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Raeumliche Orientierungshilfe fuer Blinde und Sehbehinderte

IP.com Disclosure Number: IPCOM000188630D
Original Publication Date: 2009-Oct-27
Included in the Prior Art Database: 2009-Oct-27
Document File: 2 page(s) / 106K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Bei Blinden und Sehbehinderten ist die raeumliche Orientierung in den meisten Faellen beeintraechtigt. Bisher werden Orientierungshilfen in Form von Brillen angeboten. Eine Brille mit integrierten Ultraschallsensor ermoeglicht die Erfassung der Objekte in einem Strahlkegel, wobei nur ein Messwert zurueckgemeldet wird. Die Erfassung des Objektes wird als Sinneseindruck ueber ein akustisches Signal oder Vibration realisert. Die Intensitaet des eingesetzten Signals ist hierbei von dem Abstand des Objektes abhaengig. Ein Nachteil dieser Loesung ist, dass die Positionsangabe des Objektes ungenau erfolgt, da ein breiter Strahlkegel fuer die Detektierung des Objektes eingesetzt wird. Weiterhin koennen schmale Gegenstaende wie beispielsweise die Stangen von Verkehrsschildern schlecht erkannt werden. Des Weiteren wird durch die akustischen Signale der fuer Blinde bzw. Sehbehinderte wichtige Hoersinn beeintraechtigt als auch die allgemeine Hoerwahrnehmung gestoert. Ferner kann die Orientierungshilfe in Form einer Brille als indiskret wahrgenommen werden. Als eine weitere bisherige Loesung wird eine Brille mit integriertem Laserabstandsmesser eingesetzt. Diese Brille ermoeglicht einen Abtastbereich von ungefaehr sechzig Grad, wobei je nach Entfernung und relativen Winkel des Objektes die entsprechenden akustischen Signale ausgegeben werden. Neben den bereits beschriebenen Nachteilen besteht bei dieser Loesung der zusaetzliche Nachteil, dass der Kopf gedreht werden muss, um die Umgebung tatsaechlich erfassen zu koennen.

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Raeumliche Orientierungshilfe fuer Blinde und Sehbehinderte

Idee: Peter Karl, DE-Regensburg

Bei Blinden und Sehbehinderten ist die raeumliche Orientierung in den meisten Faellen beeintraechtigt. Bisher werden Orientierungshilfen in Form von Brillen angeboten. Eine Brille mit integrierten Ultraschallsensor ermoeglicht die Erfassung der Objekte in einem Strahlkegel, wobei nur ein Messwert zurueckgemeldet wird. Die Erfassung des Objektes wird als Sinneseindruck ueber ein akustisches Signal oder Vibration realisert. Die Intensitaet des eingesetzten Signals ist hierbei von dem Abstand des Objektes abhaengig. Ein Nachteil dieser Loesung ist, dass die Positionsangabe des Objektes ungenau erfolgt, da ein breiter Strahlkegel fuer die Detektierung des Objektes eingesetzt wird. Weiterhin koennen schmale Gegenstaende wie beispielsweise die Stangen von Verkehrsschildern schlecht erkannt werden. Des Weiteren wird durch die akustischen Signale der fuer Blinde bzw. Sehbehinderte wichtige Hoersinn beeintraechtigt als auch die allgemeine Hoerwahrnehmung gestoert. Ferner kann die Orientierungshilfe in Form einer Brille als indiskret wahrgenommen werden. Als eine weitere bisherige Loesung wird eine Brille mit integriertem Laserabstandsmesser eingesetzt. Diese Brille ermoeglicht einen Abtastbereich von ungefaehr sechzig Grad, wobei je nach Entfernung und relativen Winkel des Objektes die entsprechenden akustischen Signale ausgegeben werden. Neben den bereits beschriebenen Nachteilen besteht bei dieser Loesung der zusaetzliche Nachteil, dass der Kopf gedreht werden muss, um die Umgebung tatsaechlich erfassen zu koennen.

Es wird daher eine neuartige Loesung vorgeschlagen, die mithilfe eines haptischen Displays eine bessere raeumliche Orientierung realisiert. Es ist vorgesehen, dass das durch einen Abstandsmesser erfasste Entfernungsprofils ueber ein haptisches Display ausgegeben wird. Das haptische Display besteht aus mehreren Mikroaktoren, die in einer Reihe angeordnet sind. Je nach Entfernung des zu erfassenden Objektes wird eine entsprechende Anzahl von Aktoren angesteuert. Die Aktoren bewirken, dass der Traeger des haptischen Displays eine Rueckmeldung ueber das Entfernungsprofil seiner Umgebung erhaelt. Der haptische Eindruck kann beispielsweise als Druck, Vibration oder als eine Kombination von beidem realisiert werden. Weiterhin kann ueber eine Variation der Intensitaet des haptischen Eindrucks eine genauere Wiedergabe der Entfernungen erreicht werden. Wenn jeder Aktorenreihe nur ein linienfoermiger Sensorstrahl zugeordnet ist, dann koennen auch schmale Gegenstaende erfasst werden. Durch eine gezielte Bewegung des haptischen Displays kann neben der Entfernung eines Gegenstandes dann auch dessen Breite ermittelt werden. Es ist zudem vorgesehen, einen Regler fuer den zu...