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Optimierter Workflow zur Tumorbehandlung mittels einer Kombination von Embolisation und Ablation

IP.com Disclosure Number: IPCOM000200040D
Original Publication Date: 2010-Oct-12
Included in the Prior Art Database: 2010-Oct-12
Document File: 4 page(s) / 268K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Zur Behandlung von vaskulären Tumoren finden neben der Resektion, bei der der Tumorherd chirurgisch entfernt wird, die Ablation und die Embolisation Anwendung. Bei der Ablation wird das Tumorgewebe beispielsweise durch Hitze zerstört. Die am häufigsten eingesetzt Form der Ablationstherapie ist die sogenannte Radiofrequenzablation. Dabei werden eine oder mehrere Sonden in das Tumorgewebe eingeführt und das umgebende Gewebe durch Applizieren von Strom einer hohen Frequenz zerstört. Allerdings kann sich das Gewebe mitsamt dem Tumor bedingt durch Atembewegungen oder das Einbringen der Sonde verschieben. Solche Verschiebungen sind im Durchleuchtungsbild nicht sichtbar, da sich ein Tumor im Durchleuchtungsbild nicht von gesundem Gewebe unterscheidet. Oftmals wird aus den genannten Gründen das Tumorgewebe nicht optimal getroffen, was dazu führt dass zum einen die Ablation des Tumors nicht vollständig erreicht und zum anderen gesundes Gewebe geschädigt wird. Die Embolisation ist der künstliche Verschluss von Blutgefäßen durch Verabreichung von z. B. flüssigen Kunststoffen, Kunststoffkügelchen oder Fibrinschwämmen über einen Katheter. Sie wird für gewöhnlich durch einen auf die interventionelle Radiologie spezialisierten Radiologen in einer sogenannten Angiographie-Suite unter Durchleuchtungskontrolle durchgeführt. Durch den Verschluss wird der Tumor von der Blut- und damit Nährstoffversorgung abgeschnitten und stirbt ab. Die vollständige Zerstörung des Tumors kann nur gewährleistet werden, wenn sämtliche zuführenden Gefäße embolisiert werden, da der Tumor seine Versorgung sonst über andere Gefäße, sogenannte Feeder, bezieht. Die notwendige Suche und Embolisation aller Feeder ist ein sehr aufwändiges, zeit- und damit auch kostspieliges Verfahren, welches außerdem eine hohe Strahlenexposition für Patienten und Arzt zur Folge hat.

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Optimierter Workflow zur Tumorbehandlung mittels einer Kombination von Embolisation und Ablation

Idea: Stefan Lautenschläger, DE-Forchheim

Zur Behandlung von vaskulären Tumoren finden neben der Resektion, bei der der Tumorherd chirurgisch entfernt wird, die Ablation und die Embolisation Anwendung. Bei der Ablation wird das Tumorgewebe beispielsweise durch Hitze zerstört. Die am häufigsten eingesetzt Form der Ablationstherapie ist die sogenannte Radiofrequenzablation. Dabei werden eine oder mehrere Sonden in das Tumorgewebe eingeführt und das umgebende Gewebe durch Applizieren von Strom einer hohen Frequenz zerstört. Allerdings kann sich das Gewebe mitsamt dem Tumor bedingt durch Atembewegungen oder das Einbringen der Sonde verschieben. Solche Verschiebungen sind im Durchleuchtungsbild nicht sichtbar, da sich ein Tumor im Durchleuchtungsbild nicht von gesundem Gewebe unterscheidet. Oftmals wird aus den genannten Gründen das Tumorgewebe nicht optimal getroffen, was dazu führt dass zum einen die Ablation des Tumors nicht vollständig erreicht und zum anderen gesundes Gewebe geschädigt wird. Die Embolisation ist der künstliche Verschluss von Blutgefäßen durch Verabreichung von z. B. flüssigen Kunststoffen, Kunststoffkügelchen oder Fibrinschwämmen über einen Katheter. Sie wird für gewöhnlich durch einen auf die interventionelle Radiologie spezialisierten Radiologen in einer sogenannten Angiographie-Suite unter Durchleuchtungskontrolle durchgeführt. Durch den Verschluss wird der Tumor von der Blut- und damit Nährstoffversorgung abgeschnitten und stirbt ab. Die vollständige Zerstörung des Tumors kann nur gewährleistet werden, wenn sämtliche zuführenden Gefäße embolisiert werden, da der Tumor seine Versorgung sonst über andere Gefäße, sogenannte Feeder, bezieht. Die notwendige Suche und Embolisation aller Feeder ist ein sehr aufwändiges, zeit- und damit auch kostspieliges Verfahren, welches außerdem eine hohe Strahlenexposition für Patienten und Arzt zur Folge hat.

Im aktuellen klinischen Umfeld nimmt die Wichtigkeit der Ablations- oder Embolisations-Interventionen zu. Die Gründe dafür liegen in der höheren Komplikations- und Sterblichkeitsrate bei der Resektion. Je nach Art und Lokalisation werden daher bevorzugt entweder Ablation oder Embolisation durchgeführt. Die Entscheidung für die jeweilige Behandlung hängt insbesondere von der Erfahrung, der Ausstattung und der persönlichen Neigung des Arztes ab. Bei der Anwendung der Ablation werden die Bewegung des Tumors und die dadurch entstehende Ungenauigkeit bei der Behandlung meist außer Acht gelassen. Die tatsächlich Position des Tumors kann aber auch per Echtzeit-MRT
(MRT: Magnetresonanztomographie) ermittelt werden. Entsprechend dieser Informationen wird die Positionierung der Ablationssonde angepasst. Diese Methode ist zwar aus med...