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Über Anwendungsgebiete von Farbstoffreste aufweisenden Organosiliciumverbindungen

IP.com Disclosure Number: IPCOM000021657D
Publication Date: 2004-Jan-30
Document File: 7 page(s) / 34K

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Abstract

Gemäß der Patentschrift EP 960153 B1 sind Farbstoffreste aufweisende Organosiliciumverbindungen auf einfachem Wege durch die Umsetzung von Reaktivfarbstoffen mit geeigneten nucleophilen Organopolysiloxanen zugänglich. Dies eröffnet den raschen Zugang zu einer äußerst interessanten Substanzklasse, welche vielfältige Einsatzgebiete besitzt und deren mögliche technische Anwendungen in dieser Veröffentlichung diskutiert werden sollen.

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Anwendungen für Farbstoffreste aufweisende Organosiliciumverbindungen 1/7

          Über Anwendungsgebiete von Farbstoffreste aufweisenden Organosiliciumverbindungen

Christian Ochs und Anton Candussio Wacker-Chemie GmbH, D-84480 Burghausen, Germany

Zusammenfassung

     Gemäß der Patentschrift EP 960153 B1 sind Farbstoffreste aufweisende Organosiliciumverbindungen auf einfachem Wege durch die Umsetzung von Reaktivfarbstoffen mit geeigneten nucleophilen Organopolysiloxanen zugänglich. Dies eröffnet den raschen Zugang zu einer äußerst interessanten Substanzklasse, welche vielfältige Einsatzgebiete besitzt und deren mögliche technische Anwendungen in dieser Veröffentlichung diskutiert werden sollen.

1. Hintergrund

Der gleichzeitige Einsatz von Siliciumverbindungen und Farbstoffen ist aufgrund der Nicht- Mischbarkeit bzw. Unlöslichkeit der meisten Farbstoffe in Siliciumverbindungen problema- tisch. Die Unverträglichkeit beider Substanzklassen miteinander führt daher oftmals zu inhomogen gefärbten Produkten bzw. zu einem langsamen Ausschwitzen einer der Produkt- komponenten und damit zu insgesamt negativen Produkteigenschaften. Die Verwendung bestimmter Abmischungen von Farbstoffen mit speziellen Silanen bzw. Siloxanen, wie beispielsweise in US 5,281,240 beschrieben, kann dem zwar bis zu einem gewissen Grad entgegenwirken, eine Entmischung der Einzelkomponenten kann jedoch auch auf diese Weise nicht dauerhaft verhindert werden. Das Problem lässt sich dagegen lösen, wenn das Farbstoffmolekül chemisch an eine Organosiliciumverbindung gebunden wird.

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2. Farbige Organosiliciumverbindungen

Farbstoffhaltige Silane sind bereits seit einigen Jahrzehnten bekannt. Sie sind Thema zahl- reicher Monographien und Patente (siehe hierzu etwa J. Soc. Dyers and Col. 1969, 85 (9),
S. 401-404
).

Farbstofftragende Siloxane beschreiben dagegen z. B. die Patente US 2,925,313 und US 4,403,099. Die dort genannten Herstellungsverfahren (Azokupplung bzw. basische Epoxid- ringöffnung) sind aber entweder nur auf ausgewählte Farbstoffklassen, wie z. B. anilinhaltige Azoverbindungen, bzw. auf Nitro-Substituenten tragende Aromaten anwendbar, oder aus- schließlich auf epoxyfunktionelle Siliconöle beschränkt. Des weiteren tragen die in den US- Patenten beschriebenen Siloxane aufgrund der angewandten Herstellverfahren keine weiteren funktionellen Gruppen.

Einen etwas breiteren Ansatz lehrt hingegen die Patentschrift EP 960153 B1, welche Farb- stoffreste aufweisende Organopolysiloxane, wie sie durch die Umsetzung von Reaktivfarb- stoffen mit nucleophilen Polysiloxanen erhalten werden, beschreibt. Die Synthese beruht insbesondere auf der Reaktion einer oder mehrerer, kovalent an ein Farbstoffmolekül ange- bundener Reaktivgruppe(n) mit geeigneten funktionellen Gruppen, wie etwa der Aminoalkyl-, Mercaptoalkyl- oder Hydroxygruppe, eines Organopolysiloxans

In EP 960153 B1 originär beschrieben sind zwar nur su...