Browse Prior Art Database

Schnittbildgebung im Notarztwagen

IP.com Disclosure Number: IPCOM000187580D
Published in the IP.com Journal: Volume 9 Issue 9B (2009-09-25)
Included in the Prior Art Database: 2009-Sep-25
Document File: 2 page(s) / 78K

Publishing Venue

Siemens

Related People

Juergen Carstens: CONTACT

Abstract

Bei vielen zeitkritischen Erkrankungen ist es wuenschenswert, bereits im Notarztwagen erste belastbare Hinweise auf die Diagnose zu haben, um dann unmittelbar und ohne Zeitverlust die bestmoegliche Therapie einleiten zu koennen. Auch zur Auswahl des geeigneten erstversorgenden Krankenhauses ist ein Hinweis auf die dem Zustandsbild des Patienten zugrundeliegende Grunderkrankung hilfreich. Waehrend einige Erkrankungen beispielsweise mit elektromedizinischen Verfahren nachgewiesen werden koennen, ist bei anderen Erkrankungsbildern die Diagnosestellung bzw. der Ausschluss relevanter Differentialdiagnosen nur mittels Bildgebung moeglich, die jedoch haeufig mit Limitationen verbunden ist. So ist beispielsweise eine Ultraschalluntersuchung mit einer hohen Interobserver-Variabilitaet behaftet. Am besten geeignet und mit der geringsten Interobserver-Variabilitaet behaftet ist sicherlich die Schnittbilddiagnostik mit Computertomographie (CT). Leider ist die Implementierung eines Computertomographen in den Rettungswagen mit kaum zu behebenden technischen Schwierigkeiten behaftet, wie beispielsweise Gewicht, Platzbedarf und nicht zuletzt die Bereitstellung einer adaequaten Stromversorgung.

This text was extracted from a PDF file.
At least one non-text object (such as an image or picture) has been suppressed.
This is the abbreviated version, containing approximately 49% of the total text.

Page 1 of 2

Schnittbildgebung im Notarztwagen

Idee: Dr. Bernd Hofmann, DE-Erlangen; Dr. Harald Graupner, DE-Erlangen

Bei vielen zeitkritischen Erkrankungen ist es wuenschenswert, bereits im Notarztwagen erste belastbare Hinweise auf die Diagnose zu haben, um dann unmittelbar und ohne Zeitverlust die bestmoegliche Therapie einleiten zu koennen. Auch zur Auswahl des geeigneten erstversorgenden Krankenhauses ist ein Hinweis auf die dem Zustandsbild des Patienten zugrundeliegende Grunderkrankung hilfreich.

Waehrend einige Erkrankungen beispielsweise mit elektromedizinischen Verfahren nachgewiesen werden koennen, ist bei anderen Erkrankungsbildern die Diagnosestellung bzw. der Ausschluss relevanter Differentialdiagnosen nur mittels Bildgebung moeglich, die jedoch haeufig mit Limitationen verbunden ist. So ist beispielsweise eine Ultraschalluntersuchung mit einer hohen Interobserver- Variabilitaet behaftet. Am besten geeignet und mit der geringsten Interobserver-Variabilitaet behaftet ist sicherlich die Schnittbilddiagnostik mit Computertomographie (CT). Leider ist die Implementierung eines Computertomographen in den Rettungswagen mit kaum zu behebenden technischen Schwierigkeiten behaftet, wie beispielsweise Gewicht, Platzbedarf und nicht zuletzt die Bereitstellung einer adaequaten Stromversorgung.

Eine weitere Optimierung des Arbeitsablaufs und der Behandlungssicherheit kann damit erreicht werden, dass der aus der Bildgebung gewonnene Datensatz und relevante Befunde aus dem Rettungswagen mittels informationstechnologischer Loesungen an ein spezialisiertes Zentrum versandt und dort umgehend beurteilt werden. Somit kann die Diagnose- und Therapiesicherheit weiter erhoeht werden und das naechste, auf das Erkrankungsbild spezialisierte Krankenhaus angefahren werden. Dies spielt insbesondere dann eine Rolle, wenn weitere Strecken bis zum naechsten Krankenhaus zurueckgelegt werden muessen. Anwendungsbereiche von Mehrschichtbildgebung mit anschliessender Telekonsultation finden sich beim Erkrankungsbild des Schlaganfalles. Hier wird die Mehrschichtbildgebung zum Ausschluss einer Blutung angewandt, weiterhin in der Traumatologie fuer einen Ausschluss eines Schaedel-Hirn-Traumas, einer Kontusionsblutung, einer freien abdominelle Blutung etc.) sowie bei unklaren Bewusstseinsstoerungen. Auch wird die Datenuebertragung von EKG-Befunden (EKG: Elektrokardiographie) an kardiologische Zentren durchgefuehrt, eine Uebertragung von Bilddaten erfolgt zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht.

Bisher wird eine Schnittbildgebung im Rettungswesen nicht eingesetzt. So ist beispielsweise eine Ultraschalluntersuchung mit einer hohen Interobserver-Variabilitaet behaftet und stoesst bei bestimmten Untersuchungen an ihre technischen Grenzen, waehrend der Einsatz der Computertomographie in den Rettungswagen technisch kaum realisierbar ist.

Es wird nun ein Ar...