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Vernetzung von (Poly-)Boranen

IP.com Disclosure Number: IPCOM000126871D
Published in the IP.com Journal: Volume 5 Issue 8B (2005-09-10)
Included in the Prior Art Database: 2005-Sep-10
Document File: 2 page(s) / 30K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Nach dem derzeitigen Stand der Technik besteht eine aus Polymerschichten aufgebaute OLED (Organic Light Emitting Diode) aus einer Abfolge verschiedener Funktionsschichten. Die Schichtherstellung kann beispielsweise mittels Spincoating (Rotationsbeschichtung) oder Siebdruck erfolgen. Zunaechst wird auf einem Substrat eine lochleitende Schicht erzeugt, darauf eine elektrolumineszierende Schicht. Als weitere Schicht kann eine Elektronenleitschicht vorhanden sein. Ein solcher Mehrschichtaufbau gelingt nur, wenn eine Schicht waehrend des Prozessierens nicht die darunterliegende wieder an- oder aufloest. Nach dem Stand der Technik besteht die Lochleitschicht aus PEDOT, einem kommerziell erhaeltlichen Material, das aus einer aus waessrigem Medium prozessierbaren Emulsion besteht. Nach dem Trocknen dieser Schicht ist diese in organischen Loesungsmitteln nicht mehr loeslich, sodass darauf in organischen Loesungsmitteln geloeste Polymere prozessiert werden koennen. Dass sich in diesem Fall die Schichten beim Prozessieren nicht anloesen liegt an der Hydrophobie der einen Schicht und der Hydrophilie der anderen Schicht. Im Falle eines Mehrschichtaufbaus aus Polymeren, die nur in organischen Loesungsmitteln loeslich sind, ist es notwendig, vor der Erzeugung einer Schicht die darunter liegende zuerst in den unloeslichen Zustand zu ueberfuehren um das Anloesen der ersten Schicht beim Prozessieren der zweiten zu vermeiden. Dies wird durch Vernetzung der Molekuele erreicht. Infolge der Vernetzung wird das Molekulargewicht so erhoeht, dass die Schicht in organischen Loesungsmitteln nicht mehr loeslich ist. Zur Vernetzung von Praepolymeren oder Oligomeren sind verschiedenste Methoden bekannt. Diese koennen grundsaetzlich auch fuer Polyborane angewendet werden. Vorraussetzung sind entsprechende funktionelle Gruppen, die radikalisch, ionisch oder in einer Kombination aus beiden mit einander reagieren. In der Regel werden diese Reaktionen durch Licht oder Waerme in der Gegenwart von Initiatoren und/oder Sensibilisatoren initiiert. Die Verwendung solcher Additive ist fuer die Funktion einer OLED nachteilig, da diese die Effizienz und die Lebensdauer der OLED beeintraechtigen. Weiterhin ist die Vernetzung durch Addition oder Kondensation bekannt. Hierfuer muessen allerdings entsprechende Funktionalitaeten vorhanden sein, die die Effizienz und die Lebensdauer der OLED beeintraechtigen.

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Vernetzung von (Poly-)Boranen

Idee: Dr. Wolfgang Roth, DE-Erlangen; Dr. Andreas Kanitz, DE-Erlangen; Jasmin Woerle, DE-

Erlangen; Dr. Wolfgang Rogler, DE-Erlangen; Dr. Karsten Heuser, DE-Erlangen; Dr. Debora Henseler, DE-Erlangen; Dr. Arvid Hunze, DE-Erlangen

Nach dem derzeitigen Stand der Technik besteht eine aus Polymerschichten aufgebaute OLED (Organic Light Emitting Diode) aus einer Abfolge verschiedener Funktionsschichten. Die Schichtherstellung kann beispielsweise mittels Spincoating (Rotationsbeschichtung) oder Siebdruck erfolgen. Zunaechst wird auf einem Substrat eine lochleitende Schicht erzeugt, darauf eine elektrolumineszierende Schicht. Als weitere Schicht kann eine Elektronenleitschicht vorhanden sein. Ein solcher Mehrschichtaufbau gelingt nur, wenn eine Schicht waehrend des Prozessierens nicht die darunterliegende wieder an- oder aufloest. Nach dem Stand der Technik besteht die Lochleitschicht aus PEDOT, einem kommerziell erhaeltlichen Material, das aus einer aus waessrigem Medium prozessierbaren Emulsion besteht. Nach dem Trocknen dieser Schicht ist diese in organischen Loesungsmitteln nicht mehr loeslich, sodass darauf in organischen Loesungsmitteln geloeste Polymere prozessiert werden koennen. Dass sich in diesem Fall die Schichten beim Prozessieren nicht anloesen liegt an der Hydrophobie der einen Schicht und der Hydrophilie der anderen Schicht. Im Falle eines Mehrschichtaufbaus aus Polymeren, die nur in organischen Loesungsmitteln loeslich sind, ist es notwendig, vor der Erzeugung einer Schicht die darunter liegende zuerst in den unloeslichen Zustand zu ueberfuehren um das Anloesen der ersten Schicht beim Prozessieren der zweiten zu vermeiden. Dies wird durch Vernetzung der Molekuele erreicht. Infolge der Vernetzung wird das Molekulargewicht so erhoeht, dass die Schicht in organischen Loesungsmitteln nicht mehr loeslich ist. Zur Vernetzung von Praepolymeren oder Oligomeren sind verschiedenste Methoden bekannt. Diese koennen grundsaetzlich auch fuer Polyborane angewendet werden. Vorraussetzung sind entsprechende funktionelle Gruppen, die radikalisch, ionisch oder in einer Kombination aus beiden mit einander reagieren. In der Regel werden diese Reaktionen durch Licht oder Waerme in der Gegenwart von Initiatoren und/oder Sensibilisatoren initiiert. Die Verwendung solcher Additive ist fuer die Funktion einer OLED nachteilig, da diese die Effizienz und die Lebensdauer der OLED beeintraechtigen. Weiterhin ist die Vernetzung durch Addition oder Kondensation bekannt. Hierfuer muessen allerdings entsprechende Funktionalitaeten vorhanden sein, die die Effizienz und die Lebensdauer der OLED beeintraechtigen.

Die neue Loesung betrifft die Vernetzung von Polyboranen, einer neuen Klasse von elektrolumineszierenden Polymeren zur Anwendung in organischen, lichtemittierenden Dioden. Bei (Poly-)Boranen kommt dem Bor-Atom eine zentrale Bedeutung fuer die OLED-Eigenschaften zu. Unter Vernetzung wird die Ueberfuehrung von in organ...