Browse Prior Art Database

Schaltautomatik-Verfahren, Anordnung und Einrichtung als Schutz vor Fehlsynchronisierung nach Schalthandlungen

IP.com Disclosure Number: IPCOM000193856D
Original Publication Date: 2010-Mar-24
Included in the Prior Art Database: 2010-Mar-24
Document File: 3 page(s) / 95K

Publishing Venue

Siemens

Related People

Juergen Carstens: CONTACT

Abstract

Ein Leistungsschalter kann bei Schalthandlungen eingesetzt werden, die nach einer Aenderung in der Anlage sowie nach einer veraenderter Parametrierung, Neuverdrahtung, Netzumschaltung durchgefuehrt werden. Leistungsschalter koennen auch fuer spezielle Schalthandlungen wie Durchsteuern und Schalten auf spannungsfreie Leitungen eingesetzt werden. Die Sicherheit des Prozesses ist hierbei nicht nur von den Synchronisierungseinrichtungen abhaengig, sondern auch von dem Betriebspersonal. Eine Fehlsynchronisierung nach einem Schaltbefehl zum Parallelschalten oder Ankoppeln von Netzen ist ueblicherweise ein irreversibler Vorgang. Die notwendigen Ausgleichsvorgaenge sind eine hohe Belastung fuer beispielsweise den Generator und die Erregereinrichtung. Durch den unzulaessigen Fehlwinkel kann durch den Generator ein Strom erzeugt werden, der ein Vielfaches des zulaessigen Wertes darstellt. Dies fuehrt zu hohen Wicklungsbeanspruchungen und sehr schweren Belastungen der Welle. Bisher werden in Kraftwerken automatische Synchronisierungseinrichtungen eingesetzt, um Fehlsynchronisierungen zu vermeiden. Die Synchronisierungseinrichtungen bewirken, dass der Generator in einem geringen Winkel und kleinem Schlupf an das Netz zugeschaltet wird. Eine Fehlsynchronisierung kann jedoch auch durch menschliches Versagen verursacht werden. Zum Beispiel koennen zwei Phasen in der Synchronisierungseinrichtung vertauscht werden. Fehler koennen auch auftreten, wenn Anlagen manuell synchronisiert werden oder auf fehlerhaft gepruefte, sogenannte tote Leitungen zugeschaltet werden.

This text was extracted from a PDF file.
At least one non-text object (such as an image or picture) has been suppressed.
This is the abbreviated version, containing approximately 49% of the total text.

Page 1 of 3

Schaltautomatik-Verfahren, Anordnung und Einrichtung als Schutz vor Fehlsynchronisierung nach Schalthandlungen

Idee: Jorge Guzman-Edery, DE-Berlin

Ein Leistungsschalter kann bei Schalthandlungen eingesetzt werden, die nach einer Aenderung in der Anlage sowie nach einer veraenderter Parametrierung, Neuverdrahtung, Netzumschaltung durchgefuehrt werden. Leistungsschalter koennen auch fuer spezielle Schalthandlungen wie Durchsteuern und Schalten auf spannungsfreie Leitungen eingesetzt werden. Die Sicherheit des Prozesses ist hierbei nicht nur von den Synchronisierungseinrichtungen abhaengig, sondern auch von dem Betriebspersonal. Eine Fehlsynchronisierung nach einem Schaltbefehl zum Parallelschalten oder Ankoppeln von Netzen ist ueblicherweise ein irreversibler Vorgang. Die notwendigen Ausgleichsvorgaenge sind eine hohe Belastung fuer beispielsweise den Generator und die Erregereinrichtung. Durch den unzulaessigen Fehlwinkel kann durch den Generator ein Strom erzeugt werden, der ein Vielfaches des zulaessigen Wertes darstellt. Dies fuehrt zu hohen Wicklungsbeanspruchungen und sehr schweren Belastungen der Welle. Bisher werden in Kraftwerken automatische Synchronisierungseinrichtungen eingesetzt, um Fehlsynchronisierungen zu vermeiden. Die Synchronisierungseinrichtungen bewirken, dass der Generator in einem geringen Winkel und kleinem Schlupf an das Netz zugeschaltet wird. Eine Fehlsynchronisierung kann jedoch auch durch menschliches Versagen verursacht werden. Zum Beispiel koennen zwei Phasen in der Synchronisierungseinrichtung vertauscht werden. Fehler koennen auch auftreten, wenn Anlagen manuell synchronisiert werden oder auf fehlerhaft gepruefte, sogenannte tote Leitungen zugeschaltet werden.

Daher wird eine neuartige Loesung vorgeschlagen, die ein Verfahren fuer eine Einrichtung vorsieht, die als Schutz gegen Fehlsynchronisierung nach Schalthandlungen eingesetzt wird. Es wird eine Schaltautomatik mit zwei Leistungsschaltern vorgesehen (siehe Abbildung 1). Der Schaltbefehl zur Synchronisierung, zum Parallelschalten oder Ankoppeln von Netzen wird ueber die in Reihe angeordneten Leistungsschalter abgegeben. Am Anfang ist der Schaltzustand des ersten Leistungsschalters AUS und der des zweiten Leistungsschalters EIN. Auf beiden Seiten der Schalteranordnung werde die Spannungen U1 und U2 abgegriffen. Zusaetzlich wird zwischen den Schaltern der Generatorstrom lg gemessen. Eine Schalthandlung beispielsweise fuer das Parallelschalten, Durchschalten oder das Schalten auf spannungslose Netze wird durchgefuehrt, nachdem die Synchronisiergroessen und Eigenzeiten uebereinstimmen bzw. nach der Ueberpruefung der gemessenen Zustandsgroessen. Die Schalthandlung erfolgt ueber zwei in Reihe gekoppelte Generatorschalter. Hierbei wird ein Einschaltbefehl fuer den ersten, d.h. offenen Leistungsschalter und ein Ausschaltbefehl zeitversetzt an den zweiten, d.h. geschlossenen Leistungsschalter erzeugt. Unter Beruecksichtigung der Eigenzeiten der Leistungss...