Browse Prior Art Database

Einfuehrung einer adaptiven Wortbreiten-Signalverarbeitung fuer ‚MultiLink‘-faehige SDR-Baseband-Chips

IP.com Disclosure Number: IPCOM000018920D
Published in the IP.com Journal: Volume 3 Issue 9 (2003-09-25)
Included in the Prior Art Database: 2003-Sep-25
Document File: 2 page(s) / 70K

Publishing Venue

Siemens

Related People

Juergen Carstens: CONTACT

Abstract

Durch die Faehigkeit, verschiedene Mobilfunk-Standards (z.B. Universal Mobile Telecommunications System UMTS, Wireless Local Area Network WLAN, Global System for Mobile Communications GSM, Bluetooth) in einem einzigen mobilen Endgeraet betreiben zu koennen, ergeben sich neue Anforderungen an die Ressourcen der Hardware. In einem so genannten ‚MultiLink‘-faehigen Chip sind die Signalpfade fuer die einzelnen Standards optimiert, d.h. sowohl die Datenleitungen als auch die arithmetischen Operationen liegen fuer den jeweiligen Standard in einer optimierten Wortbreite (Anzahl der Bits, mit der quantisiert wird) vor, wodurch Chipflaeche und Leistungsaufnahme verringert werden konnten. Nachteilig ist, dass der jeweilige Signalpfad nur fuer einen Standard genutzt werden kann. Eine auf der SDR-Technologie (Software Defined Radio) basierende Chip-Loesung hingegen sieht keine standard-optimierten Signalpfade vor. Die Idee des SDR ist vielmehr, dass ein Signalpfad die Eigenschaft hat, durch Rekonfiguration einen beliebigen Standard verarbeiten zu koennen. Hierzu muessen jedoch die Signalpfade in ihrer maximal erforderlichen Wortbreite spezifiziert werden, d.h. Datenleitungen und Rechensystem muessen so ausgelegt sein, dass sie auch den Standard mit der hoechsten Wortbreite verarbeiten koennen. Dies fuehrt dazu, dass der Leistungsverbrauch pro Datenwert fuer jeden Standard immer gleich hoch ist. Eine adaptive Wortbreiten-Signalverarbeitung, wie sie im folgenden vorgestellt wird, kann dieses Problem bei SDR-Baseband-Chips (Basisband: Bandbereich der Frequenzen vor Wandlung in den Hochfrequenzbereich) loesen. Dazu werden zwei verschiedene Loesungen vorgestellt. Die Verarbeitung der Mobilfunksignale in einer bestimmten Wortbreite geschieht im ersten Ansatz dadurch, dass der zugeordnete Signalpfad konfiguriert wird. Im zweiten Ansatz hingegen wird das Signal auf den entsprechenden bit-optimierten Signalpfad gelegt. Wichtig ist hierbei die Eigenschaft, dass zur Laufzeit auch die Wortbreite angepasst (adaptiert) werden kann. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn sich die Empfangsqualitaet des Signals deutlich veraendert.

This text was extracted from a PDF file.
At least one non-text object (such as an image or picture) has been suppressed.
This is the abbreviated version, containing approximately 51% of the total text.

Page 1 of 2

S

© SIEMENS AG 2003 file: 2003J08041.doc page: 1

Einfuehrung einer adaptiven Wortbreiten-Signalverarbeitung fuer ,MultiLink'- faehige SDR-Baseband-Chips

Idea: Andre Ehlert, DE-Bocholt; Juergen Schueling, DE-Bocholt

Durch die Faehigkeit, verschiedene Mobilfunk-Standards (z.B. Universal Mobile Telecommunications System UMTS, Wireless Local Area Network WLAN, Global System for Mobile Communications GSM, Bluetooth) in einem einzigen mobilen Endgeraet betreiben zu koennen, ergeben sich neue Anforderungen an die Ressourcen der Hardware. In einem so genannten ,MultiLink'-faehigen Chip sind die Signalpfade fuer die einzelnen Standards optimiert, d.h. sowohl die Datenleitungen als auch die arithmetischen Operationen liegen fuer den jeweiligen Standard in einer optimierten Wortbreite (Anzahl der Bits, mit der quantisiert wird) vor, wodurch Chipflaeche und Leistungsaufnahme verringert werden konnten. Nachteilig ist, dass der jeweilige Signalpfad nur fuer einen Standard genutzt werden kann.

Eine auf der SDR-Technologie (Software Defined Radio) basierende Chip-Loesung hingegen sieht keine standard-optimierten Signalpfade vor. Die Idee des SDR ist vielmehr, dass ein Signalpfad die Eigenschaft hat, durch Rekonfiguration einen beliebigen Standard verarbeiten zu koennen. Hierzu muessen jedoch die Signalpfade in ihrer maximal erforderlichen Wortbreite spezifiziert werden, d.h. Datenleitungen und Rechensystem muessen so ausgelegt sein, dass sie auch den Standard mit der hoechsten Wortbreite verarbeiten koennen. Dies fuehrt dazu, dass der Leistungsverbrauch pro Datenwert fuer jeden Standard immer gleich hoch ist. Eine adaptive Wortbreiten-Signalverarbeitung, wie sie im folgenden vorgestellt wird, kann dieses Problem bei SDR-Baseband-Chips (Basisband: Bandbereich der Frequenzen vor Wandlung in den Hochfrequenzbereich) loesen. Dazu werden zwei verschiedene Loesungen vorgestellt. Die Verarbeitung der Mobilfunksignale in einer bestimmten Wortbreite geschieht im ersten Ansatz dadurch, dass der zugeordnete Signalpfad konfiguriert wird. Im zweiten Ansatz hingegen wird das Signal auf den entsprechenden bit-optimierten Signalpfad gelegt. Wichtig ist hierbei die Eigenschaft, dass zur Laufzeit auch die Wortbreite angepasst (adaptiert) werden kann. Dies ist insbesondere dan...