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Innovatives Verfahren zur Brandkontrolle

IP.com Disclosure Number: IPCOM000200495D
Publication Date: 2010-Oct-15
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Abstract

Kombinationen aus Hochdruck-Wassernebel und gezielter Luftführung in baulichen Anlagen zur Erreichung öffentlich-rechtlicher Schutzziele

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Innovatives Verfahren zur Brandkontrolle

TPG LEHMANN MBH
Idee:
Andreas Flock / TPG Lehmann, Begleitung bei Durchführung und Auswertung der Versuche: Bernd Konrath / IFI Aachen

Kombinationen aus Hochdruck-Wassernebel und gezielter Luftführung in baulichen Anlagen zur Erreichung öffentlich-rechtlicher Schutzziele

Geschossdecken in Gebäuden müssen laut Bauord- nungen der Bundesrepublik Deutschland eine Raum abschließende Wirkung haben. Dies bedeutet, dass sie der Brandweiterleitung, also der Weiterleitung von Feuer und Rauch von Geschoss zu Geschoss einen hinreichenden Widerstand entgegen setzen müssen. Sofern Öffnungen in Geschossdecken vorgesehen sind, muss dieses Schutzziel mit geeigneten kompen- satorischen Maßnahmen erreicht werden.

Eine zeitgemäße kompensatorische Maßnahme zur Erreichung der für Geschossdecken festgelegten Schutzziele ist die Anordnung von Feuer- oder Rauch- schutzbehängen um die Deckenöffnungen. Diese wer- den nur im Alarmfall wirksam, so dass im Normalbe- trieb des Gebäudes die Geschossdecken-Öffnungen als offen genutzt werden können. Allerdings können derartige Maßnahmen zu baulichen Zwängen führen und ihre Verwendbarkeit ist aufgrund von Geometrie und Einbauort nicht immer abschließend gesichert.

Daher wird im Folgenden eine neuartige Lösung vor- geschlagen, die vorsieht, einen sogenannten Wasser- tröpfchenstrom (WTS) einer Hochdruck-Wassernebel- anlage (HDWN) zur Bindung von Rauchpartikeln und zur Unterbrechung des thermischen Auftriebes in der Ebene der mit der Rauchkontrollanlage geschützten Geschossdeckenöffnung heranzuziehen. Dabei wer- den Rauchpartikel zu einem deutlichen Anteil vom Wassernebel gebunden und mit diesem abgeführt. Die Brandgase selbst werden zwar nicht durchgehend neutralisiert, sie werden aber gekühlt und zu einem nennenswerten Anteil mit dem WTS in Richtung einer Anlage oder Öffnung zur Rauchabführung ge- fördert. Der Wassertröpfchenstrom kann auf diese Weise sowohl als virtueller horizontaler Abschluss ei- ner Geschossdeckenöffnung mit einseitig gerichteter WTS-Ausrichtung und gegenüber liegender Öffnung

oder Einrichtung zur Rauchabführung, als auch als vertikal gerichteter WTS zur Sicherung mehrerer De- ckenöffnungen übereinander mit Öffnung zur Abfüh- rung des Rauch-Nebel-Gemisches in die Atmosphäre dienen, wobei bei letztgenannter Variante der Wasser- tröpfchenstrom nach oben gefördert wird.

Zentraler Bestandteil des vorgestellten neuartigen Systems der Rauch- oder Brandkontrolle ist der durch Reibungseffekte zwischen WTS und umgebender Luft entstehende Luftstrom. So wird eine nennenswerte Menge Luft in Richtung des Wassertröpfchenstromes gefördert. Dieser Luftstrom kann durch gezielte An- ordnung genutzt werden, um oberhalb oder seitlich der Deckenöffnungen gelegene Rettungswege gezielt zu durchströmen und so ihre Verrauchung mit hinrei- chender Sicherheit zu vermeiden.

Wird eine Deckenöffnung horizontal - in Deckenebe- ne - durch...