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Richtungsabhaengiges Hoeren in Audiokonferenzschaltungen fuer eine Verbesserung des personenbezogenen Verstaendnisses unter Verwendung des Kunstkopfmodells

IP.com Disclosure Number: IPCOM000030003D
Original Publication Date: 2004-Aug-25
Included in the Prior Art Database: 2004-Aug-25
Document File: 3 page(s) / 755K

Publishing Venue

Siemens

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Juergen Carstens: CONTACT

Abstract

Bei den derzeitigen Audiokonferenzschaltungen ist ein Richtungshoeren nicht vorgesehen. Die Kommunikation ist in derartigen Telefonkonferenzen derart eingeschraenkt, dass dem Gehoerten oft nur schwer der richtige Sprecher zuzuordnen ist. Dieser Nachteil ist um so ausgepraegter, je mehr Teilnehmer in der Konferenz eingeschaltet sind und je kontroverser die Kommunikation unter den Teilnehmern ist. Das aus der Akustik bekannte Kunstkopfmodell fuer Stereohoeren mit Kopfhoerer liegt dieser Problemloesung zugrunde. Ausgehend von diesem Modell werden allen Gespraechsteilnehmern fuer die Dauer der Konferenz ein spezifischer Platz auf dem Verbindungsbogen zwischen den Ohren zugeordnet (siehe Abb. 1). Da jeder Teilnehmer fuer die Dauer der Konferenz aus einer festgelegten Richtung spricht, ist eine Verbesserung der Verstaendlichkeit in Konferenzen zu erzielen. Aus der Kunstkopftheorie ist bekannt, dass die wahrgenommene Richtung des Sprechers im wesentlichen durch Laufzeitunterschiede des Schalldrucksignals zwischen den beiden Ohren resultiert. Werden nun die einzelnen Sprachkanaele der Konferenzteilnehmer entsprechend zu einem linken und rechten Kanal zusammengeschaltet, ist der zuvor beschriebene Stereoeffekt zu erreichen. Abbildung 2 zeigt dazu ein grobes Konzept. Die kommenden Sprachkanaele der Teilnehmer eins bis drei sind zugaenglich in der Telekommunikationsanlage (beispielsweise HiPath, ein Produkt der Siemens AG), welche die Konferenz schaltet. Jeder der Abtastwerte dieser Sprachkanaele werden zueinander fuer die linke und rechte Seite des Kopfhoerers zeitlich verschoben, so dass der eingezeichnete Stereoeffekt zu erzielen ist. Fuer die eigene Sprache des Kunstkopfteilnehmers wird kein Zeitversatz zwischen den beiden Kopfhoererseiten geschaltet.

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Richtungsabhaengiges Hoeren in Audiokonferenzschaltungen fuer eine Verbesserung des personenbezogenen Verstaendnisses unter Verwendung des Kunstkopfmodells

Idee: Dr. Theodor Jandewerth, DE-Witten

Bei den derzeitigen Audiokonferenzschaltungen ist ein Richtungshoeren nicht vorgesehen. Die Kommunikation ist in derartigen Telefonkonferenzen derart eingeschraenkt, dass dem Gehoerten oft nur schwer der richtige Sprecher zuzuordnen ist. Dieser Nachteil ist um so ausgepraegter, je mehr Teilnehmer in der Konferenz eingeschaltet sind und je kontroverser die Kommunikation unter den Teilnehmern ist.

Das aus der Akustik bekannte Kunstkopfmodell fuer Stereohoeren mit Kopfhoerer liegt dieser Problemloesung zugrunde. Ausgehend von diesem Modell werden allen Gespraechsteilnehmern fuer die Dauer der Konferenz ein spezifischer Platz auf dem Verbindungsbogen zwischen den Ohren zugeordnet (siehe Abb. 1). Da jeder Teilnehmer fuer die Dauer der Konferenz aus einer festgelegten Richtung spricht, ist eine Verbesserung der Verstaendlichkeit in Konferenzen zu erzielen.

Aus der Kunstkopftheorie ist bekannt, dass die wahrgenommene Richtung des Sprechers im wesentlichen durch Laufzeitunterschiede des Schalldrucksignals zwischen den beiden Ohren resultiert. Werden nun die einzelnen Sprachkanaele der Konferenzteilnehmer entsprechend zu einem linken und rechten Kanal zusammengeschaltet, ist der zuvor beschriebene Stereoeffekt zu erreichen. Abbildung 2 zeigt dazu ein grobes Konzept. Die kommenden Sprachkanaele der Teilnehmer eins bis drei sind zugaenglich in der Telekommunikationsanlage (beispielsweise HiPath, ein Produkt der Siemens AG), welche die Konferenz schaltet. Jeder der Abtastwerte dieser Sprachkanaele werden zueinander fuer die linke und rechte Seite des Kopfhoerers zeitlich verschoben, so dass der eingezeichnete Stereoeffekt zu erzielen ist. Fuer die eigene Sprache des Kunstkopfteilnehmers wird kein Zeitversatz zwischen den beiden Kopfhoererseiten geschaltet.

Mit diesem bisherigen Verfahren ist nur fuer die Teilnehmer der Stereoeffekt zu erreichen, die zu der Telekommunikationsanlage (z.B. HiPath) gehoeren, welche auch die Konferenz schaltet. Um auch anderen Teilnehmern in anderen Telekommunikationsanlagen wie zum...