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Verfahren zum Recycling von Amin-Hydrohalogeniden

IP.com Disclosure Number: IPCOM000021297D
Publication Date: 2004-Jan-12
Document File: 6 page(s) / 12K

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Recycling von Amin-Hydrohalogeniden, deren saurer Charakter – also deren Neigung, Wasserstoff-Kationen (Protonen) abzugeben – unter den gegebenen Bedingungen größer ist als der der entsprechenden Ammoniumhalogenide, durch Umsetzung dieser Amin-Hydrohalogenide mit Ammoniak unter Bildung von Ammoniumhalogeniden und freiem Amin.

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Verfahren zum Recycling von Amin-Hydrohalogeniden


Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Recycling von Amin-
Hydrohalogeniden, deren saurer Charakter - also deren Neigung,
Wasserstoff-Kationen (Protonen) abzugeben - unter den gegebenen

Bedingungen größer ist als der der entsprechenden
Ammoniumhalogenide, durch Umsetzung dieser Amin-Hydrohalogenide
mit Ammoniak unter Bildung von Ammoniumhalogeniden und freiem
Amin.

Alle bislang in der Literatur beschriebenen Recycling-Methoden
von Amin-Hydrohalogeniden, welche in großtechnischen chemischen
Prozessen, wie beispielsweise bei der Herstellung von
organofunktionellen Silanen, in großen Mengen als Neben- oder
Beiprodukte anfallen können, beruhen auf deren Reaktion mit

starken Basen, die unter Freisetzung des Amins zur Bildung der
Halogenide der entsprechenden korrespondierenden Säuren der
eingesetzten Basen führen. Diese Verfahren verwenden in der
Regel wässrige Lösungen von in riesiger Menge verfügbaren
Alkali- oder Erdalkali-Hydroxiden. Dabei werden die häufig in

fester Form vorliegenden Amin-Hydrohalogenide in die meist
flüssigen Amine überführt, die sich entweder direkt als zweite
Phase aus der flüssigen Mischung abscheiden oder durch
Extraktion aus der wässrigen gewonnen werden. In allen Fällen
besitzen die so gewonnenen Amine hohe Restgehalte an

Feuchtigkeit, die deren weitere Verwendbarkeit einschränkt und
daher ggf. eine spezielle Trocknung notwendig macht. Darüber
hinaus ist gemeinhin eine teilweise aufwendige Entfernung der
Restgehalte an Aminen bzw. Extraktionsmitteln (z. B.
Kohlenwasserstoffe) aus der wässrigen Halogenidsalzlösung

nötig, um diese Lösungen bedenkenlos in entsprechende
Abwasserkreisläufe verbringen zu können.

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Vor dem Hintergrund dieser Schwachpunkte der gemäß dem Stand
der Technik bekannten Verfahren zum Recycling von Amin-
Hydrohalogeniden bestand die Aufgabe, ein einfaches Verfahren
zu entwickeln, das Amin-Hydrohalogenide in hohen Ausbeuten in
deren korrespondierende freie Amine in hohen Reinheiten

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überführt.


Diese Aufgabe konnte mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens
gelöst werden. Das erfindungsgemäße Verfahren zum Recycling von
solchen Amin-Hydrohalogeniden, deren saurer Charakter - also

deren Neigung, Wasserstoff-Kationen (Protonen) abzugeben -
unter den gegebenen Bedingungen größer ist als der der
Ammoniumhalogenide, löst die Aufgabe durch Umsetzung der Amin-
Hydrohalogenide mit Ammoniak unter Bildung von
Ammoniumhalogeniden und freiem Amin. Als sehr vorteilhaft

erweist sich das Verfahren insbesondere dadurch, dass die
erhaltenen Amine wasserfrei erhalten werden. Weiterhin werden
hierbei zeitgleich die vielfältig, beispielsweise in der
Düngemittel-Industrie, verwendbaren Ammoniumhalogenide
gewonnen. Neben der in vielen Belangen ökonomischeren Bilanz

gegenüber den bestehenden Verfahren existieren ferner auch
ökologische Vorteile, da hierdurch die oft als Abfallstoff
anfallenden Amin-Hydrohalogenide ohne Erzeugung ander...