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Gegenseitige Verriegelung von Hähnen zur Festlegung der Öffnungsreihenfolge

IP.com Disclosure Number: IPCOM000199592D
Publication Date: 2010-Sep-10
Document File: 3 page(s) / 143K

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Abstract

Ein Druckbehälter soll über einen Trichter befüllt werden können. Zwischen Trichter und Be-hälter liegt Ventil 1. Um sicherzugehen, dass der Behälter beim Öffnen des Ventils 1 zwischen Trichter und Druckbehälter entspannt ist und damit ein Ausblasen von Produkt(resten) durch den Trichter (Sicherheitsrisiko) vermieden werden kann, darf Ventil 1 erst zu öffnen sein, wenn ein zweites Ventil (Ventil 2) zur Entspannung des Behälters, z.B. in eine Abgasleitung, vollständig geöffnet wurde. Prinzipiell kann diese Aufgabenstellung durch elektrisch, pneumatisch oder anders automatisch, beispielsweise über ein PLS, betätigte Ventile gelöst werden. Insbesondere für Anlagen im Labormaßstab ist diese Lösung jedoch meist zu aufwendig oder nimmt zu viel Platz in Anspruch. Die hier vorgeschlagene Lösung zeichnet sich dadurch aus, dass kein zusätzlicher Platz und zum Betrieb bzw. zur Verriegelung keine Hilfsenergie (Druckluft, elektrische Energie etc.) benötigt wird.

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Gegenseitige Verriegelung von Hähnen zur Festlegung der Öffnungsreihenfolge

Ein Druckbehälter soll über einen Trichter befüllt werden können. Zwischen Trichter und Be- hälter liegt Ventil 1. Um sicherzugehen, dass der Behälter beim Öffnen des Ventils 1 zwi- schen Trichter und Druckbehälter entspannt ist und damit ein Ausblasen von Produkt(resten) durch den Trichter (Sicherheitsrisiko) vermieden werden kann, darf Ventil 1 erst zu öffnen sein, wenn ein zweites Ventil (Ventil 2) zur Entspannung des Behälters, z.B. in eine Abgas- leitung, vollständig geöffnet wurde. Prinzipiell kann diese Aufgabenstellung durch elektrisch, pneumatisch oder anders automatisch, beispielsweise über ein PLS, betätigte Ventile gelöst werden. Insbesondere für Anlagen im Labormaßstab ist diese Lösung jedoch meist zu auf- wendig oder nimmt zu viel Platz in Anspruch. Die hier vorgeschlagene Lösung zeichnet sich dadurch aus, dass kein zusätzlicher Platz und zum Betrieb bzw. zur Verriegelung keine Hilfsenergie (Druckluft, elektrische Energie etc.) benötigt wird.

Die hier beispielhaft beschriebene Lösung gilt für Kugelhähne mit parallelen Drehachsen der Ventilkugeln. Analoge Lösungen sind jedoch auch für Kombinationen verschiedener Ventilty- pen in verschiedenen Anordnungen möglich, s. u..

Im Falle zweier Kugelhähne mit parallelen Drehachsen der Ventilkugeln werden an die Drehachsen der Ventilkugeln kreisförmige Bauteile, beispielsweise aus Blech, angebracht, wobei deren Mittelpunkte auf den Drehachsen der Ventilkugeln liegen. Die Summe der Ra- dien dieser Kreise ist größer als der Abstand der Drehachsen. Die Kreise liegen in einer Ebene und haben Aussparungen, in die der jeweils andere Kreis eingreifen kann, s. Abb. 1. Die Lage der Aussparungen ist so gewählt, dass der Kreis und damit die Kugel von Ventil 1 nur gedreht werden kann, wenn Ventil 2 geöffnet ist, die Aussparung von Kreis 2 also zwi- schen den Ventilen liegt, s. Abb. 1, Bilder 2 und 3.

Ist Ventil 2 nicht geöffnet, greift dessen Kreis in die Aussparung des Kreises von Ventil 1 ein, der somit gegen Verdrehen = Öffnen von Ventil 1 gesichert ist, s. Abb. 1, Bild 1. Beim Öffnen von Ventil 1 greift also der Kreis von Ventil 1 in die Aussparung des Kreises von Ventil 2 ein, sodass Ventil 2 nicht geschlossen werden kann, solange Ventil 1 nicht vollständig geschlos- sen ist, s. Abb. 1, Bild 3.

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(1)

Einfüll- trichter

Entspannung / Abgasleitung

(2)

Einfüll- trichter

Entspannung / Abgasleitung

(3)

Entspannung /

Einfüll-Abgasleitung

trichter

Ventil 1 geschlossen verriegelt

Druckbehälter

   Ventil 2 geschlossen

Ventil 1 geschlossen

Druckbehälter

Ventil 2 geöffnet

Ventil 1 geöffnet

Druckbehälter

Ventil 2 geöffnet verriegelt

Abb. 1: Schematische Darstellung der Kreise und Aussparungen...