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Verfahren zur Kostenuebernahme in paketorientierter Mobilfunkkommunikation

IP.com Disclosure Number: IPCOM000129180D
Original Publication Date: 2005-Oct-25
Included in the Prior Art Database: 2005-Oct-25
Document File: 5 page(s) / 243K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

In der klassischen Telefonie wird fuer eine Ende-zu-Ende Verbindung bezahlt. Hierbei traegt in der Regel der Initiator der Verbindung die Kosten. Die Verbindungskosten koennen hierbei von der geographischen Position des Angerufenen als auch von dem Netzbetreiber des Angerufenen abhaengen. In der Regel ist der Anruf fuer den Angerufenen (zumindest in Deutschland) gebuehrenfrei, mit Ausnahme so genannter Roaming Gebuehren im Mobilfunk. Ein spezieller Dienst, das so genannte R-Gespraech, erlaubt es, dieses Verhaeltnis auch umzukehren. Die Tarifierung im Internet folgt dagegen einem anderen Prinzip; hier zahlt seit Existenz des Internets jeder Teilnehmer seinen Zugang zum Internet bzw. zum naechstgelegenen Internet Service Provider (ISP). Die Vergebuehrung erfolgt hierbei entweder pauschal (z.B. mittels einer sog. flatrate), volumenbasiert, zeitbasiert oder in einer Mischform. Im Gegensatz zur Tarifierung in der Telefonie zahlt ein Teilnehmer gleiche Gebuehren, unabhaengig davon mit wem er kommuniziert (Ort) oder mit welchem Netzbetreiber der andere Kommunikationspartner einen Vertrag geschlossen hat. Ferner fallen Gebuehren sowohl bei initiierten als auch bei angenommen sog. Dienste-Sessions an. Eine Kostenuebernahme durch den Datensender auch fuer den Zugang des Datenempfaengers ist nicht vorgesehen. Mit den weiter steigenden Nutzerzahlen im Mobilfunk wird das Problem des Gebuehrengefaelles immer draengender. Heute findet so gut wie keine IP Kommunikation vom Festnetz in Richtung Mobiles Netz statt.

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S

Verfahren zur Kostenuebernahme in paketorientierter Mobilfunkkommunikation

Idee: Frank-Uwe Andersen. DE-Berlin; Dr. Cornelia Kappler, DE-Berlin; Dr. Morten Schlaeger, DE-

Berlin

In der klassischen Telefonie wird fuer eine Ende-zu-Ende Verbindung bezahlt. Hierbei traegt in der Regel der Initiator der Verbindung die Kosten. Die Verbindungskosten koennen hierbei von der geographischen Position des Angerufenen als auch von dem Netzbetreiber des Angerufenen abhaengen. In der Regel ist der Anruf fuer den Angerufenen (zumindest in Deutschland) gebuehrenfrei, mit Ausnahme so genannter Roaming Gebuehren im Mobilfunk. Ein spezieller Dienst, das so genannte R-Gespraech, erlaubt es, dieses Verhaeltnis auch umzukehren.

Die Tarifierung im Internet folgt dagegen einem anderen Prinzip; hier zahlt seit Existenz des Internets jeder Teilnehmer seinen Zugang zum Internet bzw. zum naechstgelegenen Internet Service Provider (ISP). Die Vergebuehrung erfolgt hierbei entweder pauschal (z.B. mittels einer sog. flatrate), volumenbasiert, zeitbasiert oder in einer Mischform. Im Gegensatz zur Tarifierung in der Telefonie zahlt ein Teilnehmer gleiche Gebuehren, unabhaengig davon mit wem er kommuniziert (Ort) oder mit welchem Netzbetreiber der andere Kommunikationspartner einen Vertrag geschlossen hat. Ferner fallen Gebuehren sowohl bei initiierten als auch bei angenommen sog. Dienste-Sessions an. Eine Kostenuebernahme durch den Datensender auch fuer den Zugang des Datenempfaengers ist nicht vorgesehen. Mit den weiter steigenden Nutzerzahlen im Mobilfunk wird das Problem des Gebuehrengefaelles immer draengender. Heute findet so gut wie keine IP Kommunikation vom Festnetz in Richtung Mobiles Netz statt.

Die Vergebuehrungsmodelle in heutigen paketbasierten - mobilen wie auch festen - Netzen sind statisch und unflexibel. Sie sind von den jeweiligen Netzbetreibern festgelegt und folgen bestimmten Schemata, die z.B. vom Land oder der Nutzergruppe abhaengig sein koennen. Wird beispielsweise in Deutschland eine Session von einem Festnetznutzer (z.B. mittels DSL, Digital Subscriber Line) zu einem Mobilfunknutzer (z.B. UMTS, Universal Mobile Telecommunication System) aufgebaut, so zahlt der Festnetznutzer typischerweise eine flatrate, und der Mobilfunknutzer muss, wie eingangs beschrieben, fuer die Kosten (z.B. volumenbasiert oder zeitbasiert) im mobilen Netz aufkommen, bei dem die Kosten pro Einheit derzeit deutlich hoeher als im Bereich des Festnetz/DSL sind.

Bei so genannten Mobile-to-Mobile Sessions hat jeder Nutzer die Kosten in seinem eigenen Netzanteil zu tragen, also speziell fuer die jeweils eigene Luftschnittstelle. Dies (ebenso wie der im vorherigen Absatz beschriebene Fall mit nur einem mobilen Teilnehmer) ist insbesondere in dem Fall problematisch, in dem nicht beide, d.h. Initiator und Empfaenger, einen eigenen Nutzen an der Session haben. Ist aber der Initiator oder der Empfaenger bereit, die Gesamtkosten zu tragen (z.B. wenn er dafuer bestimmte Informa...