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Technologie zur Verriegelung von Marknägeln bei Frakturen langer Röhrenknochen

IP.com Disclosure Number: IPCOM000196781D
Published in the IP.com Journal: Volume 10 Issue 6B (2010-06-24)
Included in the Prior Art Database: 2010-Jun-24
Document File: 2 page(s) / 80K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Zur Behandlung von Frakturen langer Röhrenknochen werden häufig Marknägel eingesetzt. Um eine Verdrehung oder Verschiebung der Frakturelemente zueinander zu verhindern, werden die Marknägel durch Verriegelungsschrauben distal und proximal fixiert. Bisher wurden Marknagel und Knochen an der entsprechenden Stelle mit Bohrlöchern versehen um beide fest mit der Verriegelungsschraube verbinden zu können. Dabei müssen die Löcher von außen durch den Knochen gebohrt und exakt die Position der Löcher im Marknagel getroffen werden. Dazu sind zwei verschiedene Methoden bekannt. Zum einen kann das Ausrichten des Bohrers und das Bohren unter kontinuierlicher Röntgenkontrolle erfolgen. Allerdings müssen der C-Bogen und die Bohrmaschine dafür genau im Zentralstrahl ausgerichtet werden. Rutscht die Bohrmaschine nach dem Ansetzen nur leicht ab, kann es zu Abweichungen kommen. Zum anderen können für die Bohrung abnehmbare Schablonen verwendet werden, die am Marknagel ausgerichtet sind. Dieses Verfahren eignet sich allerdings nur für die proximalen Verrieglungslöcher, da sich der Marknagel beim Platzieren verbiegen kann und es deshalb häufig zu Abweichungen zwischen Schablone und Loch kommt.

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Technologie zur Verriegelung von Marknägeln bei Frakturen langer Röhrenknochen

Idee: Dr. Rainer Graumann, DE-Erlangen; Dr. Clemens Bulitta, DE-Erlangen; Gerhard Kleinszig,
DE-Erlangen

Zur Behandlung von Frakturen langer Röhrenknochen werden häufig Marknägel eingesetzt. Um eine Verdrehung oder Verschiebung der Frakturelemente zueinander zu verhindern, werden die Marknägel durch Verriegelungsschrauben distal und proximal fixiert.

Bisher wurden Marknagel und Knochen an der entsprechenden Stelle mit Bohrlöchern versehen um beide fest mit der Verriegelungsschraube verbinden zu können. Dabei müssen die Löcher von außen durch den Knochen gebohrt und exakt die Position der Löcher im Marknagel getroffen werden. Dazu sind zwei verschiedene Methoden bekannt. Zum einen kann das Ausrichten des Bohrers und das Bohren unter kontinuierlicher Röntgenkontrolle erfolgen. Allerdings müssen der C-Bogen und die Bohrmaschine dafür genau im Zentralstrahl ausgerichtet werden. Rutscht die Bohrmaschine nach dem Ansetzen nur leicht ab, kann es zu Abweichungen kommen. Zum anderen können für die Bohrung abnehmbare Schablonen verwendet werden, die am Marknagel ausgerichtet sind. Dieses Verfahren eignet sich allerdings nur für die proximalen Verrieglungslöcher, da sich der Marknagel beim Platzieren verbiegen kann und es deshalb häufig zu Abweichungen zwischen Schablone und Loch kommt.

Es wird eine neuartige Konstruktion eines Marknagels vorgeschlagen, der am distalen Ende über zwei innenliegende selbstschneidende Verriegelungsschrauben verfügt (Abbildung 1). Die Schrauben können hohl sein und durch einen Stabiliserungsbolzen innerhalb des Marknagels geführt werden. An der Schraube befindet sich beispielsweise ein Zahnrad, mit dem die Schraube durch ein externes Instrument, das durch den Hohlraum des Marknagels gesteckt w...