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Ersatz von elektromechanischen Stellteilen (Relaissaetze) durch elektronische Stellteile bei bestehenden Relaisstellwerken

IP.com Disclosure Number: IPCOM000188506D
Published in the IP.com Journal: Volume 9 Issue 10B (2009-10-27)
Included in the Prior Art Database: 2009-Oct-27
Document File: 4 page(s) / 518K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Bei verschiedenen Bahnbetreibern sind derzeit noch zahlreiche Relaisstellwerke im Einsatz (siehe Abbildung 1). Die Technik dieser Relaisstellwerke basiert im Wesentlichen auf Technologien der 1960er Jahre, d.h. es handelt sich um fest verdrahtete Relais (siehe Abbildung 2). Die Planung der Bahnbetreiber sieht fuer diese Stellwerke noch eine Einsatzdauer von mehreren Jahrzehnten vor. Waehrend der Lebensdauer muessen die Relais dieser Stellwerke periodisch gewartet (revidiert) und bei Bedarf auch umgebaut (erweitert oder rueckgebaut) werden. Steigende Anforderungen, wie z.B. die Fernsteuerung, die Diagnose und die Anbindung an moderne Zugbeeinflussung (ETCS: European Train Control System), lassen sich nur unter hohem Aufwand realisieren. Das Fachwissen der mit Wartung und Umbau betreuten Personen und des Herstellers der benoetigten elektromechanischen Bauelemente (Relais) geht zunehmend verloren. Die Verwendung bestimmter Materialien wird durch geaenderte Umweltanforderungen eingeschraenkt und die arbeitsintensive Herstellung verteuert die Produktion in zunehmendem Masse.

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Ersatz von elektromechanischen Stellteilen (Relaissaetze) durch elektronische Stellteile bei bestehenden Relaisstellwerken

Idee: Dirk Boedeker, CH-Wallisellen

Bei verschiedenen Bahnbetreibern sind derzeit noch zahlreiche Relaisstellwerke im Einsatz (siehe Abbildung 1). Die Technik dieser Relaisstellwerke basiert im Wesentlichen auf Technologien der 1960er Jahre, d.h. es handelt sich um fest verdrahtete Relais (siehe Abbildung 2). Die Planung der Bahnbetreiber sieht fuer diese Stellwerke noch eine Einsatzdauer von mehreren Jahrzehnten vor. Waehrend der Lebensdauer muessen die Relais dieser Stellwerke periodisch gewartet (revidiert) und bei Bedarf auch umgebaut (erweitert oder rueckgebaut) werden. Steigende Anforderungen, wie z.B. die Fernsteuerung, die Diagnose und die Anbindung an moderne Zugbeeinflussung (ETCS: European Train Control System), lassen sich nur unter hohem Aufwand realisieren.

Das Fachwissen der mit Wartung und Umbau betreuten Personen und des Herstellers der benoetigten elektromechanischen Bauelemente (Relais) geht zunehmend verloren. Die Verwendung bestimmter Materialien wird durch geaenderte Umweltanforderungen eingeschraenkt und die arbeitsintensive Herstellung verteuert die Produktion in zunehmendem Masse.

Je nach Aufgabenstellung existieren derzeit unterschiedliche Ansaetze zur Loesung dieser Problematik. Hinsichtlich der Fernsteuerung werden die Relaissaetze umgebaut, d.h. Kontakte und Spulen werden verdoppelt, um ueber eine elektronische Schnittstelle eine Anbindung an die Leittechnik zu ermoeglichen. Analog wird bei einer Automatisierung verfahren, jedoch ohne Anbindung an eine uebergeordnete Leittechnik. Eine Anbindung an moderne Zugbeeinflussungssysteme (ETCS) erfolgt durch eine LEU (Lineside Electronic Unit) in der Aussenanlage. Lediglich ETCS L1 und ETCS L2 sind heute noch nicht moeglich. Fuer Diagnosezwecke muss derzeit das betreffende Stellwerk ersetzt werden. Fuer Wartungsarbeiten werden die jeweiligen Relaissaetze ausgebaut und die Relaiskontakte dann einer Revision unterzogen. Dies stellt einen relativ arbeitsintensiven Prozess dar. Umbauten erfolgen derzeit durch Umprojektierungen. Dies ist verbunden mit einem hohen Aufwand fuer die jeweilige Projektierung. Bestehende Relaissaetze muessen geprueft oder durch neue bzw. modifizierte Relaissaetze ersetzt werden.

Es ist hervorzuheben, dass diese Loesungen nicht durchgaengig sind, d.h. je nach Anwendung wird unterschiedliche Hard- und Software verwendet, was ein hohes Mass an Fachwissen bei dem jeweiligen Betreiber voraussetzt. Zudem entstehen durch die unterschiedlichen Ansaetze hohe Kosten und das System wird zunehmend komplexer. Da fuer die beschriebenen Loesungen vielfach proprietaere Hardware eingesetzt wird, steigen im Laufe des Lebenszyklus des Systems die Pflegekosten durch den Ersatz defekter Bauelemente.

Die Idee besteht nu...