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Kathetersystem und Verfahren zur Behandlung von Tumoren mit magnetischem Drug Targeting

IP.com Disclosure Number: IPCOM000197197D
Original Publication Date: 2010-Jul-14
Included in the Prior Art Database: 2010-Jul-14
Document File: 6 page(s) / 772K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Zukünftig wird die Anzahl der Krebserkrankungen stark zunehmen. Die klassische Therapie bei Krebserkrankungen sieht in der Regel die chirurgische Entfernung des Tumors mit anschließender Chemotherapie bzw. Bestrahlungstherapie vor. Trotz aller Fortschritte bei diesen Therapien kommt es bei einer relativ hohen Anzahl von Patienten zu wiederkehrenden Tumoren oder es entstehen Metastasen. In Abhängigkeit vom Gesundheitszustand des Patienten, dessen Alter und der Art der Tumore können die Therapieformen wiederholt werden. Aber es gibt auch eine relativ hohe Anzahl von Patienten, die „austherapiert“ sind. Das bedeutet, dass die klassischen Therapiemaßnahmen nicht mehr angewendet werden können, weil der Patient die Belastung dieser Therapien physisch und/oder psychisch nicht mehr ertragen kann. Bei derartigen austherapierten Patienten werden derzeit starke Schmerzmittel verabreicht, teilweise auch über Katheter direkt in den Tumorbereich. Diese Methode hat den Nachteil, dass hierbei lediglich der Schmerz bekämpft, aber keine Heilung erreicht wird.

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Kathetersystem und Verfahren zur Behandlung von Tumoren mit magnetischem Drug Targeting

Idee: Michael Maschke, DE-Forchheim

Zukünftig wird die Anzahl der Krebserkrankungen stark zunehmen. Die klassische Therapie bei

Krebserkrankungen sieht in der Regel die chirurgische Entfernung des Tumors mit anschließender

Chemotherapie bzw. Bestrahlungstherapie vor. Trotz aller Fortschritte bei diesen Therapien kommt es

bei einer relativ hohen Anzahl von Patienten zu wiederkehrenden Tumoren oder es entstehen

Metastasen. In Abhängigkeit vom Gesundheitszustand des Patienten, dessen Alter und der Art der

Tumore können die Therapieformen wiederholt werden. Aber es gibt auch eine relativ hohe Anzahl

von Patienten, die "austherapiert" sind. Das bedeutet, dass die klassischen Therapiemaßnahmen nicht

mehr angewendet werden können, weil der Patient die Belastung dieser Therapien physisch und/oder

psychisch nicht mehr ertragen kann. Bei derartigen austherapierten Patienten werden derzeit starke

Schmerzmittel verabreicht, teilweise auch über Katheter direkt in den Tumorbereich. Diese Methode

hat den Nachteil, dass hierbei lediglich der Schmerz bekämpft, aber keine Heilung erreicht wird. Seit einigen Jahren etabliert sich die sogenannte Tumorablation. Dabei wird ein Werkzeug zu dem

Tumor oder der Metastase geführt und mit Hilfe von Energie wie Wärme oder Kälte oder durch eine

Alkohohlinjektion der Tumor geschädigt. Beispielhaft wird die Thermoablation näher beschrieben.

Dabei werden die Tumorzellen durch hohe Temperaturen abgetötet, während gesundes Gewebe

verschont bleibt. Bei der Radiofrequenzablation (RFA) führt ein interventioneller Radiologe unter

Zuhilfenahme bildgebender Technologie eine dünne Nadel in den Tumor des Patienten. Von der

Nadelspitze wird Radiofrequenzenergie auf das Zielgewebe übertragen, wo sie große Hitze erzeugt

und damit den Tumor abtötet. Das abgestorbene Gewebe schrumpft und bildet langsam eine Narbe.

Je nach Größe des Tumors kann ihn eine RFA schrumpfen lassen oder abtöten, wodurch die

Lebenszeit der Patientin verlängert und ihre Lebensqualität erheblich verbessert wird. Da es sich bei

RFA um eine lokale Methode handelt, die gesundes Gewebe nicht beschädigt, kann die Behandlung

häufig wiederholt werden.

Die durch Tumore verursachten Schmerzen sowie andere schwächende Symptome werden gelindert,

indem die Größe des Tumors reduziert wird bzw. neu entstehende Tumore behandelt werden. Obwohl

die Tumore selbst oft keine Schmerzen verursachen, können sie auf Nerven oder wichtige Organe

drücken, was unter Umständen große Schmerzen verursacht. RFA kann bei kleinen bis mittelgroßen

Tumoren angewandt werden. Ein großer Nachteil der Ablationstherapie ist, dass diese nur bei relative

kleinen Tumoren eingesetzt werden kann. Ein sehr hoher Anteil von Tumoren wird allerdings in einem

relativ späten Stadium entdeckt, wobei dann diese Methode nicht mehr angewendet werden kann. Eine neue vielversprechende Meth...