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Abwasserreinigung siliciumorganisch belasteter Abwässer

IP.com Disclosure Number: IPCOM000021894D
Publication Date: 2004-Feb-16
Document File: 2 page(s) / 24K

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Abstract

Bei der Hydrolyse von Chlorsilanen sowie der Herstellung von Methylhalogeniden fällt Prozesswasser und Abwasser an. Diese Wässer sind mit HCL , Methanol sowie siliciumorganischen Verbindungen be-haftet. Die vorliegende Publication betrifft ein Verfahren zur Abtrennung der siliciumorganischen Verbindungen aus diesem Prozesswasser und Abwasser. (Die siliciumorganischen Verbindungen sind ein Gemisch aus Dimethylsilandiol, Trimethylsilanol, Octa-methylcyclotetrasiloxan, Polymethylsiloxan mit Hydroxylgruppe n=1-10.)

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ULRIKE BÜTTNER

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Abwasserreinigung siliciumorganisch belasteter Abwässer

Bei der Hydrolyse von Chlorsilanen sowie der Herstellung von Methylhalogeniden fällt Prozesswasser und Abwasser an. Diese Wässer sind mit HCL , Methanol sowie siliciumorganischen Verbindungen behaftet.

Die vorliegende Publication betrifft ein Verfahren zur Abtrennung der siliciumorganischen Verbindungen aus diesem Prozesswasser und Abwasser. (Die siliciumorganischen Verbindungen sind ein Gemisch aus Dimethylsilandiol, Trimethylsilanol, Octamethylcyclotetrasiloxan, Polymethylsiloxan mit Hydroxylgruppe n=1-10.)

Die Publication beschreibt ein wirtschaftliches und umweltfreundliches Verfahren ,nach dem es möglich ist aus dem Prozesswasser der Polydimethylsiloxanherstellung sowie der Methylchloridherstellung siliciumorganische Verbindungen abzutrennen und einer Wertstoffverwendung wieder zuzuführen.

Es ist ein Verfahren, in dem Prozesswasser der oben genannten Anlagen mittels Membrantrennung zu einem siliciumorganisch-abgereichten und siliciumorganisch-haltigen Abwasserstrom gesplittet werden. Die Trennung erfolgt über eine Membran. Die Membrantechnik ist bekannt im Einsatz zur Trennung von Suspensionen oder Kolloiden Lösungen. Mit speziellen (porenfreien) Membranen ist es allerdings auch möglich eine Trennwirkung entgegen des osmotischen Druckes zu erreichen (Umkehrosmose).

Das Prozesswasser wird einem Feedbehälter zugeführt. Der Feedstrom wird auf 20 bis 30 °C temperiert. Aus diesem Behälter wird das Prozesswasser über eine Kreiselpumpe mit 10 bar der Membrantrennzelle zugeführt. Die Zelle verlässt ein Permeat- sowie Retentatstrom. Das Retentat wird auf den Feedbehälter zurückgeführt. Das Permeat entspricht dem siliciumorganisch-abgereichten Abwasserstrom. Dieser Strom wird einer Destillation zur HCl -Verwertung zugeführt . Das Retentat wird mehrmals im Kreislauf gefahren. Dabei konzentrieren sich alle siliciumorganischen Verbindungen bis zur Löslichkeitsgrenze auf. Wird die Löslichkeitsgrenze überschritten, bildet sich eine zweite Phase aus. Diese siliciumorganische Phase, welche leichter als Wasser ist, wird aus dem Prozess abgeführt und einer Wiederverwendung zugeführt. Die Trennzelle ist eine Polymermembran oder auch eine Keramikmembran. Der salzsaure Feedstrom darf in unbegrenzten Mengen siliciumorganische Verbindungen enthalten. Die siliciumorganische Verbindungen dürfen auch wasserlöslich sein. Enthaltene Alkoholmengen wie Methanol oder Ethanol im Feedstrom behindern die Trennung nicht.

Beispiel 1: Im beschriebenen Beispiel wurde Prozesswasser aus einer Anlage zur Herstellung von Methylhalogeniden im speziellen Fall Methylchlorid benutzt. Das Reaktionswasser enthält 1 % HCl,1 % Methanol sowie 500 ppm siliciumorganische Verbindungen. Die siliciumorganische Verbindungen sind im wesentlichen Dimethylsilandiol und Trimethylsilan...