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Netzoptimierung durch Verwendung ortsbezogener Messreporte (Measurement Supported Network Planning)

IP.com Disclosure Number: IPCOM000029057D
Original Publication Date: 2004-Jul-25
Included in the Prior Art Database: 2004-Jul-25
Document File: 4 page(s) / 795K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Die Dimensionierung moderner Funksysteme stellt einen bedeutenden und schwierigen Schritt in der Planung und Realisierung aktueller sowie zukuenftiger Netze dar. Ein besonderes Problem hierbei ergibt sich durch die knappe Ressource Frequenzspektrum, welche optimal genutzt werden soll. Ausgehend vom Shannon-Theorem kann in einem gewissen Frequenzband eine maximal erzielbare Datenrate auch durch weiteren technischen Fortschritt nicht ueberschritten werden; es existiert eine theoretische Obergrenze. Bei der Planung von Netzen sind somit verschiedene gegensaetzliche Kriterien zu erfuellen. Einerseits soll eine lueckenlose Abdeckung erzielt werden, um dem Teilnehmer flaechendeckende Dienste verfuegbar zu machen. Andererseits fuehrt ein zu geringer Abstand zwischen benachbarten Zellen zu einer Mehrfachabdeckung bestimmter Bereiche, so dass unter Umstaenden Gleichkanalinterferenz die Verbindungsqualitaet und damit die erzielbare Datenrate mindert. In der Realitaet finden sich daher Orte unterschiedlichster Versorgungsqualitaet innerhalb oder am Rande einer Zelle. Um gezielt an einer Verbesserung des dortigen Funkfeldes arbeiten zu koennen, ist es zunaechst einmal wichtig zu wissen, wo genau die eben beschriebenen Probleme gehaeuft auftreten. Zu diesem Zweck waere es von Vorteil, wenn eine detaillierte Versorgungskarte (Link Map) mit Eintraegen von Problemzonen verfuegbar gemacht werden kann. Je genauer die Granularitaet eingestellt werden kann, desto gezielter ist es moeglich, Gegenmassnahmen zur Verbesserung der Versorgung zu ergreifen. Da mobile Dienste nahezu flaechendeckend angeboten werden sollen, ist es notwendig, dass die eben erwaehnte Link Map nicht nur moeglichst granular, sondern ebenfalls vollstaendig ausgefuehrt wird. Dies bedeutet, dass auch nicht direkt zugaengliche Bereiche wie Privatwohnungen oder Firmengelaende erfasst und kartographisiert werden muessen.

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Netzoptimierung durch Verwendung ortsbezogener Messreporte (Measurement Supported Network Planning)

Idee: Dr. Matthias Lott, DE-Muenchen; Dr. Egon Schulz, DE-Muenchen; Marc Schinnenburg, DE- Aachen; Matthias Siebert, DE-Aachen; Stephan Goebbels, DE-Aachen

Die Dimensionierung moderner Funksysteme stellt einen bedeutenden und schwierigen Schritt in der Planung und Realisierung aktueller sowie zukuenftiger Netze dar. Ein besonderes Problem hierbei ergibt sich durch die knappe Ressource Frequenzspektrum, welche optimal genutzt werden soll. Ausgehend vom Shannon-Theorem kann in einem gewissen Frequenzband eine maximal erzielbare Datenrate auch durch weiteren technischen Fortschritt nicht ueberschritten werden; es existiert eine theoretische Obergrenze. Bei der Planung von Netzen sind somit verschiedene gegensaetzliche Kriterien zu erfuellen. Einerseits soll eine lueckenlose Abdeckung erzielt werden, um dem Teilnehmer flaechendeckende Dienste verfuegbar zu machen. Andererseits fuehrt ein zu geringer Abstand zwischen benachbarten Zellen zu einer Mehrfachabdeckung bestimmter Bereiche, so dass unter Umstaenden Gleichkanalinterferenz die Verbindungsqualitaet und damit die erzielbare Datenrate mindert. In der Realitaet finden sich daher Orte unterschiedlichster Versorgungsqualitaet innerhalb oder am Rande einer Zelle. Um gezielt an einer Verbesserung des dortigen Funkfeldes arbeiten zu koennen, ist es zunaechst einmal wichtig zu wissen, wo genau die eben beschriebenen Probleme gehaeuft auftreten. Zu diesem Zweck waere es von Vorteil, wenn eine detaillierte Versorgungskarte (Link Map) mit Eintraegen von Problemzonen verfuegbar gemacht werden kann. Je genauer die Granularitaet eingestellt werden kann, desto gezielter ist es moeglich, Gegenmassnahmen zur Verbesserung der Versorgung zu ergreifen. Da mobile Dienste nahezu flaechendeckend angeboten werden sollen, ist es notwendig, dass die eben erwaehnte Link Map nicht nur moeglichst granular, sondern ebenfalls vollstaendig ausgefuehrt wird. Dies bedeutet, dass auch nicht direkt zugaengliche Bereiche wie Privatwohnungen oder Firmengelaende erfasst und kartographisiert werden muessen.

Eine wichtige, nicht nur technische, sondern ebenfalls oekonomische Frage bei der Planung und Aufstellung von Basisstationen sind Installationskosten, Wartung und Betrieb. Daher kann es sein, dass bestimmte Bereiche bei der Versorgung zunaechst bewusst ausgespart werden, diese aber nachtraeglich dennoch integriert werden sollen. Eine moegliche Alternative zum Ausbau der permanenten Infrastruktur stellt hier die Erweiterung des Versorgungsbereichs einer Zelle durch den Einsatz von Multihop-Funkstrecken dar. Durch die Nutzung bestimmter Stationen, welche sich noch im Versorgungsbereich einer Basisstation befinden, als Relais, ist somit eine Anbindung weiterer Terminals ausserhalb der Zelle moeglich. Auch hier ist es wieder von Interesse zu wissen, wie sich die Interferenzsituation am jeweiligen Empfangsort eines Kommu...