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Steuerung der Rufweiterleitung an die Voicebox eines Mobilfunknetzes durch den Anrufer

IP.com Disclosure Number: IPCOM000031723D
Published in the IP.com Journal: Volume 4 Issue 11 (2004-11-25)
Included in the Prior Art Database: 2004-Nov-25
Document File: 3 page(s) / 88K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Ein Standarddienst, den die Mobilfunknetzbetreiber ihren Kunden anbieten, ist die Voicebox. Sie erfuellt die Funktion eines Anrufbeantworters. Anrufe, die nicht angenommen werden, werden auf die der Voicebox zugeordnete Nummer umgeleitet. Die Rufumleitung basiert darauf, dass der Kunde eine oder mehrere Nummern fuer die Gespraechsweiterleitung im HLR (Home Location Register) hinterlassen kann. Dies koennen Nummern fuer andere Terminals oder fuer eine Voicebox sein. Bei Nichterreichbarkeit wird der ankommende Anruf in Abhaengigkeit vom Service und vom Grund der Nichterreichbarkeit auf eine der Nummern weitergeleitet. Der Kunde konfiguriert seine Voicebox pauschal fuer alle Anrufer. Fuer einen Anrufer ist somit eine Rufumleitung auf eine Voicebox unkontrollierbar. Der Anrufer ist aber derjenige, der bei einer Umleitung auf die Voicebox dafuer bezahlen muss, und zwar unabhaengig davon, ob er eine Nachricht hinterlassen moechte oder nicht. Diese Situation ist sowohl fuer den Anrufer als auch fuer den Angerufenen unbefriedigend. Auch der Netzbetreiber hat dadurch eher Nachteile als Vorteile durch die eingenommenen Gebuehren. Einerseits sind die Kunden unzufrieden und andererseits fuehrt dies dazu, dass ein Teil der Kunden, insbesondere Prepaid-Kunden, die Voicebox komplett abschaltet.

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S

Steuerung der Rufweiterleitung an die Voicebox eines Mobilfunknetzes durch den Anrufer

Idee: Kay Kittel, DE-Muenchen; Klaus Lukas, DE-Muenchen

Ein Standarddienst, den die Mobilfunknetzbetreiber ihren Kunden anbieten, ist die Voicebox. Sie erfuellt die Funktion eines Anrufbeantworters. Anrufe, die nicht angenommen werden, werden auf die der Voicebox zugeordnete Nummer umgeleitet. Die Rufumleitung basiert darauf, dass der Kunde eine oder mehrere Nummern fuer die Gespraechsweiterleitung im HLR (Home Location Register) hinterlassen kann. Dies koennen Nummern fuer andere Terminals oder fuer eine Voicebox sein. Bei Nichterreichbarkeit wird der ankommende Anruf in Abhaengigkeit vom Service und vom Grund der Nichterreichbarkeit auf eine der Nummern weitergeleitet.

Der Kunde konfiguriert seine Voicebox pauschal fuer alle Anrufer. Fuer einen Anrufer ist somit eine Rufumleitung auf eine Voicebox unkontrollierbar. Der Anrufer ist aber derjenige, der bei einer Umleitung auf die Voicebox dafuer bezahlen muss, und zwar unabhaengig davon, ob er eine Nachricht hinterlassen moechte oder nicht. Diese Situation ist sowohl fuer den Anrufer als auch fuer den Angerufenen unbefriedigend. Auch der Netzbetreiber hat dadurch eher Nachteile als Vorteile durch die eingenommenen Gebuehren. Einerseits sind die Kunden unzufrieden und andererseits fuehrt dies dazu, dass ein Teil der Kunden, insbesondere Prepaid-Kunden, die Voicebox komplett abschaltet.

Vorgeschlagen wird ein Verfahren, bei dem der Anrufer (A) steuern kann, ob die Rufumleitung auf eine Voicebox stattfindet. Die Steuerung der Voicebox erfolgt dabei mittels eines Indikators, welcher beim Verbindungsaufbau an die Vermittlungsstelle (MSC, Mobile Switching Center) der anzurufenden Person (B) uebermittelt wird. Bei Anrufen aus einem Festnetz wird dieser Indikator als netzinterne Routing-Information in die Rufnummer eingebunden. Bei Anrufen aus dem Mobilfunknetz koennen alternativ auch bestehende Signalisierungskanaele genutzt werden. Die Vermittlungsstelle MSCB holt sich beim VLRB (Visitor Location Register des Heimatnetzes der angerufenen Person) die noetigen Informationen fuer die Rufweiterleitung und entscheidet in Abhaengigkeit vom uebermittelten Steuerungsindikator ueber das weitere Vorgehen. Moechte der Anrufer keine Weiterleitung auf die Voicebox, werden nur Rufumleitungen auf andere Terminals ausgefuehrt. Bei der Weiterleitung wird der Indikator fuer die Steuerung der Voicebox ebenfalls weitergeleitet.

Eine Integration in Mobilfunkgeraete erfordert nur die Einbindung der Indikator-Konfiguration in das User-Interface. Von Vorteil ist gleichfalls, dass keine Eingriffe in die Netzarchitektur erforderlich sind. Existierende Protokolle muessen nur geringfuegig erweitert werden. Die Standardisierung des Verfahrens wird dadurch vereinfacht.

Das vorgeschlagene Verfahren schafft gute Voraussetzungen, um auch zentrale Voiceboxen in Festnetzen, wie ISDN, steuern zu koennen. Es sind weder Aenderung am Net...