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Geschwindigkeitsoptimierung des ITU normierten Q3 Protokolls durch Haeufungszugriff auf die BER kodierten Daten ueber FTP

IP.com Disclosure Number: IPCOM000124521D
Published in the IP.com Journal: Volume 5 Issue 5 (2005-05-20)
Included in the Prior Art Database: 2005-May-20
Document File: 2 page(s) / 27K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Telekommunikationsanlagen (nachfolgend "NE" fuer Netzwerkelement genannt) werden ueber das Netzwerk ferngesteuert bzw. gewartet mittels des Protokolls Q3. Dabei werden viele relativ kleine (im Schnitt ca. 500 Byes-1 Kbyte grosse) Q3-Nachrichten zwischen dem NE und dem Bediensystem ausgetauscht. Fuer jede dieser Nachrichten gibt es einen Q3-Protokoll-bedingten Overhead Protokollkopf (Header) zu den eigentlichen Nutzdaten, der auch ueber die Verbindungsleitung ausgetauscht wird. Dieser Overhead enthaelt jedoch keine Nutzdaten, sondern lediglich Q3-Protokollinformationen, also nichts zum eigentlichen Datenaustausch Beitragendes. Bei den meisten Q3-Daten ist der Overhead nicht vernachlaessigbar, sondern geht signifikant in die Verkehrsbilanz ein. Die Q3-Nachrichten werden ihrerseits noch einmal in ein Transport-Protokoll wie z.B. TCP/IP verpackt. Oft ist eine Q3-Nachricht ueber mehrere TCP Pakete verteilt. Bei Fehlern auf der Strecke, schlechter Verbindungsqualitaet oder bei Hochlast/Ueberlast entweder am NE oder am Bediensystem kommen viele Pakete nicht an oder werden wegen der Last verworfen. Dann sind Wiederholungen der Pakete noetig. Dabei werden auch viele Pakete ohne jegliche Q3-Nutzinformationen ausgetauscht. Hochlast/Ueberlast kann sowohl am TCP/IP Protokoll-Stack als auch am Q3 Protokoll-Stack vorkommen. Ausserdem sind durch das komplexe Q3-Protokoll bei jeder Q3-Nachricht aufwendige, zeitintensive Berechnungen im NE und auch im Bediensystem noetig. Diese Faktoren bedingen unter vielen Betriebszustaenden eine schlechte Dynamik des Q3-Datenaustauschs zwischen NE und Bediensystem.

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Geschwindigkeitsoptimierung des ITU normierten Q3 Protokolls durch Haeufungszugriff auf die BER kodierten Daten ueber FTP

Idee: Friedrich Eisenhauer, DE-Muenchen; Bernhard Langgartner, DE-Muenchen

Telekommunikationsanlagen (nachfolgend "NE" fuer Netzwerkelement genannt) werden ueber das Netzwerk ferngesteuert bzw. gewartet mittels des Protokolls Q3. Dabei werden viele relativ kleine (im Schnitt ca. 500 Byes-1 Kbyte grosse) Q3-Nachrichten zwischen dem NE und dem Bediensystem ausgetauscht. Fuer jede dieser Nachrichten gibt es einen Q3-Protokoll-bedingten Overhead Protokollkopf (Header) zu den eigentlichen Nutzdaten, der auch ueber die Verbindungsleitung ausgetauscht wird. Dieser Overhead enthaelt jedoch keine Nutzdaten, sondern lediglich Q3- Protokollinformationen, also nichts zum eigentlichen Datenaustausch Beitragendes. Bei den meisten Q3-Daten ist der Overhead nicht vernachlaessigbar, sondern geht signifikant in die Verkehrsbilanz ein. Die Q3-Nachrichten werden ihrerseits noch einmal in ein Transport-Protokoll wie z.B. TCP/IP verpackt. Oft ist eine Q3-Nachricht ueber mehrere TCP Pakete verteilt. Bei Fehlern auf der Strecke, schlechter Verbindungsqualitaet oder bei Hochlast/Ueberlast entweder am NE oder am Bediensystem kommen viele Pakete nicht an oder werden wegen der Last verworfen. Dann sind Wiederholungen der Pakete noetig. Dabei werden auch viele Pakete ohne jegliche Q3-Nutzinformationen ausgetauscht. Hochlast/Ueberlast kann sowohl am TCP/IP Protokoll-Stack als auch am Q3 Protokoll-Stack vorkommen. Ausserdem sind durch das komplexe Q3-Protokoll bei jeder Q3-Nachricht aufwendige, zeitintensive Berechnungen im NE und auch im Bediensystem noetig. Diese Faktoren bedingen unter vielen Betriebszustaenden eine schlechte Dynamik des Q3-Datenaustauschs zwischen NE und Bediensystem.

Es wird vorgeschlagen, parallel zum existierenden Bedienmechanismus ueber regulaeres Q3, ein Dateiinterface unter Benutzung des FTP-Protokolls und nur unter Verwendung der BER (Basic Encoding Rules) Kodierungsregeln nach ITU-Vorschlag X.209 einzufuehren. Dieses Dateiinterface wird nur fuer den Austausch von Massendaten benutzt, da sich nur hier ein signifikanter Zeitvorteil im Vergleich zum normalen Q3-Protokoll zeigt. Die normalerweise vom Bediensystem ueber Q3- Kommandos gelesenen oder geschriebenen Daten des NE werden, statt als Q3-Einzelnachrichten, in Dateien auf der lokalen Festplatte des NE abgelegt und als ganze Datei zwischen Bediensystem und NE ausgetauscht. Zum Anstossen und Kontrollieren des Anlegens der Dateien auf der Festplatte des NE, des Abholens der Dateien per FTP durch das Bediensystem und des Loeschens der Dateien nach Bearbeitung durch das NE wird ein neues Q3-Kommando unter Benutzung des Q3-Kommandos M-ACTION definiert. Die M-AC...