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Ethoxyvernetzende, silylterminierte Polymere

IP.com Disclosure Number: IPCOM000186604D
Publication Date: 2009-Aug-28
Document File: 7 page(s) / 62K

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Abstract

Alkoxysilanterminierte Polether mit Endgruppen der allgemeinen Formel -A-CH2-SiR1a(OR2)3-a mit R2 = Ethyl und speziell a = 0 erlauben die Compoundierung zinnfreier RTV-1-Systeme, die bei der Aushärtung kein Methanol freisetzen.

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Ethoxyvernetzende, silylterminierte Polymere

Polymersysteme, die über reaktive Alkoxysilylgruppen verfügen, sind seit langem bekannt. In Gegenwart von Luftfeuchtigkeit sind diese alkoxysilantermierten Polymere bereits bei Raumtemperatur in der Lage, unter Abspaltung der Alkoxygruppen miteinander zu kondensieren. Je nach Gehalt an Alkoxysilangruppen und deren Aufbau bilden sich dabei hauptsächlich langkettige Polymere (Thermoplaste), relativ weitmaschige dreidimensionale Netzwerke (Elastomere) oder aber hochvernetzte Systeme (Duroplaste).

Dabei kann es sich sowohl um alkoxysilanterminierte Polymere mit organischem Rückgrat handeln, z.B. um Polyurethane, Polyester, Polyether etc., beschrieben u.a. in EP-A-269 819, EP-A-931 800, WO 00/37533, US-A-3,971,751 und DE-A-198 49 817, als auch um Copolymere, deren Rückgrat neben organischen Bestandteilen auch Organosiloxane enthält, beschrieben u.a. in WO 96/34030.

Entsprechend der zahllosen Möglichkeiten zur Gestaltung von derartigen silanterminierten Polymersystemen lassen sich sowohl die Eigenschaften der unvernetzten Polymere bzw. der polymerhaltigen Mischungen (Viskosität, Schmelzpunkt, Löslichkeiten etc.) als auch die Eigenschaften der fertig vernetzten Massen (Härte, Elastizität, Zugfestigkeit, Reissdehnung, Hitzebeständigkeit etc.) nahezu beliebig einstellen. Entsprechend vielfältig sind daher auch die Einsatzmöglichkeiten von derartigen silanterminierten Polymersystemen. So lassen sie sich beispielsweise zur Herstellung von Elastomeren, Dichtstoffen, Klebstoffen, elastischen Klebesystemen, harten und weichen Schäumen, den unterschiedlichsten Beschichtungssystemen und im medizinischen Bereich, z.B. für Abformmassen im Dentalbereich verwenden. Diese Produkte lassen sich in jeder Form applizieren, wie z.B. streichen, sprühen, giessen, pressen etc..

Nachteilig an den meisten beschriebenen alkoxysilanterminierten Polymersystemen ist allerdings deren nur mässige Reaktivität gegenüber Feuchtigkeit, sowohl in Form von Luftfeuchtigkeit als auch in Form von - gegebenenfalls zugesetztem - Wasser. Um auch bei Raumtemperatur eine hinreichende Härtungsgeschwindigkeit zu erreichen, ist daher der Zusatz eines Katalysators unbedingt erforderlich. Das ist vor allem deshalb problematisch, da die in der Regel als Katalysatoren eingesetzten zinnorganischen Verbindungen toxikologisch bedenklich sind. Zudem enthalten die. Zinnkatalysatoren oftmals auch noch Spuren hochtoxischer Tributylzinnderivate.

Besonders problematisch ist die geringe Reaktivität der alkoxysilanterminierten Polymersysteme, wenn Systeme erwünscht sind, die auch bei Raumtemperatur über eine hohe Härtungsgeschwindigkeit - z.B. Hautbildungszeiten < 15 min - verfügen. Mit den gängigen alkoxysilanterminierten Polymeren lassen sich derart reaktive Systeme - wenn überhaupt - nur mit sehr hohen Konzentrationen von Zinnkatalysatoren erreichen. Dies führt in der Regel zu Zi...