Browse Prior Art Database

Methodik zur Brandschutzanalyse

IP.com Disclosure Number: IPCOM000030947D
Published in the IP.com Journal: Volume 4 Issue 10 (2004-10-25)
Included in the Prior Art Database: 2004-Oct-25
Document File: 3 page(s) / 81K

Publishing Venue

Siemens

Related People

Juergen Carstens: CONTACT

Abstract

Schienenfahrzeuge zur Befoerderung von Personen muessen gesetzlichen Brandschutzanforderungen genuegen. Ziel dieser Anforderungen ist es, die Passagiere so weit wie moeglich vor den Brandgefahren zu schuetzen. Die Brandschutzanforderungen betreffen z.B. das Brandverhalten von Werkstoffen, die konstruktive Gestaltung von Schienenfahrzeugen und der Erhalt von Sicherheitsfunktionen im Brandfall. Sicherheitsfunktionen sind Funktionen, die im Brandfall so lange wirksam bleiben muessen, dass ein sicherer Nothaltepunkt zur Evakuierung des Fahrzeugs erreicht werden kann. Es sind im Einzelnen die Funktionen Fahren, Bremsen, Versorgung der relevanten Systeme mit Energie (Notfallsystem), Funktionieren der Kommunikation, Sicherung der Ueberlebensbedingungen und Ermoeglichung des Notausstiegs (auch bei Ausfall der Steuerung). Die Realisierung des Brandschutzes wird in einem fahrzeugbezogenen Brandschutzkonzept dokumentiert. So kann die Erhaltung bestimmter Sicherheitsfunktionen im Brandfall bspw. durch raeumlich getrennte Redundanzen und feuerbestaendige Verdrahtung gesichert sein. Es bedarf jedoch einer umfassenden Analyse, um festzustellen, ob die getroffenen Massnahmen im Brandfall ausreichend sind.

This text was extracted from a PDF file.
This is the abbreviated version, containing approximately 33% of the total text.

Page 1 of 3

S

Methodik zur Brandschutzanalyse

Idee: Alexander Sturm, DE-Muenchen; Reiner Heilmann, DE-Muenchen; Martin Rothfelder, DE-

Muenchen; Christian Kundmann, DE-Erlangen; Thomas Halm, DE-Erlangen; Elke Vogt, DE- Erlangen

Schienenfahrzeuge zur Befoerderung von Personen muessen gesetzlichen Brandschutzanforderungen genuegen. Ziel dieser Anforderungen ist es, die Passagiere so weit wie moeglich vor den Brandgefahren zu schuetzen. Die Brandschutzanforderungen betreffen z.B. das Brandverhalten von Werkstoffen, die konstruktive Gestaltung von Schienenfahrzeugen und der Erhalt von Sicherheitsfunktionen im Brandfall. Sicherheitsfunktionen sind Funktionen, die im Brandfall so lange wirksam bleiben muessen, dass ein sicherer Nothaltepunkt zur Evakuierung des Fahrzeugs erreicht werden kann. Es sind im Einzelnen die Funktionen Fahren, Bremsen, Versorgung der relevanten Systeme mit Energie (Notfallsystem), Funktionieren der Kommunikation, Sicherung der Ueberlebensbedingungen und Ermoeglichung des Notausstiegs (auch bei Ausfall der Steuerung).

Die Realisierung des Brandschutzes wird in einem fahrzeugbezogenen Brandschutzkonzept dokumentiert. So kann die Erhaltung bestimmter Sicherheitsfunktionen im Brandfall bspw. durch raeumlich getrennte Redundanzen und feuerbestaendige Verdrahtung gesichert sein. Es bedarf jedoch einer umfassenden Analyse, um festzustellen, ob die getroffenen Massnahmen im Brandfall ausreichend sind.

Vorgeschlagen wird eine neue Methodik zur Brandschutzanalyse. Sie gewaehrleistet, dass die Sicherheitsfunktionen sowohl hinsichtlich ihres funktionalen, architektonischen Aufbaus, als auch hinsichtlich ihrer raeumlichen Anordnung analysiert werden koennen. Als Hilfsmittel zur Erfassung von Daten sowie deren Auswertung dient dabei ein webbasiertes Analysewerkzeug. Eine moegliche Architektur des Analysewerkzeugs ist in Abbildung 1 dargestellt.

Die vorgeschlagene Methodik enthaelt im Einzelnen folgende Arbeitsschritte:

* Festlegung der Sicherheitsfunktionen, die fuer den Brandschutz betrachtet werden muessen: Fuer diese Sicherheitsfunktionen werden Blockschaltbilder (RBD Reliability Block Diagramm) erstellt. Ein RBD zeigt das Ausfallverhalten einer Systemfunktion. Die Module der Systemfunktion oder Systemteile werden im RBD durch Bloecke dargestellt. Sie werden so angeordnet, dass ersichtlich wird, welche Bloecke ausfallen muessen, damit die gesamte Systemfunktion ausfaellt. Beispiele fuer RBD sind in Abbildung 2 zu sehen. Jeder einzelne RBD-Block erhaelt eine eindeutige Nummer.

* Erfassung der Daten: Alle Leitungen und alle Komponenten, die daran angeschlossen sind, sowie deren Orte werden aus den Stromlaufplaenen in eine Datenbank uebertragen.

* Komponentenzuordnung: Alle Komponenten und Leitungen des Schaltplans werden anhand des Stromlaufplans den Knoten des RBD zugeordnet. Zu jeder Komponente wird die Nummer des RBD-Blocks notiert.

* Festlegung der Funktionsabschnitte: Jeder definierte Einbauort wird einem sog. Funktionsabschnitt z...