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Schaumerkennung anhand des Temperaturgradienten

IP.com Disclosure Number: IPCOM000198706D
Original Publication Date: 2010-Aug-23
Included in the Prior Art Database: 2010-Aug-23
Document File: 2 page(s) / 158K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Bei Waschgeräten, insbesondere bei Trommelwaschmaschinen müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden, um ein Überschäumen zu vermeiden, bei dem die Waschlauge aus der Einspülschale austreten kann. Üblicherweise wird daher vor dem ersten Schleudergang eine Schaumerkennung durchgeführt. Es kann sinnvoll sein, die Schaumerkennung schon in der Heizphase durchzuführen. Üblicherweise funktionieren Verfahren zur Schaumerkennung auf Basis der Wasserniveaumessung, des Schleuderdrehzahlverlaufs oder der Abpumpcharakteristik. Diese Verfahren erkennen den Schaum aber entsprechend erst in späten Programmabschnitten. Es ist ein System bekannt, welches Schaumbildung anhand einer Widerstandsänderung zwischen mehreren Elektroden erkennt. Dieses System ist jedoch aufwändig und teuer.

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BSH BOSCH UND SIEMENS HAUSGERÄTE GMBH

Schaumerkennung anhand des Temperaturgradienten

Idee: Rainer Jurmann, DE-Berlin; Andreas Weber, DE-Berlin

Bei Waschgeräten, insbesondere bei Trommelwaschmaschinen müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden, um ein Überschäumen zu vermeiden, bei dem die Waschlauge aus der Einspülschale austreten kann. Üblicherweise wird daher vor dem ersten Schleudergang eine Schaumerkennung durchgeführt. Es kann sinnvoll sein, die Schaumerkennung schon in der Heizphase durchzuführen.

Üblicherweise funktionieren Verfahren zur Schaumerkennung auf Basis der Wasserniveaumessung, des Schleuderdrehzahlverlaufs oder der Abpumpcharakteristik. Diese Verfahren erkennen den Schaum aber entsprechend erst in späten Programmabschnitten. Es ist ein System bekannt, welches Schaumbildung anhand einer Widerstandsänderung zwischen mehreren Elektroden erkennt. Dieses System ist jedoch aufwändig und teuer.

Es wird ein neuartiges Verfahren zur Erkennung von übermäßiger Schaumbildung vorgeschlagen, bei dem vom Temperaturgradienten an einem Temperatursensor auf vorhandenen Schaum geschlossen wird. Dazu verfügt das Waschgerät über ein Heizelement, einen Temperatursensor und eine entsprechende Auswerteinrichtung. Mittels des Heizelements wird die Waschlauge unter gleichzeitigem Bewegen, beispielsweise durch die Wäschetrommel, beheizt. Dabei wird das Temperatursignal gemessen und in einem Intervall von z. B. 100 ms bis 2 s aufgezeichnet um eine Temperaturkurve zu erhalten. Anschließend wird diese Temperaturkurve ausgewertet.

Bei normalem Betrieb zeigt die Laugentemperatur einen näherungsweise linearen Temperaturverlauf, der zu der Wärmekapazität der Laugenbehälterfüllung und der Heizleistung proportional ist. Schaumbläschen haben im Gegensatz zur Waschlauge eine geringe Wärmekapazität. Bilden sich um den Temperatursensor Schaumbläschen, kommt es zu kurzzeitigen Temperaturerhöhungen im Bereich der Heizung und des Temperatursensors. Die aufgezeichnete Temperaturkurve weist in diesem Fall ein Rauschen in einem Frequenzspektrum zwischen 0,01 Hz und 1 Hz auf und ist somit deutlich abgesetzt von dem ohne Schaum erwartbaren gleichmäßigen Verlauf. Abbildung 1 und...