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Verfahren zur Bereitstellung von Redundanz in IP-vernetzten Kommunikationssystemen

IP.com Disclosure Number: IPCOM000023762D
Published in the IP.com Journal: Volume 4 Issue 4 (2004-04-25)
Included in the Prior Art Database: 2004-Apr-25
Document File: 2 page(s) / 132K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Das Leistungsmerkmal CFSS (Call Forwarding for Small remote Sites) dient zur Aufrechterhaltung eines Notbetriebs, wenn bei zwei IP-vernetzten Telekommunikationsanlagen (VoIP: Voice over IP; mit Haupt- und Filialanlage) die Hauptanlage ausfällt oder das IP-Netz gestört ist. Wenn die Hauptanlage für ihre registrierten IP-Teilnehmer (Phones, Clients) nicht mehr erreichbar ist, registrieren sich diese automatisch bei der Filialanlage (Emergency-Betrieb). Während im Normalbetrieb alle Gespräche für ein IP-Phone (Gerät zur Telekommunikation via VoIP) über die Filialanlage in die Hauptanlage weitergeleitet werden (Call Forwarding), leitet die Filialanlage im Emergency-Betrieb alle bei ihr ankommenden Gespräche direkt zu den nunmehr dort registrierten IP-Teilnehmern. Falls die Hauptanlage im Emergency-Betrieb noch aktiv ist und lediglich die IP-Verbindung zwischen der Hauptanlage, ihren Endpunkten und der Filialanlage gestört ist, routet die Hauptanlage alle Gespräche beispielsweise über eine TDM-Verbindung zur Filialanlage mit den dort angemeldeten Teilnehmern. In der beschriebenen Form ist das Leistungsmerkmal CFSS allerdings nicht für Redundanz- oder Notbetriebslösungen bei Anlagenausfällen in so genannten Allserve-Netzen (Verbund von Systemen) einsetzbar, da im Emergency-Modus weder eine optimierte Wegesuche noch ein Single-System-Image (Teilnehmer hat den Eindruck, nur ein einziges System zu nutzen) abgedeckt werden kann. Redundanz kann durch eine zweite, parallel verfügbar gehaltene Anlage erzielt werden (Cluster-Service). Dies ist jedoch nicht kostenoptimal und deckt nur Ausfälle von Anlagen, jedoch keine Ausfälle von Netzsegmenten ab.

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S

Verfahren zur Bereitstellung von Redundanz in IP-vernetzten Kommunikationssystemen

Idea: Dr.-Ing. Werner Lindemann, DE-Witten; Martin Gerst, DE-Witten; Reinhard Köninger, DE- Witten; Roland Roth, DE-Witten

Das Leistungsmerkmal CFSS (Call Forwarding for Small remote Sites) dient zur Aufrechterhaltung eines Notbetriebs, wenn bei zwei IP-vernetzten Telekommunikationsanlagen (VoIP: Voice over IP; mit Haupt- und Filialanlage) die Hauptanlage ausfällt oder das IP-Netz gestört ist. Wenn die Hauptanlage für ihre registrierten IP-Teilnehmer (Phones, Clients) nicht mehr erreichbar ist, registrieren sich diese automatisch bei der Filialanlage (Emergency-Betrieb). Während im Normalbetrieb alle Gespräche für ein IP-Phone (Gerät zur Telekommunikation via VoIP) über die Filialanlage in die Hauptanlage weitergeleitet werden (Call Forwarding), leitet die Filialanlage im Emergency-Betrieb alle bei ihr ankommenden Gespräche direkt zu den nunmehr dort registrierten IP-Teilnehmern. Falls die Hauptanlage im Emergency-Betrieb noch aktiv ist und lediglich die IP-Verbindung zwischen der Hauptanlage, ihren Endpunkten und der Filialanlage gestört ist, routet die Hauptanlage alle Gespräche beispielsweise über eine TDM-Verbindung zur Filialanlage mit den dort angemeldeten Teilnehmern.

In der beschriebenen Form ist das Leistungsmerkmal CFSS allerdings nicht für Redundanz- oder Notbetriebslösungen bei Anlagenausfällen in so genannten Allserve-Netzen (Verbund von Systemen) einsetzbar, da im Emergency-Modus weder eine optimierte Wegesuche noch ein Single-System- Image (Teilnehmer hat den Eindruck, nur ein einziges System zu nutzen) abgedeckt werden kann. Redundanz kann durch eine zweite, parallel verfügbar gehaltene Anlage erzielt werden (Cluster- Service). Dies ist jedoch nicht kostenoptimal und deckt nur Ausfälle von Anlagen, jedoch keine Ausfälle von Netzsegmenten ab.

Eine Lösung des Problems kann dadurch erfolgen, dass sich bei Ausfall eines Systems oder Netzsegments ein ursprünglich dort angemeldeter Teilnehmer nun bei einer im IP-Phone konfigurierten alternativen Anlage registriert. Alle Anlagen im Netzverbund, die noch aktiv bzw. erreichbar sind, werden per Broadcast-Nachricht (Nachricht, die an alle Teilnehmer gesendet wird) davon unterrichtet, dass das IP-Phone unter der gleichen Rufnummer nun an einer anderen Anlage angemeldet ist. Darauf hin werden die Routing-Algorithmen der anderen Anlagen so aktualisiert, dass bei netzübergreifenden Anrufen der direkte Weg via IP zwischen den beteiligten Anlagen gefunden werden kann. Um das Single-System-Image in einem Allserve-Netzverbund aufrecht zu erhalten, erfolgt die Broadcast-Information auch an den zentralen Feature-Server, der wiederum die Middleware-Komponenten wie z.B. CSTA (Computer Supported Telephony Application) und CAP (Computer Assisted Purchasing) mit entsprechenden Daten versorgt. Dadurch können auch netzweite Applikationen (Anwendungen) die neue Netzkonfiguration berücksichtigen.

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