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Verfahren zur selektiven Uebertragung von Signalisierungs- und Nutzdaten ueber unterschiedliche Schnittstellen

IP.com Disclosure Number: IPCOM000126793D
Original Publication Date: 2005-Sep-10
Included in the Prior Art Database: 2005-Sep-10
Document File: 3 page(s) / 136K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Mobile Endgeraete (z.B. Mobilfunkgeraete) werden kuenftig mehr als eine Luftschnittstelle zum Uebertragen von Daten und Sprache unterstuetzen koennen. Es ist davon auszugehen, dass Geraete der 2. und 3. Generation zusaetzlich mit einer WLAN Schnittstelle (Wireless Local Area Network, WLAN) ausgestattet werden. Die Unterstuetzung der verschiedenen Uebertragungstechniken seitens der Endgeraete eroeffnet die Moeglichkeit, die Auswahl des Uebertragungsmediums in Abhaengigkeit des Informationsinhalts zu regeln. Die Eigenschaften der verschiedenen Luftschnittstellen koennen sehr unterschiedlich sein. Ein Beispiel dafuer ist der Vergleich zwischen GSM/GPRS (Global System for Mobile Communications / General Packet Radio Service) einerseits und WLAN andererseits. GSM/GPRS bietet eine flaechendeckende und stabile Funkversorgung, dies auch bei schnellen Ortswechseln. Schnelle Handover-Verfahren (Wechsel der Funkzelle) und eine effektive Sendeleistungssteuerung sorgen dabei fuer hohe Verbindungsqualitaet. Die Netzzugangsberechtigung ist mittels der SIM-Karte (Subscriber Identity Module) fuer den Nutzer einfach geregelt. Nationale und internationale Roamingabkommen (Nutzung eines Fremdnetzes) erlauben den Einsatz von GSM/GPRS weltweit. Ausserdem zeichnet sich das GSM/GPRS-System durch seine hohe Datensicherheit und durch die Richtigkeit der vom System uebermittelten Nutzungsgebuehren aus. Dagegen ist das System durch seine urspruengliche Konzeption als flaechendeckendes Sprachkommunikationssystem in seinen Faehigkeiten zur Uebertragung hoher Datenraten eingeschraenkt. Das WLAN-System andererseits ermoeglicht die Uebertragung hoher Datenraten- und Datenmengen. Im Gegensatz zum GSM/GPRS-System bietet das WLAN-System aber keine flaechendeckende Funkversorgung oder einen dauerhaft stabilen Uebertragungsweg bei sich bewegenden Terminals. Die Datensicherheit, die Zugriffssteuerung bzw. die Teilnehmerauthentifizierung, sowie die Nutzung ausserhalb des Heimbereichs ist fuer den Nutzer schwer einzuschaetzen bzw. im Vergleich zum GSM/GPRS-System unbefriedigend geloest. Daher ist je nach Anwendung die eine oder andere Luftschnittstelle zu bevorzugen. Auch innerhalb einer Anwendung koennen die unterschiedlichen Datenstroeme eine der beiden Luftschnittstellen empfehlenswerter machen. Ein Beispiel hierfuer ist die Trennung in so genannte Kontroll- und Nutzerdaten.

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Verfahren zur selektiven Uebertragung von Signalisierungs- und Nutzdaten ueber unterschiedliche Schnittstellen

Idee: Enric Mitjana, DE-Muenchen; Martin Oettl, DE-Muenchen; Wolfgang Groeting, DE-Bocholt

Mobile Endgeraete (z.B. Mobilfunkgeraete) werden kuenftig mehr als eine Luftschnittstelle zum Uebertragen von Daten und Sprache unterstuetzen koennen. Es ist davon auszugehen, dass Geraete der 2. und 3. Generation zusaetzlich mit einer WLAN Schnittstelle (Wireless Local Area Network, WLAN) ausgestattet werden. Die Unterstuetzung der verschiedenen Uebertragungstechniken seitens der Endgeraete eroeffnet die Moeglichkeit, die Auswahl des Uebertragungsmediums in Abhaengigkeit des Informationsinhalts zu regeln. Die Eigenschaften der verschiedenen Luftschnittstellen koennen sehr unterschiedlich sein. Ein Beispiel dafuer ist der Vergleich zwischen GSM/GPRS (Global System for Mobile Communications / General Packet Radio Service) einerseits und WLAN andererseits. GSM/GPRS bietet eine flaechendeckende und stabile Funkversorgung, dies auch bei schnellen Ortswechseln. Schnelle Handover-Verfahren (Wechsel der Funkzelle) und eine effektive Sendeleistungssteuerung sorgen dabei fuer hohe Verbindungsqualitaet. Die Netzzugangsberechtigung ist mittels der SIM-Karte (Subscriber Identity Module) fuer den Nutzer einfach geregelt. Nationale und internationale Roamingabkommen (Nutzung eines Fremdnetzes) erlauben den Einsatz von GSM/GPRS weltweit. Ausserdem zeichnet sich das GSM/GPRS-System durch seine hohe Datensicherheit und durch die Richtigkeit der vom System uebermittelten Nutzungsgebuehren aus. Dagegen ist das System durch seine urspruengliche Konzeption als flaechendeckendes Sprachkommunikationssystem in seinen Faehigkeiten zur Uebertragung hoher Datenraten eingeschraenkt. Das WLAN-System andererseits ermoeglicht die Uebertragung hoher Datenraten- und Datenmengen. Im Gegensatz zum GSM/GPRS-System bietet das WLAN-System aber keine flaechendeckende Funkversorgung oder einen dauerhaft stabilen Uebertragungsweg bei sich bewegenden Terminals. Die Datensicherheit, die Zugriffssteuerung bzw. die Teilnehmerauthentifizierung, sowie die Nutzung ausserhalb des Heimbereichs ist fuer den Nutzer schwer einzuschaetzen bzw. im Vergleich zum GSM/GPRS-System unbefriedigend geloest. Daher ist je nach Anwendung die eine oder andere Luftschnittstelle zu bevorzugen. Auch innerhalb einer Anwendung koennen die unterschiedlichen Datenstroeme eine der beiden Luftschnittstellen empfehlenswerter machen. Ein Beispiel hierfuer ist die Trennung in so genannte Kontroll- und Nutzerdaten.

Bisher gibt es die Trennung und Aufteilung der Daten einer Anwendung auf verschiedene Luftschnittstellen nicht. Dies kann zur Folge haben, dass sowohl aus Sicht des Anwenders (Quality of Service QoS, Sicherheit, Verbindungsqualitaet) als auch aus der Sicht der Netzbetreiber (spektrale Effizienz, Kundenzufriedenheit, Verbindungsqualitaet) es nicht zur optimalen Kanalbelegungen kommt.

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