Browse Prior Art Database

Visited-Discounting-Verfahren fuer Bezahlvorgaenge bei verteilten Bezahlsystemen

IP.com Disclosure Number: IPCOM000023322D
Published in the IP.com Journal: Volume 4 Issue 4 (2004-04-25)
Included in the Prior Art Database: 2004-Apr-25
Document File: 3 page(s) / 58K

Publishing Venue

Siemens

Related People

Juergen Carstens: CONTACT

Abstract

Bei Bezahlvorgaengen fuer Leistungen aller Art, z.B. im elektronischen oder mobilen Handel, sind unterschiedliche Parteien beteiligt. Neben dem Haendler (Merchant), der Geld von einem Kunden (Customer) einzieht, sind auch die Betreiber der Bezahlsysteme des Haendlers (Acquirer) und des Kunden (Issuer) beteiligt. Optional kann auch ein Vermittler (Broker) zwischen dem Acquirer und dem Issuer treten. Abbildung 1 zeigt das Beziehungsschema der beteiligten Parteien. Im Zuge des Bezahlvorgangs muss zunaechst eine Preisbestimmung fuer die erbrachte Leistung erfolgen (Rating). Ein Teil dieser Preisbestimmung, der ein wesentliches Wettbewerbsmerkmal darstellt, ist die Preiskorrektur zum Zweck der Kundenbindung (Discounting). Hierbei geht neben dem Grundpreis das Kaufverhalten des Kunden ein. Ein typisches Beispiel dafuer ist der Mengenrabatt („jede 10. Diensterbringung ist umsonst“). Um das Discounting durchzufuehren, muessen an einer Stelle Informationen ueber das Kaufverhalten des Kunden gespeichert werden, die fuer die Preisbestimmung zukuenftiger Kaeufe genutzt werden.

This text was extracted from a PDF file.
At least one non-text object (such as an image or picture) has been suppressed.
This is the abbreviated version, containing approximately 32% of the total text.

Page 1 of 3

S

Visited-Discounting-Verfahren fuer Bezahlvorgaenge bei verteilten Bezahlsystemen

Idea: Dr. Bertolt Eicke, DE-Berlin

Bei Bezahlvorgaengen fuer Leistungen aller Art, z.B. im elektronischen oder mobilen Handel, sind unterschiedliche Parteien beteiligt. Neben dem Haendler (Merchant), der Geld von einem Kunden (Customer) einzieht, sind auch die Betreiber der Bezahlsysteme des Haendlers (Acquirer) und des Kunden (Issuer) beteiligt. Optional kann auch ein Vermittler (Broker) zwischen dem Acquirer und dem Issuer treten. Abbildung 1 zeigt das Beziehungsschema der beteiligten Parteien.

Im Zuge des Bezahlvorgangs muss zunaechst eine Preisbestimmung fuer die erbrachte Leistung erfolgen (Rating). Ein Teil dieser Preisbestimmung, der ein wesentliches Wettbewerbsmerkmal darstellt, ist die Preiskorrektur zum Zweck der Kundenbindung (Discounting). Hierbei geht neben dem Grundpreis das Kaufverhalten des Kunden ein. Ein typisches Beispiel dafuer ist der Mengenrabatt ("jede 10. Diensterbringung ist umsonst"). Um das Discounting durchzufuehren, muessen an einer Stelle Informationen ueber das Kaufverhalten des Kunden gespeichert werden, die fuer die Preisbestimmung zukuenftiger Kaeufe genutzt werden.

Bisher gibt es weder eine Vernetzung von Bezahlsystemen (Roaming) noch existieren standardisierte Schnittstellen dafuer. Bei Bezahlvorgaengen, in die unterschiedliche Bezahlsysteme involviert sind, ist das Discounting daher nicht moeglich.

Beschrieben wird nun ein Verfahren, welches das Discounting im Bezahlsystem des Haendlers moeglich macht, wenn Kunde und Haendler verschiedenen Bezahlsystemen angehoeren. Die Grundidee des Verfahrens besteht in der Verteilung der Kundendaten auf die Bezahlsysteme des Haendlers und des Kunden. Die Informationen ueber das Kaufverhalten (Usage Counter) werden anonym im Acquirer gespeichert. Die Geldkonten dagegen, z.B. Prepaid-Guthaben, werden im Issuer gehalten. Die Informationen ueber das Kaufverhalten koennen nach einer festgelegten Gueltigkeitsdauer geloescht werden. Die Informationen zwischen den Systemen werden in geeigneter Weise ausgetauscht. Dabei muessen die vertraglichen Beziehungen beruecksichtigt werden: Der Acquirer kennt nur den Haendler, der Issuer kennt nur den Kunden. Die Schnittstelle zwischen dem Acquirer und dem Issuer (und damit das Verfahren) ist generisch: Es werden keine speziellen Einschraenkungen fuer das Rating-Verfahren gemacht. Das Verfahren deckt auch den Fall ab, dass der Informationsfluss zwischen dem Acquirer und dem Issuer ueber eine dritte Instanz (Broker) geht. Der Fluss bleibt dabei unveraendert.

Der Ablauf des Verfahrens ist in Abbildung 2 dargestellt.

1. Der Kunde entscheidet sich fuer einen Kauf und teilt dem Haendler einen Identifikator fuer sich (optional authentifiziert und anonymisiert ) und den Issuer mit.

2. Der Haendler schickt eine Kostenanfrage an den Acquirer, die neben den Kundendaten auch Parameter fuer die Preisbestimmung des zu bezahlenden Dienstes enthaelt. Beispiels...