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Vorschaltgeraet fuer Vermittlungsknoten zur Realisierung von alternativen Routingverfahren

IP.com Disclosure Number: IPCOM000031780D
Original Publication Date: 2004-Nov-25
Included in the Prior Art Database: 2004-Nov-25
Document File: 3 page(s) / 61K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Bei herkoemmlichen Vermittlungsknoten fuer paketorientierte Kommunikationsnetze (auch Router oder Switch genannt) gibt es folgende Einschraenkungen: (a) Es ist keine Moeglichkeit vorgesehen, anwenderspezifische Verkehrslenkungsverfahren zu implementieren. (b) Es ist keine schnelle Aenderung an der Verkehrslenkung moeglich, da der Zugriff auf Verkehrslenkungstabellen in den Schnittstellenbaugruppen langsam ist. So findet typischerweise etwa eine Aktualisierung pro Sekunde statt. (c) Es gibt nur eingeschraenkte Moeglichkeiten fuer Mehrwegekommunikation. Die Abbildung 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau eines Vermittlungsknotens fuer Kommunikationsnetze mit paketorientierter Uebertragung. Die Implementierung des Verkehrslenkungsverfahrens geschieht ueblicherweise durch eine Software auf einer zentralen Steuerungsbaugruppe. Zumeist handelt es sich bei dem implementierten Verkehrslenkungsverfahren um ein standardisiertes oder herstellerspezifisches Verfahren. Die Moeglichkeit der Implementierung anderer Verfahren ist fuer den Anwender nicht vorgesehen. Die in der Abbildung 1 dargestellte Verkehrslenkungstabelle wird zentral berechnet und auf die einzelnen Schnittstellenbaugruppen kopiert. Dieser Kopiervorgang wird periodisch durchgefuehrt, wodurch eine Verzoegerung entsteht, nach der die Aenderungen in der zentralen Verkehrslenkungstabelle in den Schnittstellenbaugruppen verfuegbar sind und auf die tatsaechliche Verkehrslenkung wirken. Ein typischer Wert eines Aktualisierungstaktes ist eine Sekunde.

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Vorschaltgeraet fuer Vermittlungsknoten zur Realisierung von alternativen Routingverfahren

Idee: Dr. Andreas Iselt, DE-Muenchen

Bei herkoemmlichen Vermittlungsknoten fuer paketorientierte Kommunikationsnetze (auch Router oder Switch genannt) gibt es folgende Einschraenkungen:

(a) Es ist keine Moeglichkeit vorgesehen, anwenderspezifische Verkehrslenkungsverfahren zu implementieren.

(b) Es ist keine schnelle Aenderung an der Verkehrslenkung moeglich, da der Zugriff auf Verkehrslenkungstabellen in den Schnittstellenbaugruppen langsam ist. So findet typischerweise etwa eine Aktualisierung pro Sekunde statt.

(c) Es gibt nur eingeschraenkte Moeglichkeiten fuer Mehrwegekommunikation.

Die Abbildung 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau eines Vermittlungsknotens fuer Kommunikationsnetze mit paketorientierter Uebertragung. Die Implementierung des Verkehrslenkungsverfahrens geschieht ueblicherweise durch eine Software auf einer zentralen Steuerungsbaugruppe. Zumeist handelt es sich bei dem implementierten Verkehrslenkungsverfahren um ein standardisiertes oder herstellerspezifisches Verfahren. Die Moeglichkeit der Implementierung anderer Verfahren ist fuer den Anwender nicht vorgesehen.

Die in der Abbildung 1 dargestellte Verkehrslenkungstabelle wird zentral berechnet und auf die einzelnen Schnittstellenbaugruppen kopiert. Dieser Kopiervorgang wird periodisch durchgefuehrt, wodurch eine Verzoegerung entsteht, nach der die Aenderungen in der zentralen Verkehrslenkungstabelle in den Schnittstellenbaugruppen verfuegbar sind und auf die tatsaechliche Verkehrslenkung wirken. Ein typischer Wert eines Aktualisierungstaktes ist eine Sekunde.

Mehrwege-Routing-Verfahren sind dagegen kaum verbreitet und standardisiert und daher zumeist nicht in kommerziell verfuegbaren Systemen implementiert. Eine Ausnahme stellen die eingeschraenkten "equal cost multipath"-Verfahren (ECMP) dar, bei denen der Verkehr nur auf Wege gleicher Kosten aufgeteilt werden kann. Ausserdem kann das Aufteilungsverfahren normalerweise nicht reguliert werden.

Bisherige Loesungsansaetze zur Implementierung alternativer Verkehrslenkungsverfahren mit kommerziell verfuegbaren Vermittlungseinrichtungen beruhen auf der Einstellung der Verkehrslenkungstabellen unter Verwendung der Knotensteuerung, die dazu von aussen ueber die Netzmanagementschnittstellen eingestellt wird. Jedoch entstehen dabei erhebliche Verzoegerungen vom Kommando an die Netzmanagementschnittstelle bis zur Auswirkung auf die Verkehrslenkung.

Ferner kann mit herkoemmlichen, einfachen Vermittlungsknoten keine schnelle Verkehrslenkung erreicht werden. Aufwaendigere Vermittlungsknoten sehen das Vorhalten von Ersatzwegeinformationen in den Verkehrslenkungstabellen vor, auf die umgeschaltet werden kann, ohne dass die Verkehrslenkungstabellen geschrieben werden muessen. Dieser Mechanismus kann jedoch nur von den vom Hersteller implementierten Verkehrslenkungs- oder Ersatzschaltungsverfahren genutzt werden. Insbesondere ist es nich...