Dismiss
InnovationQ will be updated on Sunday, Oct. 22, from 10am ET - noon. You may experience brief service interruptions during that time.
Browse Prior Art Database

Verfahren zum Abstimmen des gleichzeitigen Betriebs mehrerer Funkstandards in einem Endgeraet zur Verbesserung der Empfangsqualitaet

IP.com Disclosure Number: IPCOM000033836D
Original Publication Date: 2005-Jan-25
Included in the Prior Art Database: 2005-Jan-25
Document File: 5 page(s) / 239K

Publishing Venue

Siemens

Related People

Juergen Carstens: CONTACT

Abstract

Mobilfunkendgeraete, die mehrere digitale Funkstandards benutzen koennen, werden haeufig auch als Multimodeendgeraete bezeichnet. Um den Nutzern dieser Geraete ein Hoechstmass an Diensten anbieten zu koennen ist es notwendig, dass mehrere digitale Funkstandards gleichzeitig von diesem Endgeraet betrieben werden koennen. Unter digitalen Funkstandards sind beispielsweise GSM, UMTS, DECT, DVB-T (Digital Video Broadcast-Terrestrial) etc. zu verstehen. Ein Funkstandard definiert eine Radiokommunikationsschnittstelle, die wiederum bezueglich ihrer physikalischen Eigenschaften, wie beispielsweise Frequenzbereiche, Protokolle etc. bestimmt ist. Mobilfunkendgeraete nutzen einen Funkstandard, wenn sie in diesen definierten Frequenzbereichen Daten senden und/oder empfangen. Anschliessend werden diese Daten in dem Endgeraet aufbereitet und dem Nutzer z.B. in Form von Sprache, Bildern etc. praesentiert. Zur gleichzeitigen Nutzung mehrerer Standards in einem Endgeraet muss dieses in der Lage sein, auf mehreren Frequenzen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten Daten selektiv empfangen und/oder senden zu koennen. Dies kann zu Situationen fuehren, dass ein Multimodeendgeraet gleichzeitig im Frequenzbereich eines Funkstandards sendet und in einem anderen Frequenzbereich eines anderen Funkstandards Daten empfaengt. Ein Problem besteht darin, dass es keine Mobilfunkendgeraete gibt, die ueber Sender verfuegen, die ausschliesslich das dem Funkstandard entsprechende Frequenzspektrum belegen. D.h. jeder Sender erzeugt ein Frequenzspektrum, das z.T. ausserhalb des Frequenzbereichs des jeweiligen Standards liegt und somit als Stoeremission auf den Empfang in einem anderen Standard wirken kann. Die Abbildung 1 zeigt ein typisches Beispiel eines GSM-Sprachkanals. Hier ist deutlich zu erkennen, dass auch ausserhalb der Breite des Frequenzbereichs (von 0,2MHz) noch ein Spektrum vorhanden ist. In Abbildung 2 ist zu sehen, wie das vom Sender erzeugte Spektrum den Empfaenger stoert. Erschwerend kommt hinzu, dass der Sender haeufig mit hohen elektrischen Feldstaerken sendet, waehrend der Empfaenger haeufig auf schwache elektrische Feldstaerken reagieren muss. Dies reduziert den Durchsatz der Empfangsdaten und verschlechtert die Qualitaet des angebotenen Dienstes.

This text was extracted from a PDF file.
At least one non-text object (such as an image or picture) has been suppressed.
This is the abbreviated version, containing approximately 37% of the total text.

Page 1 of 5

S

Verfahren zum Abstimmen des gleichzeitigen Betriebs mehrerer Funkstandards in einem Endgeraet zur Verbesserung der Empfangsqualitaet

Idee: Spiro Kutschenreuter, DE-Muenchen

Mobilfunkendgeraete, die mehrere digitale Funkstandards benutzen koennen, werden haeufig auch als Multimodeendgeraete bezeichnet. Um den Nutzern dieser Geraete ein Hoechstmass an Diensten anbieten zu koennen ist es notwendig, dass mehrere digitale Funkstandards gleichzeitig von diesem Endgeraet betrieben werden koennen. Unter digitalen Funkstandards sind beispielsweise GSM, UMTS, DECT, DVB-T (Digital Video Broadcast-Terrestrial) etc. zu verstehen.

Ein Funkstandard definiert eine Radiokommunikationsschnittstelle, die wiederum bezueglich ihrer physikalischen Eigenschaften, wie beispielsweise Frequenzbereiche, Protokolle etc. bestimmt ist. Mobilfunkendgeraete nutzen einen Funkstandard, wenn sie in diesen definierten Frequenzbereichen Daten senden und/oder empfangen. Anschliessend werden diese Daten in dem Endgeraet aufbereitet und dem Nutzer z.B. in Form von Sprache, Bildern etc. praesentiert. Zur gleichzeitigen Nutzung mehrerer Standards in einem Endgeraet muss dieses in der Lage sein, auf mehreren Frequenzen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten Daten selektiv empfangen und/oder senden zu koennen. Dies kann zu Situationen fuehren, dass ein Multimodeendgeraet gleichzeitig im Frequenzbereich eines Funkstandards sendet und in einem anderen Frequenzbereich eines anderen Funkstandards Daten empfaengt.

Ein Problem besteht darin, dass es keine Mobilfunkendgeraete gibt, die ueber Sender verfuegen, die ausschliesslich das dem Funkstandard entsprechende Frequenzspektrum belegen. D.h. jeder Sender erzeugt ein Frequenzspektrum, das z.T. ausserhalb des Frequenzbereichs des jeweiligen Standards liegt und somit als Stoeremission auf den Empfang in einem anderen Standard wirken kann. Die Abbildung 1 zeigt ein typisches Beispiel eines GSM-Sprachkanals. Hier ist deutlich zu erkennen, dass auch ausserhalb der Breite des Frequenzbereichs (von 0,2MHz) noch ein Spektrum vorhanden ist. In Abbildung 2 ist zu sehen, wie das vom Sender erzeugte Spektrum den Empfaenger stoert. Erschwerend kommt hinzu, dass der Sender haeufig mit hohen elektrischen Feldstaerken sendet, waehrend der Empfaenger haeufig auf schwache elektrische Feldstaerken reagieren muss. Dies reduziert den Durchsatz der Empfangsdaten und verschlechtert die Qualitaet des angebotenen Dienstes.

Derzeit wird dieses Problem derart geloest, dass ein Sender mit ausreichender Guete dimensioniert wird. Dies hat jedoch einen finanziellen Mehraufwand zur Folge. Eine andere Problemloesung sieht vor, die Dienste in einem Multimodegeraet mit Prioritaeten zu belegen. D.h. Dienste mit niedrigerer Prioritaet werden beendet, wenn Dienste hoeherer Prioritaet in Anspruch genommen werden.

Vorgeschlagen wird daher, die Zeitraster der beiden Standards so zu konfigurieren bzw. abzustimmen, dass deren Sende- und Empfangszeitpunkte nicht in das gle...