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Lichtbogenfehlerortung mit erhöhter Sensitivität für gasisolierte Hochspannungssysteme

IP.com Disclosure Number: IPCOM000197560D
Published in the IP.com Journal: Volume 10 Issue 7B (2010-07-24)
Included in the Prior Art Database: 2010-Jul-25
Document File: 1 page(s) / 68K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

In gasisolierten Hochspannungssystemen kann es zu sogenannten Fehler-Lichtbögen kommen. Diese können auch bei einer geringen Kurzschlussleistung zu Schäden an der Anlage führen. Vor der Wiederinbetriebnahme des betroffenen Abschnitts sollte daher die fehlerhafte Stelle visuell geprüft, gereinigt und gegebenenfalls repariert werden. Bei Schutzzonen, die sich über mehrere Gasabschnitte erstrecken, ist eine rasche Identifizierung des betroffenen Gasabschnitts wichtig, um die nötigen Wartungsarbeiten gezielt durchführen zu können. Daher werden häufig Lichtbogenerkennungssysteme installiert, welche den betroffenen Abschnitt schnell erkennen können. Bekannte Lichtbogenerkennungssysteme können einen Lichtbogen z. B. anhand des abgestrahlten Lichtblitzes oder der erzeugten Druckwelle erkennen. Dabei kann der Lichtbogen allerdings verdeckt oder so weit entfernt sein, dass das am Sensor gemessene Signal unter der Ansprechschwelle liegt und daher nicht erkannt wird. Bei der Lichtbogenerkennung anhand des Hochfrequenzsignals kann ein Fehler in unmittelbarer Nähe zum Schottisolator oftmals nicht dem richtigen Gasraum zugeordnet werden. Kann der fehlerbehaftete Abschnitt nicht eindeutig identifiziert werden, müssen die Gasräume nacheinander geöffnet und begutachtet werden, was zu langen Ausfallzeiten, zu hohen Kosten und unnötigem Gasaustritt führt. Wird die stattdessen Anlage zwecks Fehlersuche erneut zugeschaltet, kann es zu heftigen Stoßbelastungen des Hochspannungsnetzes und einer Vergrößerung des Schadens kommen.

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Lichtbogenfehlerortung mit erhöhter Sensitivität für gasisolierte Hochspannungssysteme

Idee: Martin Schumacher, DE-Erlangen; Dirk Barz, DE-Erlangen; Ulrich Krebs, DE-Erlangen

In gasisolierten Hochspannungssystemen kann es zu sogenannten Fehler-Lichtbögen kommen. Diese können auch bei einer geringen Kurzschlussleistung zu Schäden an der Anlage führen. Vor der Wiederinbetriebnahme des betroffenen Abschnitts sollte daher die fehlerhafte Stelle visuell geprüft, gereinigt und gegebenenfalls repariert werden. Bei Schutzzonen, die sich über mehrere Gasabschnitte erstrecken, ist eine rasche Identifizierung des betroffenen Gasabschnitts wichtig, um die nötigen Wartungsarbeiten gezielt durchführen zu können. Daher werden häufig Lichtbogenerkennungssysteme installiert, welche den betroffenen Abschnitt schnell erkennen können.

Bekannte Lichtbogenerkennungssysteme können einen Lichtbogen z. B. anhand des abgestrahlten Lichtblitzes oder der erzeugten Druckwelle erkennen. Dabei kann der Lichtbogen allerdings verdeckt oder so weit entfernt sein, dass das am Sensor gemessene Signal unter der Ansprechschwelle liegt und daher nicht erkannt wird. Bei der Lichtbogenerkennung anhand des Hochfrequenzsignals kann ein Fehler in unmittelbarer Nähe zum Schottisolator oftmals nicht dem richtigen Gasraum zugeordnet werden. Kann der fehlerbehaftete Abschnitt nicht eindeutig identifiziert werden, müssen die Gasräume nacheinander geöffnet und begutachtet werden, was zu langen Ausfallzeiten, zu hohen Kosten und unnötigem Gasaustritt führt. Wird die stattdessen Anlage zwecks Fehlersuche erneut zugeschaltet, kann es zu heftigen Stoßbelastungen des Hochspannungsnetzes und einer Vergrößerung des Schadens kommen.

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