Browse Prior Art Database

Substanz und Verfahren zur Anpassung einer Untersuchung an die Laufzeit eines Kontrastmittelbolus

IP.com Disclosure Number: IPCOM000183334D
Published in the IP.com Journal: Volume 9 Issue 6A (2009-06-10)
Included in the Prior Art Database: 2009-Jun-10
Document File: 2 page(s) / 29K

Publishing Venue

Siemens

Related People

Juergen Carstens: CONTACT

Abstract

In der bildgebenden Diagnostik ist es oftmals erforderlich, eine Untersuchung exakt waehrend der arteriellen Anflutung eines Kontrastmittels durchzufuehren. Ein haeufiges Beispiel sind CT- (Computertomographie) oder MRT- (Magnetresonanztomographie) Untersuchungen der Leber, die erfolgen sollten, waehrend das Kontrastmittel ueber die Arteria Hepatica in die Leber einstroemt, aber noch bevor ein Kontrastmitteleinstrom ueber die Vena Porta erfolgt, da nur so eine selektive Darstellung von Tumoren, die ueber die Arteria Hepatica versorgt werden, gegenueber dem normalen Lebergewebe, das mehr ueber die Vena Porta versorgt wird, erfolgen kann. Andere Beispiele sind beispielsweise Arteriographien, bei denen die Bildgebung erfolgen soll, nachdem das Kontrastmittel die Arterien gefuellt hat, aber bevor die Venen und das Gewebe kontrastiert sind, um eine selektive Darstellung der Arterien zu erreichen.

This text was extracted from a PDF file.
At least one non-text object (such as an image or picture) has been suppressed.
This is the abbreviated version, containing approximately 31% of the total text.

Page 1 of 2

Substanz und Verfahren zur Anpassung einer Untersuchung an die Laufzeit eines Kontrastmittelbolus

Idee: Dr. Sebastian Schmidt, DE-Erlangen

In der bildgebenden Diagnostik ist es oftmals erforderlich, eine Untersuchung exakt waehrend der arteriellen Anflutung eines Kontrastmittels durchzufuehren. Ein haeufiges Beispiel sind CT- (Computertomographie) oder MRT- (Magnetresonanztomographie) Untersuchungen der Leber, die erfolgen sollten, waehrend das Kontrastmittel ueber die Arteria Hepatica in die Leber einstroemt, aber noch bevor ein Kontrastmitteleinstrom ueber die Vena Porta erfolgt, da nur so eine selektive Darstellung von Tumoren, die ueber die Arteria Hepatica versorgt werden, gegenueber dem normalen Lebergewebe, das mehr ueber die Vena Porta versorgt wird, erfolgen kann.

Andere Beispiele sind beispielsweise Arteriographien, bei denen die Bildgebung erfolgen soll, nachdem das Kontrastmittel die Arterien gefuellt hat, aber bevor die Venen und das Gewebe kontrastiert sind, um eine selektive Darstellung der Arterien zu erreichen.

Das Problem entsteht hierbei darin, dass das Kontrastmittel zumeist intravenoes in eine Armvene verabreicht wird und zunaechst die Armvenen und zentralen Venen passieren muss, um zum rechten Ventrikel des Herzens zu gelangen, dann den Lungenkreislauf durchstroemt, um dann ueber den linken Ventrikel in die Arterien und so zum Zielort zu gelangen. Die dafuer erforderliche Zeit haengt von vielen Faktoren ab (Herzleistung, Gefaessstatus der Venen und Arterien, Lage des Arms), die individuell sehr unterschiedlich und zumeist nicht bekannt sind.

Es existieren bereits verschiedene Loesungsansaetze wie beispielsweise "Smartprep" bzw. "Care Bolus". Hierbei wird eine "Region of Interest", z.B. in einem grossen Gefaess, definiert, in der das Signal waehrend der Kontrastmittelinjektion fortlaufend gemessen wird. Kommt es zu einem Signalanstieg in dieser Region, dann wird die eigentliche Messung automatisch oder manuell ausgeloest. Nachteilig ist der zusaetzliche Aufwand der Einstellung, die Fehleranfaelligkeit (z.B. bei Verschiebung oder falscher Einstellung der RoI) und beim CT die zusaetzliche Strahlenbelastung.

Ein weiterer Loesungsansatz ist der Testbolus. Hier wird ein kleiner Kontrastmittelbolus gegeben, dessen Zeit bis zum Erreichen der Zielregion durch Testmessungen bestimmt und anschliessend die eigentliche Messung entsprechend geplant. Nachteilig ist die "Vorkontrastierung" des Gewebes durch den Testbolus und der erhoehte Aufwand. Es kann auch ein Abschaetzen erfolgen. Es existieren Formeln, um die Kreislaufzeit anhand von bekannten Parametern wie Alter des Patienten usw. zu schaetzen. Die Genauigkeit solcher Formeln ist aber aufgrund der starken individuellen Schwankung sehr gering. Daher hat keine dieser Loesungen eine breitere klinische Akzeptanz gefunden. Praktisch wird meist aufgrund v...