEMENS AG 2003 file: 2003J08177.doc page: 1

Verhinderung von ungewollter Motorleistung aufgrund einer Anreicherung von Kohlenwasserstoffen in der Kurbelgehaeuseentlueftung beim Dieselmotor

Idea: Manfred Weigl, DE-Regensburg

Bei Dieselmotoren mit innerhalb des Zylinderkopfdeckels liegenden Einspritzkomponenten kann bei Undichtigkeiten an den Komponenten im Hochdruck- oder im Ruecklaufbereich Kraftstoff ueber die Schmieroelruecklaufbohrungen in das Kurbelgehaeuse gelangen. Dieser Kraftstoff kann dort an heissen Motorteilen oder durch Kontakt mit heissem Motoroel verdampfen. Ueber die Kurbelgehaeuseentlueftung (sie muendet aus Emissionsreduktionsgruenden in den Ansaugtrakt) wird dieser Kraftstoff der Verbrennung im Zylinder zugefuehrt. Durch diesen zusaetzlichen Kraftstoff im Verbrennungsgemisch wird im Teillast- oder Leerlaufbetrieb eine hoehere Motorleistung als die dem Fahrerwunsch entsprechende freigesetzt, was zu einer kritischen oder sicherheitsgefaehrdenden Situation fuehren kann.

Vorgeschlagen wird zur Erkennung des oben genannten sicherheitsrelevanten Fehlerfalls die Beurteilung der Kraftstoffkonzentration in der Ansaugluft. Ist diese mit Kraftstoff aus der Kurbelgehaeuseentlueftung angereichert, so sind zwei Betriebszustaende zu unterscheiden: Bei zunaechst kalter, aber steigender Motortemperatur beginnen Bestandteile des Kraftstoffes erst im Laufe der Zeit zu sieden. Entsprechend erhoeht sich die zusaetzliche Motorleistung ebenfalls im Laufe der Zeit. Dem kann entgegengewirkt werden durch eine Vermeidung einer weiteren Zunahme der Temperatur bzw. durch eine Reduzierung der eingespritzten Kraftstoffmenge bis hin zum Abstellen des Motors, z.B. durch Schliessen einer Drosselklappe oder falls vorhanden mittels einer Abgasbremse. Tritt die Kraftstoffleckage innerhalb der Zylinderkopfabdeckung jedoch beim heissen Motor im Betrieb auf, so siedet und verdampft der Dieselkraftstoff in sehr kurzer Zeit. In diesem Fall muss der entstehende Druck sofort abgebaut und der Motor abgestellt werden.

Zur Feststellung der Fehlersituation und zur Ausloesung der Sicherheitsreaktion koennen vier Verfahren angewandt werden.

a) Ueberpruefung der Korrelation von Einspritzmenge und Motorleistung:

Aufgrund von nicht kalkulierbaren Antriebseinfluessen kann eine nicht plausible Leistungssteigerung jedoch nur im ausgekuppelten Zustand erkannt werden. Zur Diagnose koennte der Drehzahlabfall des Motors waehrend ein...