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Visualisierung von Atemkommandos bei atemangehaltenen MRT-Untersuchungen

IP.com Disclosure Number: IPCOM000127616D
Original Publication Date: 2005-Oct-10
Included in the Prior Art Database: 2005-Oct-10
Document File: 3 page(s) / 163K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Durch die zugrundeliegenden physikalischen Prinzipien ist die Magnetresonanztomographie (MRT) eine Signal/Rausch limitierte Methode. Um diagnostisch aussagekraeftige Bilder zu gewinnen, ist deshalb eine laengere Messzeit notwendig. Gleichzeitig leiden die meisten MR-Bildgebungsmethoden unter Artefakten, wenn sich die abzubildende Anatomie waehrend der Datenaufnahme bewegt. Aus diesem Grund werden in der medizinischen Diagnostik Organe, die sich atemabhaengig bewegen meistens in Atemanhaltetechnik untersucht. Dazu muessen dem Patienten bislang Atemkommandos gegeben werden (z.B. „einatmen - ausatmen - einatmen - nicht mehr atmen - (Messung) - weiter atmen“). Die Atemkommandos werden zumeist von dem jeweiligen Bedienpersonal gesprochen. Zum Teil werden die Atemkommandos auch als aufgenommene Ansagen automatisiert ueber die Kommunikationsanlage eingespielt. Diese Methodik birgt jedoch einige Nachteile. Schwerhoerige Patienten oder Patienten, die die Landessprache nicht sprechen, koennen Probleme haben, die Atemkommandos zu verstehen. Zudem ist das Bedienpersonal waehrend der Messung gebunden, um Atemkommandos zu geben. Die Patienten sind oft ueberrascht, wenn das Kommando zum Atemanhalten kommt, da es keine Vorwarnung gibt.

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Visualisierung von Atemkommandos bei atemangehaltenen MRT- Untersuchungen

Idee: Dr. Axel Schreiber, DE-Erlangen

Durch die zugrundeliegenden physikalischen Prinzipien ist die Magnetresonanztomographie (MRT) eine Signal/Rausch limitierte Methode. Um diagnostisch aussagekraeftige Bilder zu gewinnen, ist deshalb eine laengere Messzeit notwendig. Gleichzeitig leiden die meisten MR-Bildgebungsmethoden unter Artefakten, wenn sich die abzubildende Anatomie waehrend der Datenaufnahme bewegt. Aus diesem Grund werden in der medizinischen Diagnostik Organe, die sich atemabhaengig bewegen meistens in Atemanhaltetechnik untersucht. Dazu muessen dem Patienten bislang Atemkommandos gegeben werden (z.B. "einatmen - ausatmen - einatmen - nicht mehr atmen - (Messung) - weiter atmen"). Die Atemkommandos werden zumeist von dem jeweiligen Bedienpersonal gesprochen. Zum Teil werden die Atemkommandos auch als aufgenommene Ansagen automatisiert ueber die Kommunikationsanlage eingespielt. Diese Methodik birgt jedoch einige Nachteile. Schwerhoerige Patienten oder Patienten, die die Landessprache nicht sprechen, koennen Probleme haben, die Atemkommandos zu verstehen. Zudem ist das Bedienpersonal waehrend der Messung gebunden, um Atemkommandos zu geben. Die Patienten sind oft ueberrascht, wenn das Kommando zum Atemanhalten kommt, da es keine Vorwarnung gibt.

Anstelle einer akustischen Wiedergabe der Atemkommandos wird nun vorgeschlagen, die Atemkommandos visuell zu geben. Allgemein besteht die vorgeschlagene Apparatur aus einer Anzeigevorrichtung, die im Tunnel ueber dem Patientenkopf den gewuenschten Atemzustand anzeigt, einer Steuerungseinheit und einer Benutzerschnittstelle zur Auswahl des Atemkommandos. Gegebenenfalls kann eine Benutzerschnittstelle zur Erstellung eigener Atemkommandos hinzukommen.

Im einfachsten Fall koennen fuer die Anzeigevorrichtung MR-kompatible LEDs (Light Emitting Diodes) verwendet werden, um die gewuenschte Atemlage zu signalisieren. Eine beispielhafte Ausfuehrung wird im Folgenden beschrieben. Am Kopfende und am Fussende der Patientenliege sind seitlich LEDs angebracht. Die LEDs sind in Liegenlaengsrichtung verschiebbar und koennen nach Positionierung des Patienten auf dessen Augenhoehe eingerichtet werden (siehe Abb. 1). Die LEDs haben einen sehr schmalen Strahlkegel und eine sehr hohe Intensitaet, so dass sie auf die helle Innenverkleidung des Tunneldaches ueber dem Patienten Lichtpunkte projizieren koennen. Fuer das Atemkommando "Einatmen" kann z.B. ein gruenes Licht, fuer "Ausatmen" ein blaues Licht und fuer "Atem Anhalten" ein rotes Licht projiziert werden. Durch die gleichzeitige Projektion mehrerer Farben auf einen Punkt und die Veraenderung der Intensitaet koennen Uebergaenge zwischen Atemlagen durch Farbuebergaenge angezeigt werden.

Durch die Verwendung mehrerer LED-Gruppen kann eine einfache lineare Anzeige projiziert werden. Der projizierte Lichtfleck kann durch eine einfache Optik (Linsen/Blenden) in eine laengliche...