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Zusammensetzung enthaltend Triethylendiamin, Monethylenglykol und Borhydrid

IP.com Disclosure Number: IPCOM000187406D
Publication Date: 2009-Sep-04

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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zusammensetzung enthaltend Triethylendiam (TEDA) und Monoethylenglykol (MEG), dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung zusätzlich 1 bis 5000 Gew.-ppm eines Borhydrids, bezogen auf das Gesamtgewicht von Triethylendiamin und Monoethylenglykol in der Zusammensetzung, enthält, sowie ein Verfahren zu deren Herstellung.

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BASF SE 20090527 PF 62379 DE

Zusammensetzung enthaltend Triethylendiamin, Monethylenglykol und Borhydrid

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zusammensetzung enthaltend Triethylendiamin,

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Monoethylenglykol und Borhydrid, deren Herstellung und deren Verwendung.

Triethylendiamin (= TEDA = DABCO® = 1,4-Diazabicyclo-[2,2,2]-octan) ist ein wichti- ges Zwischen- und Endprodukt in der chemischen Industrie, das hauptsächlich als sol- ches bei der Polyurethanherstellung als Katalysator eingesetzt wird.

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Für diese Anwendungszwecke wird TEDA in der Regel als Lösung in Diolen, wie Mo- noethylenglykol, Propylenglykol oder Butandiol, angeboten.

Für diese und andere Einsatzgebiete ist eine reine, möglichst geruchlose TEDA-

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Lösung mit einer möglichst geringen Verfärbung, z.B. mit einer möglichst kleinen APHA-Farbzahl (DIN-ISO 6271), die diese Eigenschaften auch über längere Lagerzei- ten (von z.B. 6, 12 oder mehr Monaten) beibehält, erwünscht.

TEDA ist jedoch aufgrund seiner Eigenschaften [hygroskopisch, temperaturempfind-

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lich, Siedepunkt (174°C bei Normaldruck) und Schmelzpunkt (158-160°C) liegen dicht beieinander] schwierig und nur unter entsprechendem technischem Aufwand zu hand- haben, ohne dass eine Verschlechterung der Qualität des TEDAs bezüglich Farbe, Farbstabilität (unerwünschte Zunahme der Farbzahl, z.B. gemessen als APHA- Farbzahl, über die Lagerzeit), Geruch (z.B. unerwünschter Geruch nach cyclischen

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gesättigten 5-Ring-N-Heterocyclen oder anderen cyclischen gesättigten 6-Ring-N- Heterocyclen und/oder aromatischen 5- oder 6-Ring-N-Heterocyclen) und Reinheit auftritt. Entsprechendes gilt für TEDA-Lösungen.

Die bekannten Verfahren zur TEDA-Herstellung - wie die Zeolith-katalysierten TEDA-

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Synthese aus N-(2-aminoethyl)piperazin (Tosoh Corp., JP-B-3 132 061, JP-B-3 132 062, JP-B-3 132 063 und EP-A1-1 192 993), Ethylendiamin und/oder Piperazin (Air Products, EP-A1-842 936; BASF AG, EP-A1-382 055, WO 01/02404, EP-A1-1 215 211 und WO 03/004499) - führen in der Regel zur Bildung roher Umsetzungsprodukte, die neben TEDA noch Wasser, Nebenprodukte, wie z.B. Piperazin und hochmolekulare

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Polymerisate, sowie ein gegebenenfalls bei der Umsetzung eingesetztes Lösungsmittel enthalten können. Das mittels dieser Verfahren erhaltene TEDA muss deshalb auf- wendig aufgearbeitet werden, z.B. durch Abtrennung von TEDA durch diskontinuierli- che oder kontinuierliche Destillation oder Rektifikation und nachfolgender Reinigung durch Kristallisation oder Umkristallisation. Solche Aufreinigungs- und Aufarbeitungs-

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verfahren sind beispielsweise in der DE-A-10303696, EP-A1-1 070 717, EP-A-1 223 172, EP-A-1 258 485, WO-A-03/022851, EP-A-1749009 und EP-A-1966216 beschrie- ben.

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   Es wurde nun festgestellt, dass Lösungen von TEDA in Monoethylenglykol (MEG) trotz aufwendiger Aufarbeitung und Aufreinigung des TEDA, sich be...