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Synchronisation von Routinginformation in schaltbaren Transportnetzen

IP.com Disclosure Number: IPCOM000030890D
Original Publication Date: 2004-Oct-25
Included in the Prior Art Database: 2004-Oct-25
Document File: 3 page(s) / 78K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

In einem automatisch schaltbaren Transportnetz (ASTN) bzw. in einem automatisch schaltbaren optischen Netz (ASON) kann vereinzelt das Update der Routeninformationen in den einzelnen Netzknoten notwendig werden. Kritisch ist insbesondere der nachfolgende Fall: a) Die Wegsuche erfolgt fuer das Gesamtnetz bzw. fuer Subnetze an zentraler Stelle (z.B. im NMS - Network Management System). Die Wegesuche erfolgt dabei nicht nur fuer Working-Pfade, sondern auch fuer Protection- bzw. Restoration-Pfade. b) Die Routeninformation wird anschliessend in die Netzelemente geladen. Dabei genuegt es, die Routeninformation in die Ingress-Knoten zu laden, also in den Quellknoten der jeweiligen Verbindung. c) Die Signalisierung, also das Etablieren der Verbindungen, erfolgt bei Bedarf dezentral anhand der Routeninformation in den Ingress-Knoten. Im Fall von Working und Protection-Pfaden wird der Verbindungsaufbau entweder vom Operator ueber das NMS oder durch ein angeschlossenes Client Netzelement ueber das User Network Interface (UNI) getriggert. Restoration-Pfade werden im Fehlerfall vom Ingress-Knoten selbststaendig aufgebaut. d) Diese drei genannten Schritte a) - c) koennen fuer eine kontinuierliche Routenoptimierung und Routenanpassung wiederholt durchlaufen werden, z.B. nach dem Auftreten eines Fehlers im Netz. Problematisch koennen diese wiederholten Updates jedoch dann werden, wenn grosse Datenmengen in die jeweiligen Ingress-Knoten ueberspielt werden muessen, was Sekunden bis Minuten dauern kann. Insbesondere koennen dadurch Wissens- oder Informationsunterschiede zwischen den Netzknoten auftreten, wenn bei einem Netzknoten der Aktualisierungsvorgang bereits abgeschlossen ist, bei einem anderen der Aktualisierungsvorgang jedoch noch laenger andauert. Der dezentrale Charakter der Netzsteuerung von ASTNs bzw. ASONs erfordert jedoch fuer eine effiziente und fehlerfreie Signalisierung einen gleichen Informationsstand zur selben Zeit in allen Netzknoten. Bei inkonsistenter Routeninformation in den Netzelementen kann es zu Ressourcenkonflikten kommen. Wenn beispielsweise nach einer Routenoptimierung in manchen Netzelementen noch die alte Routeninformation gespeichert ist, waehrend in anderen Netzelementen bereits die neue Routeninformation vorhanden ist, kann es im Fehlerfall bei der Signalisierung zu Ressourcenkonflikten kommen. Beispielsweise kann ein bestimmter Port gemaess alter Routeninformation Pfad A zugeordnet sein, nach der neuen Routeninformation aber Pfad B. Werden jetzt beide Pfade signalisiert, kommt es zum Konflikt.

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S

Synchronisation von Routinginformation in schaltbaren Transportnetzen

Idee: Bernd Stilling, DE-Muenchen; Dr. Wolfgang Fischler, DE-Muenchen

In einem automatisch schaltbaren Transportnetz (ASTN) bzw. in einem automatisch schaltbaren optischen Netz (ASON) kann vereinzelt das Update der Routeninformationen in den einzelnen Netzknoten notwendig werden. Kritisch ist insbesondere der nachfolgende Fall:

a) Die Wegsuche erfolgt fuer das Gesamtnetz bzw. fuer Subnetze an zentraler Stelle (z.B. im NMS - Network Management System). Die Wegesuche erfolgt dabei nicht nur fuer Working-Pfade, sondern auch fuer Protection- bzw. Restoration-Pfade.

b) Die Routeninformation wird anschliessend in die Netzelemente geladen. Dabei genuegt es, die Routeninformation in die Ingress-Knoten zu laden, also in den Quellknoten der jeweiligen Verbindung.

c) Die Signalisierung, also das Etablieren der Verbindungen, erfolgt bei Bedarf dezentral anhand der Routeninformation in den Ingress-Knoten. Im Fall von Working und Protection-Pfaden wird der Verbindungsaufbau entweder vom Operator ueber das NMS oder durch ein angeschlossenes Client Netzelement ueber das User Network Interface (UNI) getriggert. Restoration-Pfade werden im Fehlerfall vom Ingress-Knoten selbststaendig aufgebaut.

d) Diese drei genannten Schritte a) - c) koennen fuer eine kontinuierliche Routenoptimierung und Routenanpassung wiederholt durchlaufen werden, z.B. nach dem Auftreten eines Fehlers im Netz.

Problematisch koennen diese wiederholten Updates jedoch dann werden, wenn grosse Datenmengen in die jeweiligen Ingress-Knoten ueberspielt werden muessen, was Sekunden bis Minuten dauern kann. Insbesondere koennen dadurch Wissens- oder Informationsunterschiede zwischen den Netzknoten auftreten, wenn bei einem Netzknoten der Aktualisierungsvorgang bereits abgeschlossen ist, bei einem anderen der Aktualisierungsvorgang jedoch noch laenger andauert. Der dezentrale Charakter der Netzsteuerung von ASTNs bzw. ASONs erfordert jedoch fuer eine effiziente und fehlerfreie Signalisierung einen gleichen Informationsstand zur selben Zeit in allen Netzknoten. Bei inkonsistenter Routeninformation in den Netzelementen kann es zu Ressourcenkonflikten kommen. Wenn beispielsweise nach einer Routenoptimierung in manchen Netzelementen noch die alte Routeninformation gespeichert ist, waehrend in anderen Netzelementen bereits die neue Routeninformation vorhanden ist, kann es im Fehlerfall bei der Signalisierung zu Ressourcenkonflikten kommen. Beispielsweise kann ein bestimmter Port gemaess alter Routeninformation Pfad A zugeordnet sein, nach der neuen Routeninformation aber Pfad B. Werden jetzt beide Pfade signalisiert, kommt es zum Konflikt.

Die in ASTN/ASON-Netzen derzeit zur Anwendung kommenden Signalisierungsprotokolle senden im Fall eines Ressourcenkonfliktes eine Fehlermeldung an das Ingress-Netzelement zurueck. Im Ingress gibt es nun mehrere Moeglichkeiten. Unter der Annahme, dass nach einer gewissen Zeitspanne die R...