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Erweiterter Arbeitsablaufplan zur Unterstützung von Nadelprozeduren

IP.com Disclosure Number: IPCOM000202999D
Original Publication Date: 2011-Jan-14
Included in the Prior Art Database: 2011-Jan-14
Document File: 2 page(s) / 214K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Tumore oder Metastasen in der Leber werden durch unterschiedlichste Prozeduren behandelt. Einerseits gibt es eine Reihe intravaskulärer Prozeduren, bei denen beispielsweise die blutzuführenden Gefäße blockiert werden, andererseits gibt es perkutane Prozeduren, bei denen mittels einer Nadel durch die Hautoberfläche Hitze, Kälte oder Vernarbungsgifte, wie zum Beispiel Ethanol, lokal appliziert werden. Bei einigen Prozeduren werden perkutane Verfahren miteinander kombiniert. Zum Beispiel wird zuerst Ethanol appliziert und anschließend wird eine andere Nadel zu Radiofrequenzablation (Hitze) eingebracht, durch die das vorbehandelte Gewebe noch einmal mit einem anderen Verfahren behandelt wird. Dabei wird angestrebt, möglichst den gleichen Einstichkanal wiederzuverwenden, um das gesunde Gewebe möglichst zu schonen.

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Erweiterter Arbeitsablaufplan zur Unterstützung von Nadelprozeduren

Idee: Jessica Amberg, DE-Forchheim; Kerstin Sonntag, DE-Forchheim; Dr. Hayo Knoop, DE- Forchheim; Stefan Lautenschläger, DE-Forchheim

Tumore oder Metastasen in der Leber werden durch unterschiedlichste Prozeduren behandelt. Einerseits gibt es eine Reihe intravaskulärer Prozeduren, bei denen beispielsweise die blutzuführenden Gefäße blockiert werden, andererseits gibt es perkutane Prozeduren, bei denen mittels einer Nadel durch die Hautoberfläche Hitze, Kälte oder Vernarbungsgifte, wie zum Beispiel Ethanol, lokal appliziert werden.

Bei einigen Prozeduren werden perkutane Verfahren miteinander kombiniert. Zum Beispiel wird zuerst Ethanol appliziert und anschließend wird eine andere Nadel zu Radiofrequenzablation (Hitze) eingebracht, durch die das vorbehandelte Gewebe noch einmal mit einem anderen Verfahren behandelt wird. Dabei wird angestrebt, möglichst den gleichen Einstichkanal wiederzuverwenden, um das gesunde Gewebe möglichst zu schonen.

Derzeit besteht die Möglichkeit, den Nadelpfad mit Hilfe einer speziellen Software auf einem dreidimensionalen (3D) Bild zu planen. Hat der Anwender die Planung durchgeführt, dann kann er diese für beide Nadeln verwenden.

Hat er den ersten Pfad nicht geplant, so bleibt ihm die Möglichkeit, eine 3D Aufnahme durchzuführen, um anschließend die Nadel aus dem 3D-Volumen über das Live-Bild zu überlagern. Über die Überlagerung hinaus bekommt der Anwender allerdings bei der zweiten Nadeleinführung keinerlei Unterstützung beispielsweise in Form einer Anzeige des "Bull's Eye" oder "Progression Views".

Ein erweiterter Arbeitsablaufplan (Workflow) kann die Problematik lösen. Dieser basiert auf dem Auslesen des ersten Nadelpfades mittels 3D-Akquisition oder zwei 2D-Projektionen. Diese Information wird dann als Grundlage für die derzeit vorhandene softwaregestützte Nadelführungsunterstützung verwendet (siehe Abbildungen 1-3).

Für dieses Verfahren wird die erste Nadel perkutan eingeführt und die entsprechende Behandlung durchgeführt analog der oben beschriebenen Applikation von Ethanol. Zuerst akquiriert der Anwender einen 3D-Datensatz, welcher die erste Nadel enthält. Alternativ akquiriert der Anwender zwei 2D- Projektionen aus unterschiedlichen Winkeln. Dann segmentiert das System in dem aufgenommenen 3D-Datensatz die Nadel, z.B. anhand von Schwellwertoperatoren. Die resultierenden Koordinaten der ersten Nadel werden zum Zwecke der Überlagerung zur Verfügung...