Browse Prior Art Database

Partikel mit strukturierter Oberfläche

IP.com Disclosure Number: IPCOM000167463D
Publication Date: 2008-Feb-14

Publishing Venue

The IP.com Prior Art Database

Abstract

Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Partikel, enthaltend zumindest ein Polymerisationsprodukt eines polyadditionsfähigen, polykondensationsfähigen oder polymerisierbaren Siloxans und/oder Silans und zumindest einen partikulären Feststoff, wobei die mittlere Partikelgröße des partikulären Feststoff kleiner als die mittlere Partikelgröße der Polymer-Partikel ohne partikulärem Feststoff ist.

This text was extracted from a PDF file.
This is the abbreviated version, containing approximately 5% of the total text.

Page 1 of 51

Wa 10572-S/Go

Partikel mit strukturierter Oberfläche

Es ist bekannt, dass zur Erzielung eines guten
Selbstreingungseffektes einer Oberfläche, diese neben einer


5 guten Hydrophobie auch eine mikrorauhe Oberflächenstruktur
aufweisen muß. Beide Merkmale sind in der Natur zum Beispiel im
Lotusblatt realisiert. Die aus einem hydrophoben Material
gebildete Oberfläche weist größere sphärische Erhebungen auf,
die wie Noppen beschrieben werden können, welche so nahe


10 beieinander sitzen, dass ein Wassertropfen nicht dazwischen
passt und so nur auf den Spitzen der Noppen sitzt. Neben diesen
größeren Erhebungen ist sowohl die Oberfläche des übrigen
Lotusblattes als auch die Oberfläche der größeren Erhebungen
selbst noch einmal durch kleinere Elemente, im Falle des


15 Lotusblattes Wachsteilchen, substrukturiert. Insgesamt ergibt
sich so eine Struktur, die aus Erhebungen und Vertiefungen von
teilweise weniger als 100 nm bis hin zu 30 µm besteht.

Wasserabweisende Oberflächen mit einer mikrorauhen Struktur mit


20 Erhebungen und Vertiefungen werden in US 3 354 022 beschrieben,
wobei hier mit einem hydrophoben Material, insbesondere einem
fluorhaltigen Polymer gearbeitet wird. Gemäß einer
Ausführungsform kann auf keramische Ziegel oder auf Glas eine
Oberfläche mit Selbstreinigungseffekt aufgebracht werden, indem


25 das Substrat mit einer Suspension beschichtet wird, welche

Glaskugeln mit einem Durchmesser im Bereich von 3 bis 12 µm und
ein Fluorkohlenstoffwachs auf der Basis eines
Fluoralkylethoxymethacrylat Polymers enthält. Nachteile
derartiger Beschichtungen sind deren geringe


30 Abriebsbeständigkeit und mäßiger Selbstreingungseffekt.

Die Offenlegungsschrift EP 0 909 747 A1 lehrt ein Verfahren zur
Erzeugung einer Selbstreinigungseigenschaft von Oberflächen,
insbesondere Dachziegeln. Die Oberfläche weist hydrophobe


35 Erhebungen mit einer Höhe von 5 bis 200 µm auf. Hergestellt

Page 2 of 51

Wa 10572-S/Go

wird eine derartige Oberfläche durch Aufbringen einer
Dispersion von Pulverpartikeln aus einem inerten Material in
einer Siloxan-Lösung und anschließendes Aushärten. Wie im zuvor
gewürdigten Verfahren sind die strukturbildenden Partikel nicht


5 abriebstabil auf der Oberfläche des Substrates fixiert.

Das EP Patent 0 772 514 lehrt selbstreinigende Oberflächen von
Gegenständen mit einer künstlichen Oberflächenstruktur aus
Erhebungen und Vertiefungen, wobei der Abstand zwischen den


10 Erhebungen im Bereich von 5 µm bis 200 µm und die Höhe der

Erhebungen im Bereich von 5 µm bis 100 µm liegt und die
Struktur aus hydrophoben Polymeren oder haltbar hydrophobierten
Materialien besteht. Zur Ausbildung der Struktur eignen sich
Ätz- und Prägeverfahren, ferner Beschichtungsverfahren, wie


15 Aufkleben eines hydrophoben Polymeren. Soweit erforderlich
schließt sich an die Strukturbildung eine Hydrophobierung oder
Modifizierung, beispielsweise eine Silanisierung an. Die
selbstreinigenden, also durch lei...